Mittwoch, 1. April

Heute bin ich davon wach geworden, dass ich mich hab sagen hören: Ja, ist in Ordnung. Im Traum. Ich wüsste gerne, wozu ich Ja gesagt habe, kann mich aber nicht erinnern. Der Vorspann fehlt mir … und ist mir auch nicht wieder eingefallen.

Mittags war Tine Schwesterchen überraschend hier. Das war schön. Nur der Grund war weniger schön. Sie war heute zur Kontrolle beim Zahnarzt, nachdem er ihr gestern 4 Zähne gezogen hat! Jetzt hat sie oben ein künstliches Gebiss-Provisorium, bevor es eine Verbindung aus Brücke und Implantaten wird. Da bin ich ja noch gut dran mit nur einem Zahn und selbst da zähle ich schon die Tage, bis ich den Fremdkörper los werde im Mund, und die sind lang, wenn es sich um ein halbes Jahr handelt. Nie kam mir eine Zeitspanne so unendlich vor. Nicht mal die viel längeren Zeiten des Schweigens mit Maik.

Jetzt abends überlass ich mich dem gefühlvollsten Mond von allen – damit ist der Mond im Sternzeichen Krebs gemeint – weil ich merke, wie er mich wegspült. Ich seh unser erstes Treffen – wie ein Film, der am Ende des Lebens abläuft, wie gesagt wird. Wozu nur?

Halb 8 – jetzt läuten wieder für 5 Minuten die Glocken von beiden Kirchen, seit 2 Wochen schon …

Dienstag, 31. März

Es ist prächtigstes Winterwetter mit Sonnen-Topping …

Einkaufen, Lesen, 4 Stangen Rhabarber kochen, telefonieren mit Martina, das wars. Und Wäsche waschen und Blumen gießen, sagt der Mondkalender heute und für die nächsten 2 Tage. Mond im Krebs – in meinem Zeichen. Das bedeutet, Gefühlsschwankungen sind angesagt …

Wieder mehr selber kochen, als was Fertiges holen, hab ich beschlossen – wo denn auch? Es gibt zwar Fertiggerichte, aber Zeit hab ich ja genug. Ich guck aus familiären Gründen – Michael und family – vegane Koch- und Einkaufsvideos auf Youtube, mit Experimenten wie: Vegan für 15 oder 25 € Wocheneinkauf pro Person!

Ich hab allein heute 20 ausgegeben – und das reicht nur bis morgen. Doch es ist wieder Spaß, Abwechslung und Kreativität in der Küche …

Montag, 30. März

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Gar nichts tun, das ist die allerschwierigste Beschäftigung und zugleich diejenige, die am meisten Geist voraussetzt. Oscar Wilde

Wenn wir Schneeflöckchen, Weißröckchen den ganzen Winter nicht gesehen haben, dann heute Morgen … Weiße Gardinen vor meinen Dachfenstern und ein Teppich auf der Terrasse, und die unnatürlich stille Welt versinkt noch tiefer in ihr Schweigen.

Martina hat mir gestern eine WhatsApp zum aktuellen Thema geschickt – das ist das Wahrhaftigste, was ich bis jetzt dazu gesehen habe. Den Link wollte ich hier einfügen und teilen, was selten vorkommt, doch als ich dann gesehen habe, was einige Verfasser in ihren Kommentaren auf Youtube dazu von sich gegeben haben, verzichte ich darauf. Wer möchte, kann mal selber gucken: Ein Brief von Covid-19 Deutschsprachige Version/Danilo Calabrese/

Das sind 5 Gedenkminuten Besinnung …

Jontes erster Schnee … Abends hat mir Tamina ein Video geschickt, wie er staunend das weiße Wunder betrachtet. Ich hab mir gedacht, dass er so guckt. Hoffentlich seh ich ihn nochmal, war mein Gedanke. Aber wie steht heute im Kommentar? Resignation sollten wir nicht zulassen. Es ist so ein Abschiedsgefühl zur Zeit …

Sonntag, 29. März

Sonntagmorgen-Spaß früh um 6: Sabine hatte gestern Abend in ihren WhatsApp-Status geschrieben: Hallo, heute mal ein lustiges Spielchen, damit man auf andere Gedanken kommt. Finde heraus, welcher Song an Deinem 18. Geburtstag auf Platz 1 der Single-Charts in Deutschland war. Bei ihr war es Smokie mit Living next door to Alice. Das ist immer noch unverwüstbar.

