Heute ist Sonntag, der 6. Mai

So, jetzt zur nächsten therapeutischen Koryphäe – Manuel. Ich schilder mal das Wochenende:

Frühstück beim Bäcker. Ich hatte schon gegessen und hab ihm gesagt, ich nehm nur einen schwarzen Tee. Nachdem ich aufgeraucht hab, folge ich ihm in die Back-Stube. Er sitzt am Tisch und futtert, aber glaub mal nicht, dass er für mich mitbestellt hat. Also order ich meinen Tee – Wert 1,49 € ! – und gesell mich zu ihm.

Nächsten Morgen das Gleiche: Mein Anteil – 4,98 €. Auf die Idee, mich einzuladen, kommt er nicht. Er wohnt ja auch nur bei mir, wenn er hier ist. Nachmittags das gleiche Trauerspiel in Venezia. Macht summa summarum an 2 Tagen rund 25 €. „Das entspricht dem, was ich bei ihm jede Woche an verdorbenen Lebensmitteln in die Mülltonne schmeiße“, sagt Martina, seine „Haushälterin“, als ich es ihr erzähle.

Dazu muss ich erläutern, ich gehe nur ihm zum Gefallen und zur Gesellschaft mit – und darf selbst bezahlen. „Wir machen getrennt“, ruft er jedesmal dem Kellner zu, der mich verwundert anguckt, als es ans Bezahlen geht. Das ist ein schönes Beispiel, wie sich Worte materialisieren: Wir machen getrennt – DU NÄCHSTES MAL IM HOTEL!

Der eine behandelt brachial, der andere emotional. Von Wertschätzung, Anerkennung und Dankbarkeit haben beide noch nichts gehört. „Die ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist …

Was ist doch das liebliche Glockenspiel vom Kirchturm für eine Freude!

Heute ist Sonnabend, der 5. Mai

Zufälle sind das wieder! Nein, nicht Zufälle, Synchronizitäten. Als ich gestern bei Sigi und Wolfgang unten war, um ihnen das Folgende zu erzählen, lag eine Postkarte bei ihnen auf dem Tisch …

Vom 30. April zum 1. Mai war Manuel hier. Ich hab ihn mitgenommen, als ich bei meiner Nageltante war. Im Auto erzählt er mir, dass er wieder bei Maik zur Behandlung war. Als er ihn gefragt hat, wie es ihm geht, sagt er, er war in Urlaub auf Madeira. – Und? – Wir wollen es noch ein Jahr versuchen … Wie lange macht ihr das schon? – 30 Jahre

Dazu, wie es mir dabei ging, brauch ich nichts zu sagen. Das kann sich jeder vorstellen. Als Manuel schon im Bett war, saß ich noch auf der Terrasse beim Beltane-Vollmond. Ich hab die Bitte nach oben geschickt, mir die richtigen Worte einzugeben dazu. Dann hab ich ihm geschrieben: „An deiner Ehe festhalten, kannst du mir nicht als Erwachen weismachen. – Manuel ist zu Besuch hier.“ – Ich hab gedacht, das kann er kombinieren, muss er aber nicht.

Das sind meine letzten Worte an ihn gewesen – oder vielleicht auch meine vorerst letzten Worte – in der Walpurgisnacht. Gesendet um 23:11:22 Uhr. 23 Uhr ist um Elf, also um 11 Uhr, 11 Minuten und 22 Sekunden. Das sind die Dualseelen-Zahlen. Das war aber keine Absicht, ich hab es erst hinterher gesehen …

Die Postkarte auf dem Tisch war aus Madeira …

 

Heute ist Freitag, der 27. April

The time is high … auch ein Musiktitel. Ja, es ist sogar höchste Zeit. Veränderung liegt in der Luft. Ich spür heut ein unbestimmt-unbekanntes Gefühl, schon seit heute morgen – wie kann ich es formulieren? Ja, ein Single-Gefühl – wo ich mich vorher immer verbunden gefühlt hab. Mit wem, ist klar. Als wenn er verschwunden ist, wenn nicht von dieser Welt, dann doch aus meiner. Das kannte ich vorher nicht. Es ist auch eine Aufbruchstimmung mit dem Gefühl, es hat sich totgelaufen. Es passiert nichts mehr. Hier geht es nicht mehr weiter. Hier liegt alles auf Eis. Es gibt keine verbindenden Brücken mehr, nur noch trennende Gräben. Melancholische „Endzeit“-Stimmung. Morte – im Tarot ist Der Tod die Karte von Vergehen und Werden … Doch was wird – und mit wem? Offene Fragen, die die Zeit beantworten wird …

