Heute ist Donnerstag, der 24. Oktober

Gestern Abend hab ich mir grad online Kuren in Polen angesehen und dabei das Hotel Altes Kurhaus in Bad Flinsberg entdeckt. Das wär mal was für den Winter, hab ich gedacht. Es liegt im Isergebirge und hat Mineralquellen und ist noch herrlich wie in alten Zeiten eingerichtet, mit polnischer Küche und reichlich Mineralwasser zum Trinken und Baden. Für Krebse ein Paradies vom Feinsten …

Da hat mir Michael geschrieben: Jonti hat heute zum ersten Mal ausgiebig gelacht – und mir ein Video geschickt, auf dem der Papa Pruste-Geräusche mit dem Mund macht und der Kleine sich kringlig lacht. Vorgestern hab ich gedacht, ein Video von ihm wär mal wieder schön – und noch schöner wär, ihn „live“ zu sehen. Ich  hab zurückgeschrieben: Ich hab auch ausgiebig gelacht und es mir gleich dreimal hintereinander angesehen. Dann hat Michael angerufen und gefragt, ob ich sie Sonntag besuchen kommen möchte – aber du arbeitest ja immer am Wochenende, oder? Nicht immer – diesen Sonntag hab ich frei. Und Sonntag passt auch gut – Sonnabend bin ich mit Carmen in Greifswald zur jährlichen Weiterbildung von Notfall-Begleitung. Das war umgehende Wunscherfüllung – Video plus Einladung zum Live-Event …

Hinterher ist mir eingefallen: Mensch, Tamina hatte doch Geburtstag Anfang Oktober. Total übersehen! Ich mein, so lange kennen wir uns noch nicht – erst seit ihrem 18. Geburtstag vorigen Herbst und den hab ich vergessen zu speichern. Zu spät …

Die ganze Woche, von Sonntag bis morgen, sind Portaltage. Und dann geht’s gleich nahtlos über in die nächsten, von Sonnabend bis zum 4.11. – Insgesamt sind das 16 Tage am Stück!  Das ist die Hohe Spirit Schule. Der freie Fall – das ist gerade mein Prüfungsthema. Das ist, wie sich rückwärts in den Abgrund fallen lassen, im Vertrauen darauf, dass du Flügel hast oder aufgefangen wirst. Und das mir mit meiner Höhenangst! Und so viel ich auch stöhne: Ich hab keine Kraft mehr, ich will nicht mehr – Los, rauf auf die Klippen und – spring! Vertraue! Dazu fällt mir eine Szene aus einem Film ein: Lassen Sie los, Dr Strange … damit das Unmögliche möglich werden kann!    

Heute ist Mittwoch, der 23. Oktober

Als wir am Wochenende beim Bäcker frühstücken waren, hat Manuels Handy geklingelt. Mama, hab ich spontan gesagt. Und sie war es auch, seine Mutter. Im kleinen funktioniert meine Intuition noch, hab ich gedacht …

Die letzten Wochen bis zum Jahresende kümmer ich mich um mich und mein Umfeld. Ich hab die Fensterputzer bestellt, nächste Woche kommt der Klempner und installiert ein neues Waschbecken/WC im Gäste-Klo unten wegen Unansehnlichkeit des alten, was auch mit Putzen nicht mehr wegzukriegen ist, und dann noch die langaufgeschobene Auto-Innenraum-Reinigung, wobei der größte Akt ist, alles auszuräumen. Bei mir selbst hab ich morgen schon die letzte Lymphdrainage, schade – damit mach ich im Januar weiter. Bei Kompressionsstrumpfhose und Zahnimplantat überleg ich beim ersten noch, ob das das richtige Mittel ist, und beim zweiten, ob ich in der Praxis in guten Händen bin. Die Frage beantworten eigentlich schon die Bilder seiner Kunstausstellung – diffus, chaotisch, schreckliche Farben. Damit widersprechen sie meinem Sinn für Ästhetik und Harmonie. Das einzige ist, dass ich denke, er versteht sein Handwerk.

