Heute ist Sonnabend, der 2. Dezember

Endlich Dezember. Da liegt schon was anderes in der Luft. Neubeginn und Aufwärtstrend. Das war eins von den am wenigsten erbaulichen Jahren und zermürbend. Nicht nur der Sommer, von dem man im Winter zehren kann, ist ins Wasser gefallen, auch was Gutes war, war nicht von langer Dauer. Ich sorge für meinen Körper. Haut und Herz reagieren am sensibelsten. Natürlich, sie sind auch am meisten betroffen von der Situation „So ist es jetzt.“ Alles, was das Herz erfreut und was die Haut verwöhnt! Alles, was ihnen schadet, meide ich.

Der Markt ist weihnachtlich geschmückt und beleuchtet und seit gestern steht die große Tanne unten, die mir als Weihnachtsbaum dient, so dass ich mir nicht die Mühe machen muss, bei mir einen aufzustellen. Gestern war ich bei Martina. Sie sagt, das allerallerschlimmste für sie ist, Weihnachten allein zu sein. Die Feiertage gehen noch, aber Heiligabend … Warum grad Heiligabend? Weil es ein heiliger Abend ist … Ja, gut, das seh ich ein. Alle haben irgendwie Familie, Kinder, Anhang, meint sie. Ja, so wie ich auch. Sie hat eine betagte Mutter, weiter weg. Aber Freunde sind doch auch was wert …

„Die gleiche Zeit, die es dauert, über die Vergangenheit zu trauern, hat man zur Verfügung, um die Zukunft zu gestalten“, sagt Tagessprüchlein-Kalender. Ich bin ohne Plan und brauch auch keinen, ich lass es auf mich zukommen …

Heute ist Donnerstag, der 30. November

Ein 222 words blog, von dem ich nicht mal weiß, ob er es liest. Wozu? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es richtig ist und das einzig Sinnvolle, was ich den ganzen Tag mache. Der Rest ist Freizeit. Eine große endgültige körperliche Wiedervereinigung – wie um Himmelswillen soll ich daran noch glauben können, ohne mich selber für verrückt zu erklären, nach der langen Zeit? Kann mir das mal einer sagen? Ich hab grade mal noch eine Vorstellung davon, was das ist. Aber es liest sich sehr schön.

Mein Kalender hat Herztage – heute und gestern. Gestern: Fürchte nicht die Enge des Hauses, fürchte vielmehr die des Herzens. Und heute: Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen. Konfuzius. Der Dualseelen-Weg wird auch als Königsweg bezeichnet. Man wird bis aufs Blut geprüft und geht durchs Feuer. Alles, was man geglaubt hat, wird über Bord geworfen. Eine Zeit lang spielt man noch mit dem naiven, doch berechtigten Gedanken, es könnte doch auch ein anderer sein. Doch die Seelen werden dahin geführt zu sagen: What the fuck – das wird doch nichts … Vielleicht nicht so drastisch ausgedrückt, aber da sowieso alles drastisch dabei ist, kann man auf blumige Ausdrucksweise verzichten. Ich geh mit meinem ganzen Herzen …

Gestern war sein Geburtstag. Um Mitternacht hab ich ihm MMS-Rosen geschickt und statt Punkt steht ein Ausrufungszeichen hinter dem Datum.

Heute ist Mittwoch, der 29! November

~ SCHÜTZE – BOTSCHAFT ~
23.11. – 21.12.

Die im Schütze-Zeichen geborenen Menschen wurden in den vergangenen 3 Jahren extrem gebeutelt, geprüft, angestoßen zu Transformationen, Heilungen und inneren Neuausrichtungen. Der Saturn, der im Zeichen Schütze sein Unwesen trieb, sorgte für diese Entwicklung, die zum größten Teil sehr hart und turbulent war. Auch gerade ganz aktuell kann sich die Zeit anfühlen, als ob man nicht enden wollenden Abschlussprüfungen erlegen ist. Ebenso wurde und wird das Zeichen Zwillinge, welches im Tierkreiszeichen gegenüber dem Schützen liegt, mitgezogen, um an diesen enormen Entwicklungswegen teilzunehmen.
Nun ist es so, dass Saturn im Dezember ins nächste Sternzeichen weiterwandert. Wie geht es dann für Schütze-Personen im kommenden Jahr weiter?