Auch heute vormittag, beim Frisör – anders als sonst, denn „meine“ Ria hat frei und ich war bei der Kollegin. Gestern hab ich einen Klassenkameraden getroffen, der mich mit Umarmung und Küsschen aufs Bäckchen gedrückt, begrüßt hat. Das war so ungewohnt, dass ich gedacht hab, wie viele Äonen liegt es zurück, dass mich ein Mann geküsst hat? Wenn auch nur so. Wie lange liegt es zurück, dass mich ein Mann in den Arm genommen hat? Wie lange ist es her, dass ich mit einem Mann … Daher rührt wohl heute dieses Single-Gefühl. MORTE

Heute ist Donnerstag, der 26. April

Manuel erzählt mir manchmal, was er erlebt hat, und ergänzt: „Da weiß ich, es läuft alles nach Plan …“

Ich weiß, wann ich was im Blog schreibe, und wann ich was Maik schreibe. Gestern zum Beispiel: „Ich wusste, da komm ich eines Tages nicht drum rum – was passiert, wenn ich dir nicht mehr schreibe? Ich hab es nur so lange wie möglich aufgeschoben. Bis ich das Resultat aushalten kann.“ Und noch ein paar „Belanglosigkeiten“, über meine Arbeit, weil grad eine Anfrage für das Wochenende kam. Das wär nicht nötig gewesen, ihm das mitzuteilen. Und doch … Heute hab ich gedacht, du wolltest ihm doch nicht mehr schreiben. „Du machst das ganz toll, mein Schatz“, sag ich mir zum Trost, oder wer das auch sagt. „Es war Portal-Tag und das ist richtig und gut und völlig in Ordnung.“

Manuel meinte neulich, als er hier war: „Wenn ihr euch nicht mehr schreiben würdet, da würde doch was fehlen.“ Nein, es wär nur, eine liebgewordene Gewohnheit aufgeben. Also hab ich ihm gesagt: Das muss Ich schon wissen, was ich tue … Frei nach dem Spruch an meiner Wand, den mir Sabinchen Sonntag mitgebracht hat: „Vertrau mir – ich weiß, was ich tue! Das Universum“

Arbeit – Guti-Gutshaus: In der Musikschleife lief neulich Stand by your man, während ich mit Frühstückszubereitung beschäftigt war. Da wusste Ich, es läuft alles nach Plan …

Heute ist Mittwoch, der 25. April

Das war ein schöner Tagesauftakt: Mit meinem Sonnenschein Carmen und Frizzi-Vierbeinerin zu dritt Urlaubsfrühstück in Leddermann am Hafen, einschließlich Piccolöchen. Sie fliegt am Montag in die bulgarische Sonne, während hier heute Aprilwetter ist – stürmisch, Regen, zwischendurch von Sonne aufgelockert …

Seit ich selbst im Hotel- und Gastro-Gewerbe aktiv bin, genieß ich es besonders, bedient zu werden. Und ich vergleich das Level in den unterschiedlichen Locations. Am Wochenende hab ich im Guti-Gutshaus zum Frühstück als Deko eine Löwenzahnblüte vor der Tür gepflückt und auf einen Teller gelegt: Butterblume auf die Butter – fand ich originell, das Wortspiel umzusetzen …

In einem youtube-Kartenreading kam gestern die Aussage: Bei Dreiecks-Beziehungen gehts dieses Jahr „um die Wurscht“ – Hinhalten ist nicht mehr! Ich red mich ja damit raus, dass es keine Dreiecks-Kiste mehr ist, weil ohne Sex, doch was ist denn Schreiben? Eine Dreiecks-Kiste auf der mentalen Ebene. Ich hab gestern gedacht, was wäre wohl, wenn seine Frau wüsste, dass es seit Jahren eine andere Frau im Hintergrund oder meinetwegen auch Untergrund gibt, die ihren Mann „begleitet“ – und das mit zweistelliger Jahreszahl. Ob noch andere, kann und will ich nicht beurteilen – aber so lange bestimmt nicht. Und ich hab gedacht, wie es mir wohl damit gehen würde. Ich möchte nicht mit ihr tauschen.

Sigi von unten meint: Er weiß genau, was auf ihn zukommt – mein Wegbleiben – trotzdem dementiert er nicht …

Heute ist Dienstag, der 24. April

Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Nichts neues. Weiterhin Stagnation – äußerlich. Bei meinem „Gegenüber“. Im Umkehrschluss werde ICH immer klarer, bewusster, entschiedener – So gehts nicht weiter! Das Universum braucht keine Entscheidung zu treffen – ICH habe sie getroffen. Dabei ist es unerheblich, ob jetzt noch paar Tage fehlen an 12 Jahren oder nicht. Ich weiß, so war es, so ist es jetzt und die Zukunft wird anders, heißt besser, aussehen …

