Heute ist Freitag, der 15. März

Meine Massage bei Tam hab ich schon die 2. Woche verschoben. Erst war ich krank, dann war er krank und im Krankenhaus. Man kann andere nur soweit heilen, wie man selber heil ist. Das bringt nichts, wenn ich jetzt zu ihm gehe, obwohl ich es dringend brauche. Sturm, Kälte und Regen seit 10 Tagen stecken mir im Körper und so fühl ich mich auch. Außerdem sind wieder – wie schon im Februar – 10 Portaltage am Stück, vom 8. – 17. März, also noch bis Sonntag. Manche merken gar nichts davon, ich fühl mich müde und zerschlagen und könnte nur schlafen.

Außerdem hat er, als ich letzten Monat Fußreflexzonen-Massage hatte, seinen von seiner 4-wöchigen Thailand-Reise über Weihnachten mitgebrachten Liebeskummer vor meinen Füßen ausgeschüttet. Ein 23-jähriger blondgefärbter Landsmannoder besser gesagt Junge. Tam wird 43! Er hat mir sein Foto gezeigt, mit der Frage: Der ist süß, nicht? Ihm zuliebe hab ich ja gesagt, gedacht hab ich Himmel Herrgott … Es kommt noch besser: Er hat einen Kredit aufgenommen, damit der Knabe dort ein Restaurant eröffnen kann. Das hat er mir alles mit Tränen in den Augen gebeichtet. Er läuft ihm hinterher und der andere lässt ihn am ausgestreckten Arm verhungern. Ich hab ihm einen mitfühlenden, aber intensiven Vortrag über Selbstwertschätzung gehalten. „Du bist stark“, hat er gesagt. Das bin ich erst geworden … Diesmal hätte er mich bezahlen müssen, statt ich ihn.

 

 

Heute ist Donnerstag, der 14. März

Unsere Nachbarschaft mit 18 Jahren Altersunterschied läuft langsam an. Er kommt nicht mehr auf die Terrasse, hab ich gestern zu Christine gesagt. Ach, er muss sich erst an dich gewöhnen, meint sie, das wird schon. Und als ob er das gehört hätte, hatten wir gestern Abend wieder ein Gespräch draußen. Ich hab gesehen, wie er seine frisch gestrichene Wand begutachtet hat. Für mich sah sie gut aus, er war nicht ganz zufrieden damit: Ich überleg, ob ich Perfektionist sein will, oder ob ich es so lasse. Lass es so …

Lustig – Als wir zusammen Gardinen kaufen waren, hat ihm eine gefallen, mir die andere. Na, dann nehmen wir die, hat die Verkäuferin gesagt, und auf meine gezeigt. Na, das ist seine Wohnung! Ach so …

Mein neuer Mitwirkender im Blog gefällt mir. Er ist etwas größer als ich, dunkelhaarig, schlank, Brille. Sieht gut aus. Na, das ist doch die beste Voraussetzung, hat Manuel gesagt. Die beste Voraussetzung wofür? Er könnte vom Alter her mein Sohn sein … Du sagst doch immer, Alter spielt keine Rolle, hat er als Gegen-Argument angeführt. Stimmt. Als ich das mit dem Altersunterschied zu Christine gesagt habe, hab ich nicht daran gedacht, dass Rainer, mit dem sie jetzt zusammen lebt, 28 Jahre älter ist. Und das ist Partnerschaft, wir sind nur Nachbarn … obwohl alle im Haus hoffen und wünschen, dass es mehr wird.

Heute ist Mittwoch, der 13. März

Er ist auch ein Kopfmensch, Lars. Voll Ratio. Mit meinem Spirit und meinen feinen Schwingungen für Dazwischen kann er nichts anfangen. Unterschiede statt Gemeinsamkeiten, bestenfalls Ergänzungen. Somit wird es eine nüchterne Nachbarschaft. Unsere Gespräche haben sich schnell erschöpft und laufen auf Small Talk hinaus …