Jetzt ist die Funktion Bearbeiten wieder da, dafür hat sich die Mouse verabschiedet und ich mach alles über das Tastfeld, was mir gar nicht liegt. Aber so lange es keine größeren technischen Pannen sind … Genauso bekomme ich meine Mails nicht mehr auf’s Smartphone, woran das nun wieder liegt? Deshalb sind mir schon einige untergegangen, weil ich im Laptop meist nicht auf E-Mails gucke. Also: Zu O 2 und nachfragen …

Heute war eine süße Überraschung im Briefkasten, von Kerstin, Christines Mutter aus Dormagen. Eine Tafel Schokolade Vanilla White und eine schöne Karte mit langem Text. Sie will sich mit mir schreiben, das hatte Christine mir schon angekündigt. Sie fragt unter anderem, ob ich Zukunftspläne habe? Ja, das hab ich. In Ruhe und Frieden leben …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Dienstag, der 22. Oktober

Die Welt sieht so märchenhaft schön aus, als wenn Gott sie gerade erst erschaffen hätte. Gestern Abend der Sonnenuntergang und heute der Morgen …

Ich fahr mit Aniko und Sigi nach Neustrelitz in den Tierpark. Das ist ein kleiner, süßer Heimat-Tiergarten. Das hatten wir uns schon lange vorgenommen. Und weil Aniko Urlaub hat, hat sie gestern gefragt, ob wir heute fahren können. Ich guck mal, hab ich gesagt – wie das Wetter ist und wie mir morgen ist. Ich war nämlich erst um halb 2 im Bett nach meiner Spätschicht. Heute morgen hat sie geschrieben: Das Wetter ist prächtig, ich bin dann um 10 auf dem Hof. Damit hat sie es mir mehr oder weniger übergeholzt. Ohne Kaffee konnte ich heute früh noch gar keinen Fuß vor den anderen setzen. Mit ihrer Hartnäckigkeit hat sie es geschafft. Aber stimmt schon – man muss die Tage feiern wie sie fallen ..

Heute ist Montag, der 21. Oktober

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Geh deinen Weg und lass die Leute reden. Dante Alighieri

43. Kalenderwoche – Eben, früh um 6, kam mir beim Morgenkaffee die Idee, über Weihnachten und Silvester wegzufahren und auf alles, Familie, Enkelkind und eventuell Feier im neuen Haus von Tochter und Schwiegersohn zu verzichten. Wahrscheinlich mach ich es nicht, aber ich zieh es in Erwägung …

Heute Abend nach gut einer Woche frei mal wieder eine Guti-Gutshaus-Schicht.

Heute ist Sonntag, der 20. Oktober

Das war wirklich ein harmonisches Wochenende mit Manuel. Wir haben gestern Abend lange gut geredet und es war schon Mitternacht, als wir ins Bett gegangen sind. Sonst sind wir immer eher früh jeder in sein Bett verschwunden. Heute Ausschlafen und nach dem Bäckerfrühstück draußen ein schöner Spaziergang an Müritz und Tiefwarensee entlang.

Heute Nachmittag war ich bei meiner Schwester im Wohnwagen auf dem Dorf. Erst waren wir zum Kaffee eingeladen bei dem Paar, das jetzt für 3 Wochen nach Portugal in Wanderurlaub fliegt und bei denen sie in der Zeit das Haus hütet.

Dann – das war nicht harmonisch! – hab ich, wie vereinbart, die Abrechnung mit der Frau, auch da im Dorf gemacht, die mir die Wolle für das Seifen-Filz-Projekt zur Verfügung gestellt hatte. Unter Tränen hat sie mir gesagt, sie hätte sich das anders vorgestellt – das war nicht im Fluss mit uns. Wo soll da auch flow herkommen? Das ganze Ding hat mir nur Aufwand und Huddelei beschert – mal ganz abgesehen davon, dass die Zahlungsmoral der Schule zu wünschen übrig lässt bis heute. Ich will nicht auf die Einzelheiten eingehen, nur was sie übersehen hat: Ich hab das für sie in Vertretung gemacht! Auf solche unausgewogenen Sachen lass ich mich nicht mehr ein, bei denen am Ende beide unzufrieden sind.