Ich verbringe viel Zeit damit, mir Karten-Readings auf youtube zu dem Thema anzusehen, doch nicht unter dem Aspekt – Klappt es oder klappt es nicht mit ihm? – sondern ich sehe mir die Legesysteme, die Kartendeutungen und die Kombinationen an. Ich lerne also dazu und damit ist es Weiterbildung auf spirituellem, esoterischem Gebiet. Den Inhalt nehme ich natürlich auch auf und wahr – doch zu jeder Aussage kommt ein klares JA oder NEIN von mir dazu. Ich weiß genau, was ich nicht mehr will – nämlich so, wie es bisher war – und genau, was ich will: Erfüllung, Neubeginn, Begegnung auf Herz- und Augenhöhe.

Im Sommer 2005 war ich während einer Fahrrad-Tour in der Feldberger Seenlandschaft in einer Kirche. Dort habe ich in das „Gästebuch“ geschrieben: Lieber Gott, bitte schick mir meinen Mann! Und wen hat er mir geschickt? Im Sommer 2006 – Maik. Ich will nicht dorthin zurückkehren, um zu ergänzen: Bitte schick mir meinen Mann, um mit ihm zu leben …

Heute ist Montag, der 23. April

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch: Es ist erforderlich für die Entspannung des Geistes, dass wir von Zeit zu Zeit spielerische Aktionen und SCHERZE setzen. Thomas von Aquin

Ich hab noch nie so viel getan, studiert, mich weitergebildet, an mir gearbeitet und mich entwickelt wie in der Zeit mit Maik. Er bringt die schönste und beste Version meines Ichs zum Vorschein. Vielleicht ist es umgekehrt auch so … Ich glaube, ja. Scherze und Humor gehören auch dazu, wenn auch dünn gesät und länger her. Dass mir diese „QueenofWands“-youtube-Videos begegnen, mit ihren 4 – 6 Wochen Zeitangaben, passiert nicht deshalb, um daran zu glauben, denke ich, sondern, damit ich an meine eigene innere Wahrheit und Wahrhaftigkeit glaube und sie auch lebe.

Gestern stand in der Burgstraße ein weißer Porsche MÜR-DS 400. Ein Porsche ist ein schnelles Auto – und so rasant verläuft auch grad die Entwicklung. Bei mir war und ist so viel in Um-Wandlung, gern auch Transformation genannt, dass ich kaum hinterher komm … Das Wichtigste davon ist: Ich bin dabei, mir meiner WEIBLICHKEIT wieder bewusst zu werden und zu EMPFANGEN – meine Göttin zu leben und zu lieben. Denn bei dem, was ich gestern zu meiner Kindheit geschrieben habe, wusste ich doch immer, wenn auch nicht bewusst: ICH BIN LIEBENSWERT UND LIEBENSWÜRDIG – Liebe, Wert und Würde als Teil des weiblichen Urprinzips. Die wundervolle Folge ist – ich bin im Frieden mit Maik und heil-froh …

Heute ist Sonntag, der 22. April

Ja, so geschehen in meiner Kindheit – wie gestern beschrieben. Mein Papa war nicht mein Gott oder konnte es nicht sein. Seine Umsiedler- und Nachkriegsfamilie konnte ihn nicht mit dem ausstatten, was seine erste kleine Tochter von ihm hätte empfangen können und gebraucht hätte. Es gab nur strenge Blicke von ihm – bei denen ich gleich anfing zu weinen – das wurde mir öfter erzählt und es fanden wohl alle lustig. Ich nicht. Einmal hat mir meine Oma gesagt, dass meine Eltern stolz auf mich sind. Von ihnen hab ich es nicht gespürt. Es gab keine Umarmungen oder Zärtlichkeiten, fast keinen Körperkontakt, Küsse sowieso nicht, kein Lob – nichts, womit ich mich als kleine oder große Göttin hätte fühlen können. Ich kannte nur das Gefühl, nicht gut genug oder nicht richtig zu sein. Ich will kein Missverständnis aufkommen lassen – ich hab aus heutiger Sicht volles Verständnis dafür, ich nehme es meinen Eltern nicht übel oder trage es ihnen nicht nach, dass sie so waren. Ich denke, in ihrer Situation haben sie – wie alle Eltern – das beste gemacht, was sie konnten. Nur mit mir hat es was gemacht – dass sich die Gedanken eingeschliffen haben: Du bist nicht liebenswert. Das erklärt viel, im Zusammenhang mit Maik …

So, Feierabend – 14:00 Uhr. Die Sonntags-Guti-Gutshaus-Schicht ist rum. Und der Rosé liegt im Kühlschrank. Wenn um 6 die Abendglocken läuten, ist Terrassen-Time mit Sommer-Wein …