Montag, 22. Juni

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Lächle, atme und gehe langsam. Thich Nhat Hanh

Dazu ein blasses Strandfoto mit einem einzelnen Fußabdruck im Sand, wie bei Robinson Crusoe. Vorige Woche zu dem mir nichts sagenden Zeit-Spruch auch so ein farbloses Bild, eine Hängebrücke, die in den Nebel führt … Die kommt mir vor wie ein Symbol für die fehlende Einsicht in den Masterplan von G. Ot

Gestern Abend hab ich bei 21 Grad mit 2 Jacken an auf der Terrasse gefroren! Das wechselt sich ab mit Schwitzen. Dazu Herzklopfen und Übelkeit. Das muss Transformationsstufe 4 sein, hab ich zu meiner Schwester gesagt, als sie vorgestern hier war.

Heute nicht besser – im Bett liegen und schwitzen. Einzig und allein die Schadensmeldung für die Versicherung hab ich zur Post gebracht, nachdem ich mich mit den treffenden Formulierungen und der Skizze gequält habe. Hoffentlich ist das nicht C… hat Lars gesagt. Nein, ist es nicht!

Morgen erst Nageltante und dann Martina. Rostock – da leben meine Kinder, dahin fahr ich zum Frisör und zu Manja. Martina ist der sichere Hafen und Manuel wohnt 2 Etagen unter ihr. Da hab ich fast ein halbes Leben verbracht. Da hat mein Lebenslauf eine ungeahnte Wende genommen. Und immer, wenn ich ein- oder zweimal im Monat da hin fahre, kann oder will ich es nicht glauben, was daraus geworden ist. 2 Ehen, 2 Kinder zählen nicht so viel wie ein Mann des Lebens … Wie er im Buche steht, im Buch des Lebens.

Sonntag, 21. Juni

Heute kommt Sabinchen zu Besuch, sie fährt heute Abend wieder nach Berlin zurück und war von Donnerstag an hier in ihrem Ferien-Paradies. Gestern Abend war Birgit noch hier, zum baden und erzählen. Das tat gut. Der Stress und die ganze Aufregung machen sich körperlich bemerkbar bei mir. Ich hoffe und wünsche sehr, dass der Juli besser wird als der Juni und das ganze vermaledeite 1. Halbjahr zusammen.

Meine Kinder sehen sich heute. Michael, Tamina und Jonte fahren zu Andrea und Paul. Sie hat sogar einen „Baby-Pool“ für ihn gekauft, damit er planschen kann. Ich hab erst mit Andrea und dann mit Michael telefoniert, um meine Geburtstagsfeier mit ihnen abzusprechen. Wahrscheinlich feiern wir am 11. 7., wenn alle können. Mit Tantchen hab ich auch noch gleich telefoniert – was weg ist, brummt nicht mehr. Und am 2. 8. wird dann unser Jonti schon ein Jahr jung! Also sehen wir uns alle im Juli und im August! Ich hab einen schönen WhatsApp-Spruch gesehen: Omas sind wie Mamas, nur mit Puderzucker! Den wollte ich gleich Tamina sagen, da fiel mir ein: Nee, kommt nicht so gut …

Sonnabend, 20. Juni

Sommeranfang – 16 Grad und Regen. Heute ist auch Mittsommer-Remise – die Nacht der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser. Guti-Gutshaus ist auch dabei. Das ist sowas wie Tag der offenen Tür. Es gibt Führungen und besondere Angebote. Aber wahrscheinlich ohne mich. Ich hab mich gestern schon über die Runden gequält. Heute fühle ich mich noch mehr schlapp, krank und erkältet und werde absagen und erstmal einen Tag im Bett bleiben.

Heute ist auch der magische Tag der Sommersonnenwende – der längste Tag, die kürzeste Nacht. Das ist ein Wendepunkt im Jahreskreis, der früher gefeiert wurde, heute kaum noch. Altes bleibt zurück, Neues wird empfangen …

Ich erhalte immer noch Mails von einer Horoskop-Tarot-Seite, auf der ich mal ein paar Gratis-Karten gezogen habe, womit sie meinen E-Mail-Kontakt hatten. Die enden immer mit einer 0900-Nummer, die ich dazu anrufen soll. Ich ignorier sie. Gestern kam:

Es gibt jemanden, der unbedingt wieder mit dir zusammen sein will. Jemand, der alles geben würde, um eine zweite Chance für dein Herz zu bekommen. Jemand, der die Fehler der Vergangenheit bereut und sie wieder gut machen möchte. Jemand, der die Lektionen auf die harte Art gelernt hat. Jemand, der eine riesige Rolle in deinem Leben gespielt hat.