Sonntag wird Bjarne 4. Ich hab überlegt, was ich ihm diesmal schenke. Er bekommt von mir immer altes Spielzeug, das ich davor bewahren möchte, in Vergessenheit zu geraten. Einmal war es ein Kreisel, zum 3. Geburtstag ein Kaleidoskop oder auch schon mal Murmeln oder auch ein Prisma, durch das man die Welt vielfach sieht, mit den Augen eines Insekts. Hm – und diesmal? Mein Blick fällt auf meinen Wohnzimmertisch … ja, ich kaufe ihm Karten. Kein Tarot, aber im Schaukelpferd, im Spielzeugladen unten, haben sie eine gute Auswahl an Quartett-Spielen, früher auch Schwarzer Peter genannt. Ich geh nach dem Frühstück gleich mal runter und such ein schönes für ihn aus …

Wenn ich reinkomme, begrüßen sie mich immer mit: Na, brauchst du wieder Briefmarken? Die kauf ich nämlich meistens auch da, wenn ich mal Post zu verschicken habe.

Eben, um 8:00, kam mein bestelltes „Sentenzia – Feuerherz & Flügelschwert“, ein besonderes Tarot mit Sprüchen, statt Bildern. Die erste Karte, die raus fiel: König der Münzen: Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat. „Ich hatte keine Absicht“, hat er mir zuletzt geschrieben. Dazu hat er 12 Jahre gebraucht.

Heute ist Dienstag, der 12. März

Gestern Abend war meine Schwester noch kurz hier und hat mir eine Packung Landeier mitgebracht, als Dankeschön für den Sonntagskuchen. Jetzt hab ich 30 Eier im Haus. Ich hatte mir am Wochenende schon zwei Packungen von Guti-Gutshaus mitgebracht, das heißt, von Steffens Hühnern. Er wohnt gleich nebenan und ist Hausmeister und gute Seele in einem dort …

Als ich mit Martina telefoniert habe, hat sie gesagt, sie macht sich Sorgen um Manuel. Dem geht es richtig schlecht. Seit er bei mir weggefahren ist, hat er sich nicht mehr gemeldet. Ich denk, das beste ist, ich lass ihn in Ruhe. Zu ihr hab ich gesagt, da brauchst du dir keine Gedanken machen, um ihn kümmern sich genug Leute. Bei mir hat er auch Aufnahme gefunden. Sie hat genug mit sich selbst zu tun, aber – mitfühlend wie sie ist – richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf andere.

Ich denke, er muss mal ganz auf sich gestellt sein. Das ist die beste Chance auf Heilung. Zu ihr hat er gesagt, er muss diese Woche wieder arbeiten, sonst hält er das nicht aus. Das war am Donnerstag. Freitag schon wieder ganz anders – er kann noch nicht arbeiten. Er schwankt immer hin und her … Sabinchen hat mir zum Blog geschrieben: Der entwurzelte Manuel … Das stimmt nicht ganz – er hat noch nie Wurzeln gehabt. Was er dafür gehalten hat, bricht gerade weg  …

Heute ist Montag, der 11. März

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Heute habe ich nichts zu tun – außer lächelnPaul Simon

Stimmt –  und das gilt für die ganze Woche, wenn nicht gar für den Rest meines Lebens. Selbst wenn ich was zu tun habe, sind das meine Guti-Gutshaus-Schichten. Und dabei kann ich auch lächeln.

WordPress.com ist auf Englisch umgestiegen, sehe ich gerade im Menü. Was soll das denn? Also, das hab nicht ich so eingerichtet.

Heute ist Sonntag, der 10. März

Lars holt mich aus meiner Bequemlichkeits-Zone. Er hat mich gestern gefragt, ob ich mit ihm Einkaufen fahren kann, Hagebau und Dänisches Bettenlager. Er braucht noch Farbe und Gardinen für die Wohnung und hat kein Auto. Ja, können wir machen … Um 10 ? – Okay! Eigentlich wollte ich vormittags schlafen, weil ich am Nachmittag Guti-Gutshaus-Schicht hatte. Heute auch …

EINLADUNG zum Sonntagsessen für Aniko und mich bei Sigi und Wolfgang unten. Gibt Schweinebraten mit Klößen und Rosenkohl – Wunsch-Essen von Aniko. Lars ist auch eingeladen, weil er ihnen ihren Receiver installiert, weil Wolfgang technisch und handwerklich zwei linke Hände hat.

