Heute ist Montag, der 9. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt, sondern in dem, was man gibt. Chrysostomos

An einem kahlen Zweig im Schnee hängen 7 rote Herzen – das ist das Bild dazu.

Hab ich es nicht grade gesagt?, bei Anikos Karten als verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Ich hab mich gefreut, dass sie sich gefreut hat.

Dieses Jahr bin ich Weihnachten mal die Gastgeberin und freu mich …

Wie süüüüüß, der kleine Puschel!, schreibt grade meine ehemalige Kollegin, die mein Profilbild mit meinem Enkelsöhnchen im Arm entdeckt hat. Wir sind sporadisch in Kontakt und zu Geburtstagen und Feiertagen und einmal war sie hier zur Kur nach Krebsdiagnose. Und was machst Du so?, fragt sie weiter. Läuft alles? Große Liebe schon in Sicht? Meine große Liebe ist Tag und Nacht bei mir, gefühlt … Sie kennt die Geschichte schon aus den Anfangszeiten, als wir noch Kolleginnen waren.

Ist Maik immer noch bei dir?, fragt sie. Yes, schon länger kein Kontakt mehr, aber gefühlt immer da … Schwer verständlich für den Normal-Sterblichen, mich eingeschlossen.

Schon länger kein Kontakt mehr, ist stark untertrieben, aber da ich ihn immer fühle, kommt es mir nicht so lange vor. Damit ist auch der Schlusspunkt vor über einem Jahr nicht das, was ich mir davon versprochen habe. Doch das Schlimmste ist jetzt endlich geschafft und ich geh meinen Weg weiter. 2020 beginnt ein neues Jahrzehnt!

Heute ist Sonntag, der 8. Dezember

Christa hat gestern ein großes Paket gewonnen im Adventskalender von Edeka: Eine Playmobil-Polizeistation – hat aber keine Enkelkinder! Ihr Schwiegersohn hat Neffen, das wird er schon irgendwo unterbringen, meint sie.

Nach Müritzhof war Aniko noch hier. Ich hab Tee Rooibos-Orange gekocht und sie hat es sich auf der Couch gemütlich gemacht. Sie hatte die Woche Urlaub und hat hier jeden Tag eine von meinen Kipper-Karten gezogen. Die gefallen ihr sehr gut und sie wollte sie sich auch bestellen. Die sind aber vergriffen und erst ab Februar wieder verfügbar. Damit sie nicht so lange warten muss, hab ich ihr ein anderes, auch sehr schönes Deck davon bestellt, das kam gestern. Da hab ich Weihnachten einfach vorgezogen und hab sie ihr geschenkt. Sie hat sich sehr gefreut über die Überraschung und sich zigmal bedankt. Das ist doch der Sinn des Schenkens, anderen eine Freude zu machen …

Ich hab mir auch welche mitbestellt – Zigeunerkarten. Da fielen gleich 4 raus: Richter – Verlust, Geliebte, Brief. Der Richter zuerst – steht für Rechtsssprechung und Gerechtigkeit.

Heute ist Sonnabend, der 7. Dezember

Ruhig und beschaulich ist es hier. Man lebt eingebettet in eine schöne Gemeinschaft und wird ständig mit dem neuesten Geschehen versorgt, mündlich. Man braucht keine Nachrichten und keine Zeitung. Ob auf dem Hof – da liegt die Rückseite der Geschäfte vom Markt wie Jannys Eis und Spielzeugladen Schaukelpferd, wo die Mitarbeiter ihr Zigaretten-Pläuschchen abhalten, bei Edeka, wo die Kunden wie eine große Familie sind, oder an der U-Nautic-Straßenverkauf-Bude ab Dezember bis Februar, wo es außer flüssigen Prozenten in Form von Glühwein auch festes Essen gibt, fein selbst gekochte Hausmannskost. Dieses Jahr haben sie ein neues Haus aufgestellt, wobei neu außer größer auch höher bedeutet, wahrscheinlich wegen Raik, dem Betreiber mit stattlicher Körpergröße.

Das ist wie in der offenen Psychiatrie hier, wo die Leute zwar auch sterben, aber bestimmt nicht an Vereinsamung. Man kann sich eine Weile zurückziehen, das wird einem zugestanden, aber wenn es der Haus- und Hofgesellschaft ihrer Ansicht nach zu lange dauert, wird man mit Angeboten und Kontakten sanft aber konsequent aufgefordert, wieder an der Gruppentherapie teilzunehmen.

