Heute ist Freitag, der 29. November

Gleich heute früh hab ich mal eine Karte aus Amors Botschaften gezogen. Kaum, dass ich angefangen hatte zu mischen, hüppte diese hoch: Seelenpartner – Dein Seelenpartner ist im Geiste bereits bei dir. Glaube daran! Ich hatte gedacht, dass es vielleicht diese wird, aber das sind 44 Karten in Herzform und es hätte auch jede andere sein können …

An der Unterseite des Decks lag: Tief in deinem Herzen kennst du bereits die Antwort. Tu das, was für dich richtig ist.

Witzig ist dabei, ich wollte erst das Seelenpartner-Orakel nehmen, hab mich dann aber für Amor entschieden und siehe da … er präsentiert mir doch den Seelenpartner! Heute, wo er Geburtstag hat! Nicht Amor, sondern Maik.

Heute ist Donnerstag, der 28. November

N o v e m b e r – eine Freundschaft wird das nicht, maximal Frieden mit ihm schließen und friedliche Koexistenz. Der gemalte Himmel gestern morgen war nur ein kurz gewährter Moment für die Dauer eines Augenaufschlags. Abends wurde es klarer, mit Sternen am Himmel, die ich, glaube ich, den ganzen Monat nicht gesehen habe. Um 11 bin ich nachher bei Dana zur Weihnachts-Fußpflege. Ich hab einen weiß-goldenen Lindt-Adventskalender gekauft und am späten Nachmittag Käse-Lauch-Suppe gekocht zum Mitnehmen.

Heute früh war er noch schöner als Aquarell – für den Moment …

Morgen kommt Silvi bis Sonnabend. Sie wollte eigentlich voriges Wochenende kommen, hat dann aber gefragt, ob wir es auf den 29. November verschieben können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Mittwoch, der 27. November

Liebe ist, wie sie ist, und nicht wie die Vorstellung davon, wie sie zu sein hat.

Gestern war Christine überraschend hier, nachdem wir uns länger nicht gesehen haben. Sie hat erzählt, sie wollte neulich mit Rainer reden und er hat gesagt: In der Frauenkirche in Dresden wurde eingebrochen … Ich musste lachen. Er ist auch Schütze – das hätte auch von Maik sein können.

So ein Zufall, abends hat mir dann auch ihre Mutter noch auf WhatsApp geschrieben.

Seit gestern hab ich das Gefühl, ich hab ein neues Auto. Dass es so gut wird, hätte ich nicht gedacht! Wenn ich den Preis durch 13 teile, sind es nur 21,50 pro Jahr – das relativiert sich dann wieder. Das war eine gute Investition in meine Mobilität.

Nachmittags war ich bei Christa eingeladen, um ihre Adventsausstellung zu bewundern. Ich bekomm jetzt Inkontinenzeinlagen auf Rezept, die kannst du dir auch verschreiben lassen, hat sie gesagt. Nee, nee, nee … Oh Gott, Hilfe!

Als ich heute die Augen aufgeklappt hab, war ein Wolkengemälde im Fenster-Rahmen zu sehen mit schönen Kontrasten aus Farbe und Licht. Das hebt gleich die Stimmung nach den grauen Tagen. Mein schönes Himmelreich hier oben …

Heute ist Dienstag, der 26. November

Gestern hab ich mein Auto zur Innenraumreinigung gebracht, so hatte ich es vor. Er hat mich aber überzeugt, dass eine Komplettreinigung mit Lackpolitur angebracht ist – also innen und außen. Das sieht dann aus wie der, hat er gesagt und auf einen Mittelklassewagen gezeigt, der gerade vom Hof rollte. Wir bereiten die Fahrzeuge auf, danach können sie es verkaufen. Ich will es nicht verkaufen, hab ich gedacht, sondern damit fahren und ich will kein neues Auto, sondern ein sauberes. Schamponieren der Sitze kostet extra! Da bin ich ja von aus gegangen, dass das inklusive ist und dass 150 Eus nicht für Staubsaugen sind. Also die Sitze, Lack, Motor-Innenraum und noch neue Fußmatten und schon sind wir fast beim doppelten Preis. So geht ein gut Teil meines Weihnachtsgeldes dahin, für einen guten Zweck. Das hat es sich verdient für 13 Jahre treue Dienste und 100000 km.

Das ist aber noch nicht alles – es folgen noch TÜV, AU und Durchsicht im Januar. Bei solchen Anlässen denk ich immer, ich hab ein Einkommen, nein, ich hab 2, doch beide zusammen ergeben soviel wie ein durchschnittliches. Ich meine, ich bin Alleinverdiener. Ein schönes Kleid für Weihnachten und Guti-Gutshaus-Silvester hab ich mir auch noch bestellt – Farbe Rote Bete/Pink, bei meinem englischen Versand Boden.direct. Auch mit Rabatt-Aktion ist es immer noch 3mal soviel wie hier auf dem Markt gekauft,  aber auch 3mal schöner …

Heute ist Montag, der 25. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Was machen Sie? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen. Rahel Varnhagen

Google: Rahel Varnhagen von Ense, 1771 bis 1833, war eine deutsche Schriftstellerin und Salonnière jüdischer Abstammung. Da hab ich nachgeguckt, das wusste ich nicht. Noch nie gehört. Die meisten Verfasser der Zitate im Kalender kenne ich.