Das ist so schön einfach hier – alles. Wir essen zusammen, wir gucken zusammen Film, wir leben zusammen …

 

Heute ist Sonnabend, der 9. März

Die Rostocker Wahrzeichen

Sieben Türen in die Sankt Marienkirche,
sieben Straßen von dem großen Markt,
sieben Tore, durch die man ins Land geht,
sieben Kaufmannsbrücken am Strande,
sieben Türme, die auf dem Rathaus stehen,
sieben Glocken, die zugleich schlagen,
sieben Linden auf dem Rosengarten.
Das sind die Rostocker Kennzeichen.

Da war ich gestern, bei Manja Nageltante und Martina. Die Rostocker 7 – das sind die Rostocker Wahrzeichen. Mein Geburtstag ist der 7.7. ! Das klingt sehr verheißungsvoll.

Wenn mich jemand fragen würde, was ich damit verbinde, wär die Antwort: 2 Ehen und eine Affäre … Die Affäre ging auch 7 Jahre – der aktive Teil davon. Was ich hier schreibe, ist Erinnerung. Nicht mehr wahr und trotzdem noch da …

 

Heute ist Freitag, der 8. März

Sei sein Zuhause, sei seine Sonne, sei seine Frau … sagt die Geistige Welt in einem Karten-Reading. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Seine Frau gibt es bei ihm nicht, nur Frauen. Wie kann ich es also umsetzen? Mit  Blog schreiben …

Manuel hat es gerade mal 2 Tage bei mir ausgehalten. Er wollte die ganze Woche bleiben. Er war unruhig und gereizt. Das war schwer auszuhalten. Ich hab immerzu gedacht: Fahr nach Hause … Nach 2 Tagen ist das wohl in seiner Aura angekommen und er hat gesagt: Ich glaub, ich muss zurück fahren. Ist das in Ordnung für dich? Ja na klar, sehr in in Ordnung. Das nach dem Komma hab ich ihm nicht gesagt.

„Es geht dir so elend, aber GR geht immer, die Wurzel allen Übels. Frag dich doch mal, was zum Teufel du da suchst, außer deiner Standardantwort: Ich brauch was für untenrum. Wenn du gesund werden willst, wirst du nicht drum rum kommen, dich deiner Sex-Sucht zu stellen, Manuel.“ Bei ihm sind es Männer, bei Maik Frauen.

Als er weg war, hab ich noch seine schlechte Energie gespürt. Ich konnte sie förmlich riechen und hab erstmal ein Räucherstäbchen abgebrannt.

Als ich mir heute morgen meinen Kaffee aufgebrüht hab, hat die Tasse einen Sprung bekommen. Ja, unsere Freundschaft hat einen Sprung bekommen, hab ich gedacht, oder meine Liebe …

Heute ist Donnerstag, der 7. März

Ein prächtiger Morgen ist das heute früh um Sieben … Wir haben gestern noch lange geredet. Ich weiß jetzt schon, dass ich nächste Woche noch nicht behandeln kann, hat Manuel gesagt. Wenn er da auch noch zu Hause bleibt, werden es 4 Wochen Auszeit. Ich fühl, wie dünnhäutig ich bin, hat er gesagt, und verletzlich. Ich will nicht mehr alleine sein, ich will einfach nur ganz normal mit jemandem zusammenleben. Das deckt sich mit dem Ansinnen der Weltbevölkerung. Was ihm fehlt, ist Urvertrauen, dass alles gut ist. Ich habe es.

Mir geht es gut, ich bin sportlich, ich bin glücklich vergeben … hat Maik zu ihm gesagt. Glücklich vergeben war er bei der davor auch, hab ich gesagt. Stimmt, sagt Manuel. Wenn ich das höre, weiß ich, das hat er nicht Manuel gesagt, sondern sich selber. Er spielt weiter seine Maskerade. Er spielt weiter Bäumchen wechsle dich … Ob er verheiratet ist oder geschieden, er ist immer vergeben. Damit hält er mich auf Distanz. Das ist gar nicht mehr nötig.