Das hab ich gleich gemacht, als ich es heute früh gelesen hab, und Google bemüht. An meinem 18. Geburtstag war 8 Wochen lang auf Platz 1: Baccara – Yes Sir, I can Boogie

Ich erinner mich, ich hatte auch eine Single-Platte von ihnen. Auf dem Cover war eine rote Rose auf schwarzem Grund. Die Baccara-Rose war die Namensgeberin für die beiden spanischen Ladys, die zu der Zeit das weltweit erfolgreichste Gesangs-Duo waren, sagt Wikipedia. Ihr Hit Sorry, I’m a Lady war dann ab September für 7 Wochen auf Platz 1. Gefällt mir sogar noch besser.

So, und jetzt kommt der Spaß ins Spiel. Da guck ich doch auch mal bei Maik und da haben sich meine Mundwinkel bis zu den Ohren hochgezogen: Paul Young – Come back and stay

Danke Sabinchen!

 

Und weil so ein verregneter Sonntag ist, hab ich hier gleich noch die deutsche Übersetzung dazu. Ich hab mir lange gewünscht und gehofft, dass er mir das sagen kann …

Komm zurück und bleib

Seitdem du gegangen bist,
schließe ich meine Augen,
und stell mir vor, du wärst hier bei mir,
kommst du jemals zurück?
Ich werde nicht zufrieden sein, solange du nicht an meiner Seite bist,
warte nicht mehr länger…

Chorus:
Warum kommst du nicht zurück?
Bitte beeil dich, warum kommst du nicht zurück?

Bitte beeil dich,
komm zurück und bleib diesmal für immer,
komm zurück und bleib diesmal für immer.

Du sagtest auf Wiedersehen,
ich versuchte zu verbergen, was in mir vorging als du mich verließst,
du sagtest, du kämst wieder,
du sagtest, du wärst mein bis zum Ende aller Zeiten,
warte nicht mehr länger!

Chorus: Bitte beeil dich …

Seitdem du gegangen bist,
öffnete ich meine Augen und nehme wahr was uns verband,
kommst du jemals zurück?
Ich werde deine Meinung ändern müssen,
wenn du nicht meins bleibst,
lieb mich einfach für immer!
lieb mich für immer!

Chorus: Komm zurück und bleib diesmal für immer …

Verlass mich niemals!

Sonnabend, 28. März

Von Liebe hab ich da nicht viel gesehen. Sie war ein Geschäft, wie jedes andere. Langsam frag ich mich, wer ist die Dame Lady Love, Herzkönigin? Wobei noch zwischen Ehe, Liebe, Lust, Begehren und Leidenschaft zu unterscheiden ist, und da wird’s kompliziert. Ich glaub, man weiß es einfach.

Ich könnte mehr machen – mehr Stellung beziehen. Zu aktuellen Themen wie auch zu meiner Geschichte hier. Doch ich finde, dass ich überhaupt noch schreibe, ist Stellungnahme genug.

Beim Aufwachen hab ich heute gedacht, dass ich schon lange alleine frühstücke, mit seltenen Ausnahmen …

Doch jetzt erstmal Sabinchen gratulieren, sie ist das 2. Geburtstagskind heute. Da sie nicht hier in ihrer Ferienwohnung sein kann, will ich mich ans Wasser begeben und das Handy mitnehmen – für besondere Glückwünsche.