Ich dachte nur, du möchtest wissen, dass diese Person alles bereut. Obwohl dein Herz gebrochen war, als ihr euch getrennt habt, leidet jetzt diese Person viel mehr und erkennt, was für ein Fehler es war, nicht besser auf dich aufgepasst zu haben und nicht diese Liebe richtig geschätzt zu haben, denn diese Liebe war alles wert. Es gibt noch einiges, was du wissen musst … 0900

Ich weiß, es ist sehr zweifelhaft. Trotzdem hat sie mir damit eine kleine Freude gemacht. Es tut grad gut, das zu lesen – einfach nur so.

Es ist göttlich geführt und geschützt, heißt es bei allem, was Seelenpartner angeht. Das hab ich auch immer so gefühlt. Doch was jetzt passiert, obwohl eigentlich nichts passiert, sind ungekannte Symptome. Wer weiß, wo das noch hinführt. Alle in solchen Verbindungen wünschen sich sowas zu lesen wie oben beschrieben …

 

Freitag, 19. Juni

Heute und morgen ist es kühler, unter 20 Grad. Und Regen ist angesagt. Das Wichtigste ist mir jetzt die Wettervorhersage. Ich will es so gut wie möglich vermeiden, an Hitzetagen zu arbeiten und bin froh, wenn die Gäste unsere Outdoor-Plätze nicht nutzen können, weil ich mir da die Hacken ablaufe. Ich hoffe, dass ich so gut über den Sommer komme. Mit Nein-Sagen, bei 30 Grad kann ich nicht.

Heute hab ich eine Mail zum Blog bekommen. Deshalb eine Erklärung zu: Wenigstens ist er jetzt Nr. 2 – Damit meine ich nicht im Ranking nach einem anderen Mann, sondern, dass ich mir um Einkommen und Nebenjob und dass bei mir alles gut läuft mehr Gedanken mach und sich nicht mehr alles um ihn dreht.

Um Elf Feierabend!

 

Donnerstag, 18. Juni

Das Wichtigste heute hab ich gemacht – meine Stundenabrechnung. Den Rest des Tages freu ich mich, dass ich gesagt habe, heute kann ich nicht. Ich brauch auch noch dringend einen Tag Schonung … mit Verwöhn-Aroma.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Das ist auch ein Gelassenheits-Spruch, der nur nicht im Kalender steht. Heute ist mir deutlich mehr nach Gold zumute. Reden kann ich morgen noch genug – beim Gäste-Bedienen.

Ich verblute da langsam – ich mach es nur noch, weil ich die 3 Jahre Azubi-Zeit vollmachen will – die endet am 31. August – und weil ich denke, mit weniger als zwei Einkommen komm ich nicht aus.

Himmel, Herrgott – wer hat mir diesen Mann geschickt?, hab ich gefragt, als ich mit dem Einkommens-Rechner durch war. Immerhin ist er jetzt Nr. 2 …

Sex ist eine gewaltige Macht – das hab ich heute wieder gemerkt.

Mittwoch, 17. Juni

Es ist anhaltend prächtiges Wetter. Vor dem 8-Uhr-Läuten klingt wie immer lieblich das Glockenspiel vom Kirchturm. Es geht alles seinen gottgewollten Gang …

Die Chefin hat gefragt, wieviel Tage ich im Juli pro Woche arbeiten möchte und wann ich nicht kann. Nur am 11. nicht und 3 Tage in der Woche gehen gut. Antwort: 3 Tage sind super! Ich kann es mir aussuchen – das ist der Vorteil gegenüber einer Festanstellung.

Heute Nachmittag hatte ich belebte Terrasse. Erst war Christa unter mir zum Kaffee hier – sie siedelt morgen für zwei Wochen zu ihrer Tochter um, auch hier in Waren, und hütet Haus und Katerchen, während ihre Tochter und Mann im Urlaub sind. Danach kam Tine Schwesterchen noch kurz, die wieder Zahnarzt-Termin hatte. Jetzt Abendruhe und morgen noch entspannen für Guti-Gutshaus Freitag/Sonnabend …

Ich könnte wirklich mal eine gute Nachricht vertragen, nach dem Ärger mit Polizei und Versicherung nach dem Crash.

Halb 11 abends – das war immer die Zeit, als er Feierabend gemacht hat und sich manchmal gemeldet hat, während ich ihn tagsüber mit SMS bombardiert hab, als es WhatsApp noch nicht gab. Und als er noch seine Praxis hatte, seine Ehefrau und sein altes Leben.