Beispiel:  Heute ist Adventsmarkt in Müritzhof, sehr schön im Nationalpark gelegen, mit dem Auto nicht zu erreichen, weil Zufahrt für KFZ gesperrt, also Shuttle-Verkehr ab Parkplatz Dammfeld. Die lassen sich da immer schön was einfallen und es ist was Besonderes, allein schon durch die Lage. Aniko hat mich so lange bearbeitet, bis ich mitkomme …

Heute ist Freitag, der 6. Dezember

Den Spruch hab ich heute morgen im WhatsApp-Status von Sabinchen Sonnig gesehen:

So many people are in love, but not together, and so many people are together, but not in love. 

Das ist mal einer, den ich für Wert halte, hier wiedergegeben zu werden. Er passt zum Blog-Thema.

Das war ein schöner Back-Nachmittag gestern mit Martina. Ohne ihre Hilfe wär das nichts geworden. Auch, wenn die Plätzchen mit den klangvollen Namen am Ende ganz anders aussahen als auf dem Foto – ist das Ergebnis sogar noch schöner anzusehen. Sie hatte Zweifel, ob sie sich bis Weihnachten halten, wegen Cremefüllung. Ach klar, wir energetisieren sie mit MHD! Jetzt stehen sie im Kühlhaus Dachterrasse …

Heute ist Donnerstag, der 5. Dezember

8 Jahre bin ich jetzt an dieser Adresse und kein Ende abzusehen. So alle acht, neun Jahre gab es bisher immer eine Veränderung bei mir, räumlich. Einen Umzug … Dazu passt der Traum. Hier hab ich das Gefühl, das bleibt jetzt so. Kein Anlass für Fortbewegung.

Nur einmal im Monat nach Rostock – Nageltante, Martina und manchmal meine Kinder. Heute auch, Weihnachtskekse backen: Pistazien-Prosecco-Taler und Cassis-Ganache-Plätzchen – mit Martinas Hilfe!

Heute ist Mittwoch, der 4. Dezember

Das Wetter verlangt einem wieder Alles ab an Hoffnung, Mut und Zuversicht. Als wenn mir der November sagen will: Wenn du mich nicht magst, hast du mich gleich noch ein paar Tage länger …

Das hab ich gestern zu Carmen Sternchen am Telefon gesagt, als wir unser für heute geplantes Treffen am Glühweinstand Hafen auf nächste Woche verlegt haben. Darüber klagen alle, wo man hinhört, über die wochenlange Schlechtwetterlage, die auf’s Gemüt schlägt. Auch die Frau von Medicare, Strumpfhose, hat schon depressive Verstimmungen, wie sie sagt. Und viele plagen sich mit resistenten Erkältungen, wie ich auch 4 Wochen lang. Reicht mal …

Vorhin bin ich, nachts um 3, aus einem Traum aufgewacht mit vielen Umzügen, Autofahrten und Hin und Her, als ich gesagt habe: Und das Leben vergeht dabei, Maik … Er war mal da und mal weg und es ging immer irgendwie nicht. Immer war was anderes wichtiger.

Wie finde ich meinen Seelenpartner? Gar nicht, das ist eine amerikanische Erfindung. Es gibt nicht den Richtigen, die Richtige – sagt Sadhguru in einem Video auf Youtube, das ich  gestern Abend gesehen habe. Er ist ein indischer Yogi, Mystiker und Visionär – und negiert Begriffe wie Gott und Schicksal. Schicksal führen viele als Grund für Versagen an und dein Leben liegt nicht in der Hand eines Gottes, sondern in deiner eigenen, behauptet er. Merkwürdig, finde ich, ein Yogi ohne Religion.

Heute ist Dienstag, der 3. Dezember

Als ich eben aufgestanden bin zum Morgenkaffee 04:30, waren 7 WhatsApps da: 6 Fotos und 1 Video von Jonte. Das versprochene Ich bin 4 Monate alt Foto haben sie nicht geschafft, das wird heute nachgereicht, dafür gab es gestern die erste testweise Kürbisbreifütterung. Jonti war semi-begeistert, schreibt Michael. Ha, ha, das ist unschwer zu erkennen! Das liegt daran, dass er meine Kürbissuppe noch nicht gekostet hat. Ich weiß nicht, ob ich ihnen das schreibe … Die Bilder jedenfalls sind köstlich!

Es gibt bis jetzt 2, nein 3 Arten von ihm, sich der Welt zu zeigen, die ich meistens nur auf den Fotos sehe. Die erste ist die teilnehmende, entdeckende, interessierte, agile – wie bei allen Babys.  Die zweite ist die introvertierte, die mindestens die Hälfte ausmacht, wenn nicht mehr. Er guckt mit Tunnelblick auf einen Punkt, ungefähr eine Armlänge vor ihm, den nur er ausmachen kann. Wenn ich das sehe, denke ich, er überlegt, wie es sein kann, dass er von dort, wo er war, hierher gekommen ist, wo er jetzt ist. So auch auf dem Profilbild mit mir.