Gestern Abend hat auch das Leben auf mich geregnet, durchs Telefon. Michael hat angerufen und Jonte hat die ganze Zeit gekräht, quicklebendig und munter, abends um 9. Sonst hab ich auch Hintergrundgeräusche von ihm gehört, aber gestern war Michael das Hintergrundgeräusch. Das war eine Freude und Überraschung. Wir freuen uns schon sehr auf Weihnachten. Dann ist er das erste Mal hier bei mir …

Heute ist Sonntag, der 24. November

Noch ein Monat bis Heiligabend. Ich dekorier schon jeden Tag was Schönes für drinnen und draußen. Heute die zweite Adventsausstellung in der Gärtnerei Bergmann hier. Ich wollte mir schon eine Zuckerhut-Fichte im Topf bei Amaz bestellen, guck aber erstmal hier. Die Jahre zuvor hab ich mich nicht viel um Weihnachten geschert. Mein Fokus war darauf gerichtet, wer an den Feiertagen nicht bei mir ist – dieses Jahr ist es umgekehrt und so herrscht nicht trübe Stimmung, sondern festliche …

Als ich gestern beim Adventsmarkt mal zum Rauchen rausgegangen bin, hab ich meinen Blick in die Runde schweifen lassen und – er blieb an den Scheiben des gegenüberliegenden Gewächshauses hängen: Dort war eine Stoffbahn zweimal lose über eine Stange geworfen … Erst wollte ich es nicht fotografieren, aber ich musste lächeln und hab’s dann doch getan. Was da hing, war auf den ersten Blick nur Stoff, und auf den zweiten ein großes rotes Weihnachts-M … Auch wenn es ein zufälliges Arrangement war, gefreut hab ich mich trotzdem, es war irgendwie schön …

Heute ist Sonnabend, der 23. November

Feierabend um 11 – jetzt ist es nach 12. Morgen hab ich Anna hier, hat Anja gesagt, und: Mit Anna kann ich nicht so. Glaub ich, wir sind schon ein gutes Team, sie und ich, und es war eine schön entspannte Spätschicht. Früh um 10 fahr ich mit Aniko und Sigi zum Gartenmarkt nach Teterow zur Advents-Ausstellung. Das hat Aniko, unsere Floristin, angeregt. Da find ich sicher was für unsere Familien-Weihnachtsfeier.

Was wär, wenn der richtige Maik vor der Tür gestanden hätte? Darüber will ich gar nicht nachdenken nach Mitternacht, weil a) zu spät und b) sehr unwahrscheinlich. Allen eine gute Nacht, die mich aus irgendeinem Grund hier begleiten. Jeder sucht die Liebe seines Lebens …

Mein Trinkgeld gestern hab ich heute gleich in einen fertig ausstaffierten Adventskranz umgesetzt. Allerdings hier unten auf dem Markt, bevor wir losgefahren sind. Ich hab mir schon gedacht, dass sie im Advents-Gartenmarkt deutlich teurer sind. Und war auch so – das Dreifache. Es war aber sehr schön, und was sie da auf die Beine stellen, kann sich sehen lassen, an Fläche und an Vielfalt! Auch kulinarisch gut und ausreichend: Glühwein Bio, Bratwurst richtig lecker, und für den süßen Gaumen Mutzen sowie Kuchen ohne Ende.  Wir haben schöne alberne Fotos gemacht und hatten viel Spaß und einen schönen Vormittag! Martina wird übel, wenn sie Bratwurst liest – aber ist ja nur mal ’ne Ausnahme!

Heute ist Freitag, der 22. November

In unserer WhatsApp-Gruppe hat meine Schwester Birgit gestern geschrieben: Ich mach mich jetzt hübsch und fahr in die Stadt. Ich wünsch euch einen wundervollen Tag! Also mir und meiner Schwester Tine. Das war gegen 10, da lag ich noch genüsslich im Bett und hab geantwortet: Hübsch machen und in die Stadt – das ist eine gute Idee und ein Grund, mich zu erheben. Wenn du Zeit und Lust hast, können wir uns auf einen Kaffee oder Tee treffen. Rückmeldung: Ich will nur Kontoauszüge holen und dann an meinen Schreibtisch, der voll Arbeit auf mich wartet. Mein Energielevel ist gerade bei 3. Wenn ich mich verbummele wird das nichts. Ein andermal gerne.