Das war ein kleines Wunder: Erst hab ich ein Video aufgenommen mit einer Möwe, die ihr auch gratulieren wollte. Das zweite kam dazu, als ein Stockenten-Paar angeschwommen kam, damit hatte ich schon mal die Wünsche für Zweisamkeit, und als ich gerade gehen wollte, ist wie aus dem Nichts ein Schwanen-Königspaar aufgetaucht – die Liebe, die geflügelte, auf dem Wasser, das für Gefühle steht. Damit war es sogar ein großes Wunder! Ich hab es vorher nicht gesehen. Dann hab ich ihr eine Sprachnachricht geschickt, dass das mein kleines Überraschungs-Geschenk für sie ist – einmal auf’s Wasser glotzen, wie sie immer so schön sagt 🙂

Freitag, 27. März

Frei und leicht – ich kann mich kaum erinnern, wann ich mich mal so gefühlt habe. In der Kindheit … Da muss erst sowas kommen, um sich in seinen Ursprungszustand zurückversetzt fühlen zu können. In die Kindheit, wo jeder Tag ein Anfang ist.

Morgen hat mein Tantchen 77. Geburtstag – da hat sie sich drauf gefreut, und nun wird die Feier auch verschoben. Das holen wir nach, hat sie gesagt.

Weg sind sie – die Täubchen vom Dach. Bestimmt haben sie gedacht, wenn ich sie nicht haben will, lassen sie sich da nieder, wo sie willkommen sind …

In der Apotheke hab ich vorhin eine Probe Dr. Hauschka und eine Packung Eierfarben als Zugabe bekommen. Ich hab schon einige Zeit bei EDK und Rossmann verbracht, ohne mich für die richtige entscheiden zu können. Das ist mir hiermit abgenommen. Dann hab ich meine schöne Seenrunde gedreht und mich gefreut, dass sie viel leichter geht mit neuem Fahrrad. Dann was essen – Ziegenkäse-Tortelloni mit Honig aus dem praktischen Kühlregal – und um 2 geht’s mit den Tudors weiter. König Henry geht seinem Ende entgegen, nicht ohne vorher noch seine 6. Frau zu ehelichen. Ehefrauen waren es 6 – Frauen noch unzählige andere.

Macht, Reichtum, Herrlichkeit, Krieg, Intrigen, Laster und Lust – und unvorstellbare Grausamkeit. Darum ging es während der Regentschaft Heinrich des VIII. und in allen Reichen und Imperien davor und danach – um Unsterblichkeit im Namen Gottes.

 

 

Donnerstag, 26. März

Gestern hat meine Tochter angerufen: Mutti, ich hab gehört, du nimmst Corona nicht ernst? Was heißt, ich nehm es nicht ernst? Ich wusste gleich, woher der Wind weht. Am Tag davor hatte ihre Schwiegermutter über WhatsApp gefragt, wie es mir geht … Antwort: Guten Morgen, Angelika! Danke, gut, bis auf dass mir der Hype mächtig auf den Kranz geht. Guti-Gutshaus hat auch geschlossen, d. h. erstmal Freizeit bis auf weiteres. Ich hoffe, ihr seid auch resistent und bleibt gesund und munter, liebe Grüße zu euch!

Ich hab Andrea gesagt, dass ich mich mehr an die Gegenstimmen mit gesundem Menschenverstand halte und nicht an die Massenmedien, die ich für Volksverdummung halte. Daraufhin hat sie mir einen Beitrag von Riff Reporter geschickt: Wodarg, Bhakdi und Co: Die Besserwisser in Zeiten der Corona. Mit dem Zusatz: Die Riff-Reporter haben den Grimme-Preis bekommen. Ich hab gleich gegooglet – Ja, haben sie – 2018. Meine Antwort:

Auch wenn Riff  Wissenschafts-Journalisten sind, sind es doch Reporter, und sie werden bezahlt. Sie verkaufen ihre Beiträge und es hat sich noch nie was gut verkauft, was gegen den Mainstream ist. Wobei ich nicht wüsste, was die anderen von ihren Beiträgen haben. Ich glaub nicht, dass sie es nötig haben, sich in ihrem Alter – über 70 – wichtig zu tun. Da fällt mir das Motto meines geschiedenen Ehemanns ein: Wem nützt es? Also, welche Lobby steckt dahinter …