Die dritte ist schlafend mit so entzückenden Gesichtszügen, dass man meinen könnte, er liegt noch in seinem Himmelbett

Heute hab ich die Kompressions-Strumpfhose abgeholt. Sieht gut aus, Blaubeer-blau, und fühlt sich gut an, wenn man denn erst mal drin ist. Soll auch schöne Beine machen, als wenn wir die nicht schon hätten …

Heute ist Montag, der 2. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. Hans Christian Andersen

Alle Märchen haben ein Happy End, alle … Alle Leben auch?

Mei, ist der kleine Bub goldig, schaut sehr kritisch und schon wissend in die Welt, hat Sabinchen zum Profilfoto geschrieben. Wissend ja, aber wenn er kritisch guckt, guckt er so: Und ich hab ihr ein Bild geschickt, auf dem er stirnrunzelnd seine Mutter ansieht.

Kommen und Gehen – das ist Leben – und die Spanne dazwischen, die wir hierher abgesandt sind, kürzer oder länger. Und das ewige Leben? Gibt’s das auch? Das hängt davon ab, ob man eine Religion in sich verankert hat. Das sind meine einfachen Antworten auf komplexe Fragen …

Das Kalenderbild zum Spruch zeigt ein Polarlicht über einem Fjord – in dem magischen Grünton, in dem auch manchmal mein Kirchturm abends leuchtet. Auch, wenn das kein Werk der Schöpfung, sondern des hiesigen Stromanbieters ist, sieht es märchenhaft schön aus, wie ich schon öfter geschrieben habe. Egal ob Grün, Gold, Violett, Purpur – ihm stehen alle Farben …

Heute ist Sonntag, der 1. Dezember

Als ich Silvia gestern zum Auto gebracht hab, stand an der Kirche, dass dieses Wochenende Adventsmarkt von St. Marien ist. Das ist gleich neben dem Parkplatz, da können wir auch nochmal hingehen, hab ich vorgeschlagen. Da will ich auch hin, hat eine Frau gesagt, die uns entgegenkam. Sie ging aber in die entgegengesetzte Richtung. Das ist in der Unterwallstraße … ich hab ihr den Weg erklärt. Dann ging sie hinter uns, bog aber in die nächste Seitengasse ab. Nein, nicht da lang, immer uns nach, wir wollen da auch hin. Sie hat uns eine schöne Adventszeit gewünscht und sich für den Weg bedankt: Engel sind überall, auch wenn man sie nicht sieht …

Gestern hab ich auf Sigis Frage, was ich heute mache, geantwortet: Ausschlafen und ruhigen 1. Advent, nach 2 Tagen schöner Stunden mit Silvi und danach noch mit Aniko beim Adventsmarkt, sehr stimmungsvoll mit Feuerschalen, vielen Kerzengläsern in Butterbrotpapiertüten und allem drum und dran. Heute Vormittag hab ich in mühevoller Kleinarbeit meine Zuckerstangen-Schlitten zusammengefriemelt. Dazu braucht man eigentlich 4 Hände …

Vorhin hat mir meine Tochter geschrieben: Ey Mutti, Hammer Profilfoto! Ja, es ist das schönste Foto von mir und Jonte. Ich hab ihr geantwortet: Das sind 60 Jahre Altersunterschied, ich hab es trotz Falten veröffentlicht. Sie: Gegen Falten kann man was machen. Ich: Temporär, nicht grundsätzlich …

Der Zenit ist überschritten, so hab ich vorher nicht gedacht.

Heute ist Sonnabend, der 30. November

Das war schön mit Silvia, gestern und heute. Sie kam aber total erkältet hier an und ich hab gedacht, hoffentlich steck ich mich nicht gleich wieder an. Wir waren Frühstücken und Einkaufen – nur Lichterketten, Adventskranz, Geschenkband und -Papier und dann an der Müritz am Hafen bei schönstem Sonnenschein – sie Kinderpunsch, ich Glühwein Rosé und ein schönes Erinnerungs-Foto, das eine freundliche Passantin für uns aufgenommen hat. Am Glühweinstand war eine Tombola vom Lions Club zugunsten der Waldorfschule. Komm Silvi, ein Los nehmen wir jeder! In ihrem stand: Pech im Spiel, Glück in der Liebe! Mein Gewinn auf Los Nr. 82 war eine Piccolo-Flasche Rotkäppchen Rosé – ganz passend zum Glühwein! Wir haben schön gelacht …

Der Himmel voll Sterne und der Kirchturm ist purpurrot beleuchtet – märchenhaft!