Der weitere Weg wird sich definitiv erleichternd anfühlen und auch immer leichter werden, je mehr Saturn seine Kraft verliert. Leidenschaften werden geweckt bzw. endlich ausgelebt, in allen Lebens-Bereichen.
Bei einigen werden sich noch Menschen aus der Vergangenheit zeigen, mit denen man restliche Blockaden auflöst. Zum Beispiel Ex-Partner(innen). Sie helfen dabei, Vergangenes zu bearbeiten und loszulassen, denn speziell die Schütze-Menschen stehen vor einem radikalen Neuanfang. Erfahrungen, die dir bei der Rückschau auf dein Leben bewusst werden,  kannst und solltest du gezielt für die Gegenwart und Zukunft nutzen.
Du befreist dich aus Fesseln, die dich stets an einem selbstbestimmten, glücklichen Leben hinderten, und bekommst endlich die Möglichkeit, dich frei zu entfalten. Für Probleme, die dich beschäftigten und dir keine Ruhe mehr ließen, werden sich Lösungen zeigen.
Du fängst endlich an, in allen Bereichen zu handeln. Disziplin ist dabei, sich in dir zu verwirklichen, um tatkräftig und fleißig all deine Träume zu verwirklichen.
Verbindungen zu Menschen werden beendet und hinter sich gelassen, während neue Personen in dein Leben treten, zu denen man feste Verbindungen, jeglicher Art, eingeht.

Etwas, was für Singles besonders interessant sein dürfte: Unter den Verbindungen wird ein neuer Liebespartner dabei sein. Es kann dein Wunschpartner sein, die Dual-/Zwillingsseele, denn hier ist eine große endgültige körperliche Wiedervereinigung angezeigt, oder es tritt ein komplett neuer Mensch in dein Leben, der dein Herzchen höher schlagen lässt. Ganz gleich, diese Person ist die Liebe deines Lebens und die Partnerschaft mit ihm/ihr wird absolut harmonisch und erfüllend sein. Aber auch wenn du bereits in einer bestehenden Beziehung steckst, kommst du nicht zu kurz, denn diese wird sich intensivieren. Die Leidenschaft und Liebe wird neu entfacht und eure Verbindung erreicht eine ganz andere Ebene.

Alles in allem mein Engelchen, ist die schwere Zeit für dich sehr bald vorbei und du darfst aufatmen. Natürlich bedeutet dies nicht, dass dir keine Schwierigkeiten oder Herausforderungen mehr bevorstehen, aber sie werden nicht mehr so schwerwiegend sein bzw. wirst du sie anmutig und leicht meistern können. Du hast es in Kürze geschafft und trittst in dein ganz neues Leben ein.

 

 

Heute ist Dienstag, der 28. November

Heute muss wieder mal der Tagesspruch-Kalender herhalten: „Wen der Himmel bewahren will, den erfüllt er mit Güte.“ Das Bild dazu ist so ein schöner Khoi-Karpfen, wie er ihn auf seinem rechten Oberarm trägt. Es gibt jeden Tag etwas, das mich an ihn erinnern will, wenn alles schläft – meine Hoffnung, mein Glaube, meine Zuversicht … Während ich das schreibe, kommen mir die Tränen. Es war so ein langer Weg, auf dem ich manchmal geflucht hab wie ein Kesselflicker – und sowas wie Kesselflicken war es ja auch, was ich gemacht habe – Deinen Kessel? Meinen Kessel? Unseren Kessel? – doch die meiste Zeit war und bin ich mit Güte gesegnet. Kessel sind auch Kelche im Tarot …

Schöner, als was zu flicken, ist das Bild, Kelche zu füllen, zehn an der Zahl sind es im Tarot. Ich hab sie alle randvoll gefüllt, mit dem, was mir zur Verfügung steht: einen mit Worten, einen mit Wärme, einen mit Zuneigung, einen mit Gefühlen, einen mit Träumen, einen mit Lebendigkeit, einen mit Tränen, einen mit Lachen, einen mit Vertrauen, einen mit Geduld. Wenn ich sowas noch schreiben kann, kann noch nicht Alles schlafen. Heute ist ein schöner klarer Morgen nach dem ganzen Wasser von oben, dem Sturm, den dunklen Tagen. Bald ist Advent. Das ist die Zeit der Hoffnung, dass das Licht zurückkehrt. Mein Würfel gibt heute sein Bestes – 6 rote Herzen …