Mittwoch, 25. März

Das scheinen Spar-Wochen zu sein. Als wenn das Universum, wenn sich das Einkommen verringert, auch die Ausgaben kürzen will, um somit das Defizit auszugleichen. Mein Hauswein kostet bei EDK diese Woche nur die Hälfte im Angebot. Das ist mein einziger Hamsterkauf – ich hab gleich 10 Kartons bestellt, und hoffe, dass sie heute, wie versprochen, kommen. Meine Hyaluronic-Gesichtscreme ist bei Calu mit 6 Euro weniger im Angebot und Super liegt unter 1,20 hab ich gestern gesehen, als ich von Dana aus ihrer Podologie-Praxis zurückgekommen bin, wo ich den ganzen Nachmittag verbracht hab. Da war ne Stimmung! Allein gestern 6 Ausfälle – durch Absagen oder Nichterscheinen. Die wissen wohl nicht, dass sie zum medizinischen Bereich gehört, der weiterarbeiten darf und nicht zur kosmetischen Fußpflege – und bleiben einfach weg.

Das runtergefahrene Leben tut mir sehr gut. Ich komm zur Ruhe. Mir ist, als wenn das der Normalzustand wäre – das andere war alles too much. Mir tut auch nichts mehr weh – ich arbeite ja auch nicht mehr körperlich-anstrengend – und das fehlt mir überhaupt nicht …

Und überhaupt fehlt mir überhaupt nichts – ich bin zufrieden. Jetzt kann von mir aus kommen, was will – ich bin mit allem einverstanden.

So still war es noch nie. Es ist aber nicht die Stille eines Sommer-Sonntagnachmittags, in der nur das Summen der Insekten im Garten zu hören ist, sondern eine, in der etwas unsichtbar gewebt wird …

Dienstag, 24. März

Das Turteltauben-Ehepaar hat sich wieder genau in mein Blickfeld gepflanzt – auf den Schornstein auf dem gegenüberliegenden Dach der Terrasse, und demonstriert mir sein üppiges Liebesleben – Balzen, Schnäbeln, für Nachwuchs sorgen oder nur einträchtig nebeneinander in der Sonne sitzen, stundenlang.  Im vorigen Jahr konnte ich es kaum mit ansehen, diesmal nehm ich es ohne Regung wahr und möglicherweise kann ich mich im nächsten Jahr sogar darüber freuen.

Und, langweilst du dich auch nicht hier, Maik?, hab ich gestern gefragt, als ich von meinem Kurzausflug in die Stadt wieder reingekommen bin. Keine Angst, das ist nicht pathologisch. Da ich ihn ständig wahrnehme und fühle, wird er schon in irgendeiner Form hier anwesend sein …

Die Präsenz ist wieder stark angestiegen, während Corona umgeht – das sagen die anderen auch in ihren Kommentaren auf den Youtube-Seelenpartner-Kanälen. Und das sind Tausende. Allein Heart and Soul Readings hat schon 22000 Abonnenten!

Sehr unterhaltsam!, steht heute im Kommentar eines Lesers mit Vornamen meines Sohnes. Meine Antwort sieht man – nicht sehr geistreich, dafür ein breites Lächeln.

Montag, 23. März

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen. Anthony de Mello

Und da gerade jetzt Geduld gefragt ist, gleich noch einer – doppelte Dosis:

Geduld ist die Gabe, dem Glück so lange die Tür aufzuhalten, bis es eintritt.

Heute hatte ich den Impuls, nach langer Zeit mal wieder eine Karte zu ziehen – aus dem Deck mit Engeln auf Gemälden Alter Meister. Nr. 15 – Grenzerfahrung. Darauf ist – wie es passt zu dieser Zeit – ein schwarzer Engel. Auf den ersten Blick, bei genauem Hinsehen ist es ein tiefes Dunkelgrün. Die zweite, die sich gezeigt hat, war Gnade. Die 3. – Einzigartigkeit.

Ich denke, es wird der Tag kommen, an dem wir sagen werden: Das war das Beste, was uns passieren konnte …