An der Stelle danke ich mal den Kräften, die mich beflügeln, das zu schreiben …

 

Dienstag, 16. Juni

Das Taubenpärchen – Er sitzt alleine auf dem Dach und denkt nach. Seine Frau kommt nicht mehr.

Guti-Gutshaus – Der Durchgang vom Gastraum in die winzige Küche ist ein Nadelöhr und ausgerechnet da steht die Kasse – ein Tablet für alle, an dem immer jemand steht, an dem man sich vorbeidrücken muss mit Essen, Getränken und vollem Tablett. Auch mit mehr Personal ist es ein heilloses Durcheinander – kein Platz. Ich muss immer Bauch und Hintern einziehen, damit jemand an mir vorbeikommt oder ich an ihm. Ich krieg da Zustände – zu beengt. Dazu kommt, da die Küche klein ist, haben sie in die Höhe gebaut. Das heißt, ich komm mit meinen 1,60 nur an das unterste Regal an, die Gläser. Tee- und Kaffeekannen, Flaschenkühler und Spirituosen muss ich mir runter reichen lassen, wenn einer eine Hand frei hat. Ich könnte den 2-Stufen-Tritt, der sich leicht auf- und schwer zusammenklappen lässt, nutzen, nur dann ist es noch enger.  Alle 2 Minuten, so lange dauert ein Durchgang, steht die Geschirrspüler-Tür offen. Kein Durchkommen zum Getränke-Kühlschrank. Andersrum gehen geht auch nicht – da steht Fritzi am Herd. Wenn dann noch an die 30 Grad sind, ist alles zu spät. Ich hab mehr und mehr eine Abneigung, dann hin zu gehen. Für eine frische Limo 0,4 l, die im Sommer bevorzugt bestellt wird, muss ich mich bücken und aus der Tiefe des Kühlschranks 5 verschiedene Flaschen fischen für die Zutaten und die davor stehenden alle raus räumen – und wieder rein natürlich. Alles umständlich …

Fritzi – Wenn ich nur jemals was mit dem Begriff Flirten anfangen könnte, könnte ich es mit ihm in Höchstform. Aber es ist mir so fremd wie die 7 Weltwunder. Heißt das, gut zu wissen, dass man könnte, oder was?

Intuition – Ich bin durch den Wind. Mein Crash auf dem Hof hat Folgen. Morgen früh um 8 hätte ich bei Dana Termin zur Fußpflege. Bitte später!, hab ich gedacht. Um Elf?, hat sie vorhin geschrieben. Ja!

Maik – kein Mann hat es versucht oder geschafft, mich so in meine Kraft zu führen – von der Bettlerin zur Königin. Seine inquisitorischen Maßnahmen hab ich ihm vergeben – das Ergebnis zählt … Eine Liebe nicht leben zu können, ist eine selbstauferlegte Beschränkung. Zu unserem 1. Treffen als Mann und Frau hat er Teelichter im ganzen Raum angezündet – das war das Ritual einer Hochzeit, ohne dass er  es wollte. Just for fun war sein Motto. Dafür zahlt man einen hohen Preis – das war ihm bestimmt nicht bewusst. Er hat alles verloren, was sein Leben ausgemacht hat.

Montag, 15. Juni

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Die Zeit ist in uns und wir sind in der Zeit. Wassil Lewski

Weder Zitat noch Verfasser sagen mir was … Wikipedia: Er war ein führender Revolutionär und Ideologe in der bulgarischen Freiheitsbewegung.

Mit frei hat es gestern nicht ganz geklappt. Ich war abends 4 Stunden da, 18 – 22 Uhr, und bin eher gegangen, wegen Zahn-OP heute. Anja hatte frei. Es war völlig chaotisch – unter anderem nicht genug gekühlte Getränke, vor allem Wein. Auch zu wenig Eiswürfel. Die Zahl der Gäste zum Abendessen steht in krassem Widerspruch zur Kapazität der Küche. Noch dazu sitzen alle draußen bei dem schönen Wetter, so dass man sich die Hacken abläuft. Zwei oder höchstens 3 Tage in der Woche bzw. am Wochenende – mehr mach ich nicht! Das hab ich mir fest vorgenommen und setz es auch um. Yasmin ist jeden Tag da, manchmal auch noch in der Frühschicht. Neulich ist sie nach 11 Stunden gegangen, hat sie gesagt, völlig fertig. Auf keinen Fall mach ich nochmal so einen Sommer wie im vorigen Jahr mit, wo Anja und ich den Laden praktisch alleine geschmissen haben.