Heute ist Montag, der 27. November

Was sagt denn mein schöner Kalender heute morgen? – „Wenn sich die Verzweiflung schlafen legt, erwacht die Hoffnung.“ Und was erwacht, wenn sich die Hoffnung schlafen gelegt hat? Nur die Erinnerung? Denn alles hier ist mir inzwischen bald vertrauter, als die ferne Zeit mit ihm …

Still ruht der See hier, im Winter. Vorstellungsgespräch in Hotel- und Gastronomie-Bereich heute hat ergeben, Bedarf ja, aber erst ab März next year. Also halte auch ich Winterschlaf. Zuletzt hab ich Maik geschrieben: Vielleicht kann ich dir nochmal was Schöneres schreiben, als sowas wie gestern. Nur bis jetzt ist nichts in Sicht … Gemeint war die Nachbarschafts-Geschichte. Es ist nicht nur nichts in Sicht, ich kann mir nicht mal mehr vorstellen, dass überhaupt nochmal irgendwas in Sicht kommt. Auch meine Fantasie hat sich zur Ruhe gelegt.

Nachmittags seh ich mir die Staffeln von Game of Thrones unten bei meinem Familienanschluss an. Das ist mal Balsam für den Geist, für die Seele wär übertrieben. Für die Seele abends Wein und Kerzenschein. Der ganze November schien beweisen zu wollen, dass das Leben außer Monotonie nichts zu bieten hat. Vielleicht ist es ja auch nur die jahreszeitlich bedingte Ruhepause.  Ab Freitag ist Dezember, dann wirds wieder bisschen munterer. Frisör und Nageltante, Weihnachtsessen von Notfallbegleitung und Freilichtbühne, Weihnachtsmarkt mit meinen großen Kindern und „Lasst uns froh und munter sein“ ist nicht mehr weit.

 

Heute ist Sonntag, der 26. November

Gestern war Tagesspruch: Begegnest du der Einsamkeit, hab keine Angst! Sie ist eine kostbare Hilfe, mit sich selbst Freundschaft zu schließen. Erst wollte ich was dazu schreiben, aber es wär nicht viel geworden, nur – das stimmt und dazu hatte ich reichlich Gelegenheit – es hat mein Verhältnis zu mir selbst sehr verbessert und ich kann es gut mit mir alleine aushalten, ohne mich dabei verloren zu fühlen.

Heute: Totenstille. Totensonntag. Im kollektiven Bewusstsein ist das Gedenken an die gespeichert, die nicht mehr hier sind. Bei mir ist das im erweiterten Sinn ein Grund daran zu denken: ER ist immer noch never forget and never ending story … Nur es ist eine Glasscheibe dazwischen, hinter der ich seh, dass er bei seiner Familie ist. Wenn meine Träume zu hochfliegend waren, schraub ich sie nicht runter. Ich lass sie da oben schweben und genieß hier unten derweil das kleine Glück. Ich verzichte eher, als dass ich mir einreden lass: Andere Mütter haben auch schöne Söhne. Das stimmt zwar, aber es ist nicht Meine Wahrheit. Man kann mir vorwerfen, dass das dumm ist, aber lieber dumm als blöd und Ersatzmann wählen. Ich hatte nur Ersatzmänner bis jetzt, außer ihm. Kann sein, dass ich mächtig Schiffbruch erleide damit, aber dann strandet man irgendwo … und dann schreib ich lieber Blog – alles, was mir so einfällt … DAS ist Meine Wahrheit.

 

Heute ist Sonnabend, der 25. November

Manchmal lege ich Online-Tarot-Beziehungsspiel mit 7 Karten – das sieht heute so aus:

Ich – Gedanken: 9 der Stäbe

Sie sehen sich bedroht und gehen (trotzig) auf Distanz.

Ich – Gefühle: 7 der Stäbe

Sie wittern Feindschaft und werden sich heftig wehren.

Ich – Auftreten: 5 der Münzen

Sie zeigen, dass Sie zu kurz kommen und die Beziehung für Sie in einem Engpass steckt.

Er – Gedanken: 6 der Münzen

Maik schätzt die Großzügigkeit dieser Beziehung und die Bereitschaft, einander zu unterstützen

Er – Gefühle: X Rad des Schicksals

Maik fühlt sich mit Ihnen karmisch verbunden und spürt die Aufgaben, die jetzt bewältigt werden wollen.

Er – Auftreten: Ritter der Stäbe 

Maik zeigt sich ungeduldig, leidenschaftlich und ungestüm.