Ja, nun ist es dreiviertel 7 und schon dunkel. Zeit für Kerzen und Rotwein …

Heute ist Sonnabend, der 19. Oktober

Zehn nach 10 – Ich hab mir grad noch die Haare gewaschen und schreib mit Turban. Manuel wollte gegen 12 kommen, das heißt bei ihm immer so um und bei. Das Wetter ist milde gestimmt – günstigerweise.

WordPress.com verändert immer mal wieder was – ungünstigerweise. Diesmal ist die Funktion Bearbeiten nicht da, wo sie immer war. Ich brauchte nur auf Blog gehen, dann war Bearbeiten eingeblendet. Irgendwo ist sie jetzt auch, ich hatte nur noch keine Muße zum Suchen. Somit entfällt erstmal, dass ich im Laufe des Tages noch was ergänze oder aus gegebenem Anlass noch was dazu schreibe. Das war immer ganz schön.

Oft hab ich ja auch nachts geschrieben, wenn ich wach war. Das bin ich jetzt auch und sitz auch mit einer Tasse Kaffee davor, seh mir die Statistik an und meist ist mir dabei was eingefallen über kurz oder lang. Die ganze Woche – niente, null. Dafür hab ich heut nachts um halb 3 ein Youtube-Video über HSP angeguckt: The gentle power of highly sensitive people oder: Die sanfte Kraft hochsensibler Menschen von Elena Herdieckerhoff, 15 Minuten, in English mit Untertiteln. Das war so berührend und herzlich und verständnisvoll, dass ich mich liebevoll in den Arm genommen gefühlt habe – und nicht auf den Arm, wie sonst oft Menschen begegnet wird, die anders sind.

Manuel hat grad angerufen – er weiß noch nicht, ob … die ständig schwankende Waage.

 

Heute ist Freitag, der 18. Oktober

Antoanetta hieß die Bulgarin, die heute Vormittag Vegane Köstlichkeiten gezaubert hat. Sie war sehr sympathisch und lebendig und ausgesprochen kreativ. Nicht nur in dem, was sie für uns gekocht hat – sie hat uns auch Fotos ihrer Kunstwerke gezeigt. Sie wirkt im Landhaus Die Arche in Zislow, nicht weit von hier. Das ist ein Bio-Vital-Hotel am Plauer See.

Manuel möchte dieses Wochenende kommen. Heute oder morgen?, hat er gefragt. Morgen! Ich hatte noch zu tun und eine Nacht reicht auch. Das Wochenende ist Guti-Gutshaus-frei und mal sehen, was wir dann machen – je nach Petrus. Unser Kino ist leider nicht sehr ergiebig und die Salzgrotte behalte ich ungemütlicheren Tagen vor. Wird sich ergeben …

Er hat sich am Telefon wieder darüber beschwert, dass er abends zu lange in der Praxis ist – gestern sogar bis 22:00 Uhr! Das kriegt er nicht in den Griff, sagt er. Das liegt an dir, hab ich erwidert. Ja, aber wenn sie nicht anders und nur zu den Zeiten können? – Sie können anders, sie wollen nur nicht – und müssen es auch nicht, so lange du nach ihren Bedingungen arbeitest … Kein Mensch würde auf die Idee kommen, einen Arzt um eine Audienz abends um 10 zu bitten. Manchmal hab ich den Verdacht, er fühlt sich wichtig dadurch: Ach, ich war gestern wieder bis um zehn in der Praxis! Mich kann er damit nicht beeindrucken.

Heute ist Donnerstag, der 17. Oktober

Gestern Nachmittag und Abend war hier auf dem Markt NDR-Veranstaltung: 30 Jahre friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Bühne und Bierzelt und kleinem Lichtermeer vor’m Rathaus und weißen Stehtischen mit Kerzen über den ganzen Markt verteilt. Es waren einige Regenschirme da, aber nicht so viele, wie wohl erwartet. Dazu eine Großleinwand mit Zeitzeugen und Losungen wie „Visafrei bis Shanghai“.  Im Herbst vor 30 Jahren ist das Volk zum ersten Mal auf die Straße gegangen – und das war hier in Waren. Gegen Abend wurde der Weg der Demo nochmal nachgegangen vom Rathaus über die Marienkirche über die Georgenkirche zum Alten Markt … Das war vor 30 Jahren, das ist mein halbes bisheriges Leben!