14:00 Uhr – Die Zahn-OP von 30 Minuten überstanden und bis gestern Abend 4 stressige Guti-Gutshaus-Schichten. Jetzt können’se mich mal alle, den Rest der Woche nur noch entspannen

Yasmin hat gestern zu mir gesagt: Wenn du nicht gekommen wärst, hätt ich mich aufgehängt. Heute kam die Anfrage für Donnerstag – Nein.

Sonntag, 14. Juni

Wenn alles gut geht, hab ich heute frei. Sonntag sind fast alles Abreisen und kaum Anreisen. Dafür gestern eine chaotische 8-Stunden-Schicht von 16 – 24 Uhr, mit Fahrtzeit 9 Stunden. Mitten beim Grillen Wolkenbruch und schweres Gewitter, so dass Fritzi auf der schweren eisernen Gussplatte drinnen auf dem Herd weiterbrutzeln musste. Und das alles in unserer Mini-Küche, die nicht größer ist als meine zuhause und in der wir uns manchmal zu viert aneinander vorbeischlängeln, biegsam wie Gummipuppen.

Wenn heute wenig Anmeldungen zum Abendessen sind, reicht es, wenn Fritzi Koch und der Chef da sind – und Yasmin steht heute im Plan. Yasmin – dann mach ich lieber mit dir oder alleine, hat Fritzi gesagt. Und wenn Anja fragt, ob ich kommen kann und ich sage: Yasmin ist doch da, sagt sie: Yasmin interessiert mich nicht. Nicole Frühstücksfee hat die gleiche niedrige Meinung von ihr – die ist langsam und schafft nix.

Als ich gestern meine textilen Einkäufe gemacht habe, hab ich gedacht, es wär schön, wenn ich jemanden treffen würde und wir ein Käffchen trinken könnten, das klappt meist immer. Aber ich hab nur Lars getroffen, der schon einen Kaffeebecher in der Hand hatte. Neulich auf dem Grünen Markt hat mich Carmen Sternchen angerufen, die das gleiche Ansinnen hatte. Wo bist du?, hat sie gefragt. Am Staudenstand, und du? Ich steh an der Mutzen-Bude, das war nur 3 Meter entfernt.

Der Regen war notwendig, hat ein Gast gesagt. Ich: Aber nicht für’s Grillen – da haben sie alle gelacht …

Sonnabend, 13. Juni

Als mir gestern auf dem Weg zu Guti-Gutshaus Biker entgegen kamen, die in etwa so aussahen wie er, konnte ich ihn riechen, fühlen und schmecken. Ich dachte, die Phase hab ich lange überstanden.

Vorher hat es geknallt – aber nicht zwischen Fritzi Koch und Anja. Ich bin beim Rückwärtsausparken auf unserem No-Go-Parking-Court, also auf dem Hof, an ein Auto angeditscht. Wie kann man da so gegen brettern?, hat mich später die Geschädigte gefragt. Eigentlich gar nicht, ich hätte nur rückwärts geradeaus fahren müssen, hinter mir war frei. Dumm gelaufen – oder besser, dumm gefahren. Gestern war so’n Tag! Fritzi ist abends eher gegangen, weil seine Bienen ausgeschwärmt sind und nicht zurück gekommen sind.

Lars hat mir eben auch grad erzählt, dass gestern in seiner Spätschicht, in der er alleine war und nicht zu zweit, wie sonst, die Verpackungsmaschine ständig Fehler anzeigte und ausfiel. Das hat ihm auch gereicht. Disharmonien, Belastungen und Konflikte in allen Bereichen – das sind gerade die herrschenden Energien und auch so in Mondkraft Alpenschau beschrieben.

Unten ist heute ein kleiner Kunsthandwerker-Markt. Ich guck mal, ob ich was passendes zum Anziehen als Entschädigung finde, denn ich hab nach vorgestern und gestern noch zwei Guti-Gutshaus-Abende vor mir, wobei ich gestern komplett bedient war.

Drei sind’s geworden, allerdings nicht vom Markt, sondern in der Langen Straße Shopping-Meile. Eins für das Missgeschick gestern, eins für Wochenende arbeiten und eins für nächste Zahn-OP am Montag in Richtung Implantat-Fertigstellung. Alles zusammen und noch mehr raubt mir grad den letzten Nerv und ich bin froh, wenn zumindest erstmal das Implantat abgeschlossen ist, was die höchste körperliche Belastung darstellt, aber noch 3 Monate dauert!