Thema: 10 der Kelche

In Ihrer Beziehung geht es derzeit um tiefe Harmonie, Familienglück, Geborgenheit.

Quintessenz: 

Zeigen Sie Maik Ihr Engagement und Ihre Leidenschaft, wenn nötig aber auch Ihre Krallen (XI Kraft). Ihre innere Stimme wird Ihnen den richtigen Zeitpunkt sagen (II Hohepriesterin).

Variationen bei Quintessenz oder beim Thema sind:

Erkennen Sie den Sinn, den diese Beziehung für Sie hat – Seien Sie aufrichtig und schenken Sie Maik Vertrauen! Oder: Es geht jetzt darum, einen Schritt zu tun und/oder eine Aufgabe zu lösen, Sie haben genug Kraft dafür. Oder: In Ihrer Beziehung geht es derzeit um eine verbindliche Herzensentscheidung! Oder: Maik ist offenbar noch mit einer anderen Frau zusammen, die praktisch, bodenständig, vielleicht auch stur und besitzergreifend ist …

 

Heute ist Freitag, der 24. November

Wie kommt es, dass ich immer wieder etwas sehe oder etwas auftaucht, wenn die Hoffnung auf dem Null-Meridian ist? So, wie heute morgen in facebook geschehen – ich wollte es gleich hier und jetzt veröffentlichen, dann ist mir aber eingefallen, dass es nächste Woche Mittwoch viel besser passt! Außerdem sind es nicht 222 Wörter, sondern 444 – die doppelte Ration! War das Zufall, dass der Text genau 2 x 222 Wörter enthält?

Noch 7 Tage … November. Noch 7 Tage mein Onkel im Pflegeheim. Gestern hat mich Tantchen zum Mittagessen eingeladen. Das macht sie immer, wenn sie hier beim Doc ist. Sie hat mir erzählt, dass sie meinen lieben Onkel, den sie für 2 Monate in ein Pflegeheim gegeben hat – er hat Demenz und sie, selbst nicht gesund, konnte beim besten Willen nicht mehr nach vielen Jahren Pflege zu Hause – jetzt wieder nach Hause holt. Menschenverachtende Zustände, sagt sie nur. Und weiter: So hat sie auch keine Entlastung und kann nicht schlafen, wenn sie daran denkt, wie er dort leidet. Eine vom Pflegepersonal hat dazu gemeint: Sie sind aber mutig, sich einen demenzkranken Mann ins Haus zu holen … Das ist MEIN Mann, war ihre Antwort. Sie ist über 70 – alle Achtung, wie sie das meistert, wie sie mit Ärzten und Behörden spricht, alles organisiert, ihre Meinung sagt, sich nicht entmündigen lässt – und ihren Mann auch nicht.

Das ist Liebe jenseits der Goldenen Hochzeit!

Heute ist Donnerstag, der 23. November

Wenn ich schon keinen Schlussstrich ziehen kann – ich würde mir damit ins eigene Herz schneiden und in seins sicher auch – kann ich wenigstens die Tage so nehmen, wie sie kommen und es so sein lassen, wie es ist. Die Verbindung trennen ist bei Seelenhälften nicht möglich, das merkt man bald. Das mit den Tagen geht mal besser und mal schlechter, doch so lange die guten überwiegen, ist es in Ordnung, denke ich, und ich freue mich über jeden Tag, an dem es mir gut gelingt. Ich würde es keinem wünschen, aber auch mit keinem tauschen wollen. Manchmal denke ich über meinen Status nach und das liest sich dann wie eben beschrieben.

Vor allem im bevorstehenden Dezember wird mir jedes Jahr – und das waren schon einige – bewusst, was es für mich bedeutet, so zu leben. Gerade Advents- und Weihnachtszeit und Jahreswechsel – da tröste ich mich damit ein wenig, dass ich auch Familie habe und gute Freunde. Aber das ist eben nicht alles … Wenn ich das denke, tröste ich mich wiederum damit, dass viele zwar zusammen sind, aber wahrhaftig nicht glücklich sind.

Ein kleines Wunder gab es gestern. Einmal, dass ich ihm geschrieben habe – die Geschichte aus der Nachbarschaft, die mir nochmal deutlich vor Augen führt, was so eine Triangel-Geschichte für alle Beteiligten bedeutet, und dann, dass er darauf überhaupt geantwortet hat: „Oha, Glückwunsch“