Die Band hat Rock- und Poptitel gespielt, wie immer auch Kling Klang Du Und Ich …  was hier bei jeder Gelegenheit, egal welcher, gespielt wird. Das muss ein Erbpachttitel für Waren sein. Feuerland Ja –  nur FREIHEIT von M. M. Westernhagen hat gefehlt – das wär das Erste gewesen, woran ich gedacht hätte … Hier oben aus meinem Fenster ist der beste Blick …

Heute ist Mittwoch, der 16. Oktober

Jetzt Neu! Endlich auch versilbert und vergoldet – die Kraft der Unendlichkeit – gleich bestellen!, verspricht mir der Newsletter von: Aqasha-Shop – Das Beste für Dich! Und zeigt 2 Kettenanhänger der Lemniskate, der liegenden Acht, Symbol der Ganzheit und Einheit und unendlichen Möglichkeiten. Brauch ich nicht – ich hab sogar die liegende 9 – um 9 bin ich vorhin aus dem Tiefschlaf aufgewacht …

Der gasförmige Aggregatzustand des Morgens hat sich in einen flüssigen des Mittags verwandelt – Nebel in Regen. Da bleib ich doch im Bett …

Martina schreibt, ob wir nachmittags telefonieren können, sie fährt jetzt mit Peter zum Essen. Das krieg ich hin, ansonsten passiert heute nichts. Ich hab keinen Termin und fühl mich grad im Bette am wohlsten.

Heute ist Dienstag, der 15. Oktober

Die Geburtstagsfeier bei meiner Schwester war schön – ihre Freunde waren auch da, oder ein Teil von ihnen. Die kenn ich auch. Wir hatten gute Gespräche. Eine Freundin von ihr hat gerade Brustkrebs überstanden, jetzt ist bei ihrem Mann Verdacht auf Krebs aufgetaucht. Bei ihren Freunden aus der Nachbarschaft steht’s mit der Ehe nicht zum Besten. Er war alleine da, sie war zum Zigarettenholen in Polen. Ich mach das nicht mit, wenn das so weiter geht – ich hau ab, hat er gesagt. Und das zieh ich auch durch. Dadurch kamen wir auf Tines häusliche Situation. Ihr Ehemann hat durch Abwesenheit geglänzt oder ist nur mal mit grummeligem Gesicht in die Küche gegangen, um was zu essen. Weder hat er seine Freunde begrüßt, noch sonst irgendwie teilgenommen. Meine Schwester meinte: Zur Zeit hab ich nicht die Nerven für eine Trennung, das verstehen viele nicht. Und dann ging es um Lebenspläne – vielleicht zieh ich auch nach Rostock, hat sie gesagt. Da wohnt ihre jüngste Tochter mit Mann und Kind. Sie sieht ihr Enkelchen auch selten, aber doch öfter als ich …

Nein, du kommst mit mir mit – hat der Freund mit der wackligen Ehe gesagt, und wir ziehen irgendwo hin. Nein, ganz bestimmt nicht, war ihre Antwort, aber er blieb dabei – um so mehr, um so mehr Pfeffi-Likör er intus hatte. Wir haben viel gelacht, aber ich glaub, es war ihm ernst.

Ich würde nicht mehr nach Rostock zurück ziehen, auch nicht, um meinem Enkelkind näher zu sein. Es ist doch gut zu wissen, dass man am richtigen Platz und angekommen ist, und das Gefühl hat hinzugehören …

Rostock – Waren, das ist eine Distanz von 100 Kilometern Autobahn, die ist mit Verkehrsmitteln gut zu überwinden, da muss man nicht umziehen, um sich nahe zu sein.

Eben hab ich eine Sky-Laterne am Abendhimmel gesehen, das sind brennende Himmels-Lampions, die eine Zeit lang sehr beliebt waren. Wir hatten zur Hochzeit meiner Tochter im September vor 8 Jahren welche angezündet und in den Himmel geschickt. Ich hatte gestern nochmal um eine Antwort gebeten …