Das war ein Grund, ihr eine Sprachnachricht zu schicken: Das kann sich auf dreieinhalb erhöhen, wenn der wundervolle Tag außer Nebelsuppe auch noch ein Viertelstündchen gemeinsame Zeit zulässt. Der Schreibtisch läuft nicht weg, wir haben einen schönen Moment geteilt und danach geht es gleich viel besser mit der Arbeit! Dann sie: Mal gucken, ich fahr jetzt los. Nach einer halben Stunde: Wo finde ich dich? – Vor Rossmann! Dann haben wir uns, sie mit einer heißen Schokolade und ich mit einem Tee Earl Grey, in die überdachte Zweierloge außen beim Bäcker gesetzt, schön erzählt und gelacht und gleich war der Nebeltag nicht mehr ganz so grau.

Nicht andermal, irgendwann – heute leben wir hier, und jetzt …

Eben, 10 vor halb 10, hat es geklingelt und Maik stand vor meiner Tür … Der von Jannys Eis. „Kann ich bei dir mal das Schloss ausmessen? Die haben doch im April bei uns eingebrochen, und jetzt bekommt unser Haus eine neue Schließanlage.“ Na, dann mach mal! Ich finde, das ist doch eine hübsche Erwähnung wert, am 22.11. … Zu dem Datum und dem Maik schickt Petrus schönes Wetter um 11:00 Uhr!

Heute ist Donnerstag, der 21. November

Noch 10 Tage, dann bin ich durch durch den Toten-Monat mit Nieselregen, Nebel, Grau in Grau. Diese Begeisterung für den Monat November teile ich mit Lars. Lieber klar, Sonne, Frost, sagt er … Und meinetwegen auch Schnee, ergänze ich. Im Dezember wird es nicht schlagartig anders und zwischen Sonnenauf- und -untergang liegen auch nur 8 Stunden, aber da leuchtet zusätzlich noch das Licht von Advent und Weihnachten plus Silvesterfeuerwerk …

Gestern hab ich Mandy kennengelernt. Das war eine herzliche Begegnung auf gleicher Wellenlänge. Sie war mit Lars auf der Terrasse rauchen und er hat sie mir so vorgestellt: Das wäre deine Nachbarin geworden … Doch sie hat die Wohnung wegen fehlender Sicherheiten nicht bekommen. Sie hatte gerade einen Job angefangen und konnte keine 3 Einkommensnachweise vorlegen. So bin ich zu Lars als Nachbar gekommen. Sie ist wie er Anfang 40, Bankangestellte, und träumt von einer Ausbildung als Musik-Therapeutin. Doch man muss auch davon leben können, meint sie. Ich hatte ihr gesagt, dass ich Psychologische Beraterin bin und mir damit einen Traum erfüllt habe. Die Ausbildungskosten sind in etwa gleich. Die Beratungen sind keine Kassen-Leistung – aber ich muss auch nicht davon leben – anders als sie.

Deine Wohnung ist ja auch süß, hat sie gesagt – hat sie durch die Scheibe gesehen – am liebsten würde ich mir die mal angucken. Beim nächsten Mal – wir wollten los, um mit Lars seine Ebay-Kleinanzeigen-Teppiche abzuholen.

Heute ist Mittwoch, der 20. November

Heute morgen fand ich eine E-Mail im Postfach von einer lieben Leserin, die mich schon lange begleitet. Bevor ich ihr ausführlich antworte, möchte ich hier mal was dazu sagen:

Es ist gewollt, dass diese Paare zusammenkommen – von Oben, Gott, dem Universum, der Geistigen Welt, den Engeln, dem Schicksal – hier kann jeder das Wort einsetzen, mit dem er was anfangen kann – richtig zusammenkommen – nicht in Hotelzimmern, als Affäre, Freundschaft, Irgendwas …

Affäre hat sich totgelaufen bei mir, auch wenn es eine Langzeit-Affäre war. Es konnte auch nicht anders sein – das wäre nicht zeitlebens so weitergegangen. Das ist nicht der göttliche Plan, auch wenn es damit angefangen hat. Das war nur die Initial-Zündung.

Spirituell gesehen, gibt es keine Zufälle im Leben. Es hat alles einen tieferen Sinn – oder einen höheren, wenn man so will. Ich will nicht immer die abgenutzte Formel Zufall ist das Fällige, das einem zufällt bemühen, aber es ist so. Nichts geschieht ohne Grund. Was hat sich wohl die Geistige Welt dabei gedacht, als sie es eingefädelt hat mit uns – über eine Kontaktanzeige? Wahrscheinlich hat sie gedacht, dass er auf Sex am meisten abfährt … Geniale Idee. Bis er gemerkt hat, woher der Wind weht – und ganz schnell die Richtung gewechselt hat. Weitere Ideen und Aktivitäten von oben sind seitdem nicht zu verzeichnen – jedenfalls keine sichtbaren.

Ich lass es laufen, wie es läuft …