Heute ist Dienstag, der 28. Januar

Am Wochenende gekocht, heißt – wieder ein großer Berg Abwasch in der Küche. Jetzt, kommendes Wochenende, wollte Manuel kommen. Da ist aber schon die Geburtstagsparty von Ralph, Anjas Freund. Da möchte nach Möglichkeit auch jeder was fürs Buffet mitbringen. Sie hat zwar einen großen Topf Gulasch, acht Kilo, gekocht, das heißt wir beide zusammen in Guti-Gutshaus – aber das andere ist noch zusätzlich. Da es mit Übernachtung und gemeinsamem Frühstück ist, kann ich am nächsten Tag gleich von da aus zu meiner Sonntags-Café-Schicht, 14 – 18,  fahren. Es werden so ca. 50 Leute. Das heißt, es wird laut und voll und spät – alles nicht so meine Attribute. Außerdem kenn ich kaum jemanden davon – höchstens vier oder fünf.

Also, was für’s Schlemmer-Buffet mitbringen, bedeutet wieder Abwasch. Der Abwasch ist immer das leidige Thema. Deshalb lass ich lieber U-Nautic für mich kochen. Ich hab einen leckeren Kartoffelsalat, aber den bringen bestimmt schon andere mit. Darum hab ich mich für Sauerkraut-Bouletten entschieden – die gehen immer weg wie warme Semmeln. Aber ist auch Aufwand von 2 Stunden …

Die 3. Runde am Herd ist zum Valentins-Tag und Anikos Hochzeit. Wir 4 sind mit auf’s Standesamt eingeladen mit anschließendem Sekt-Umtrunk. Dann wird  im Familienkreis im Hotel am Yachthafen weiter gefeiert. Damit es für uns nicht so abrupt beendet ist, hab ich angeboten, wir könnten ja zusammen essen und ich koche. Einen Festtagsbraten in Hagebuttensauce – mit 2 Tagen Marinier-Zeit.

Heute ist Montag, der 27. Januar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

ÜBE DICH IN LANGSAMKEIT. Novalis

Foto: Ein Himmel voller Ballons – ein friedliches Bild.

Nicht gestern Nachmittag – Game of Thrones, Staffel 8, Folge 5:

Königsmund liegt in Schutt und Asche …

Ulla ist mit dem Vater meiner Tochter, also ihrem Mann, auf Urlaubstörn mit AIDAcara – 12 Nächte Lanzarote, Portugal, England.

Ich treff mich nachher mit Tantchen, mit der ich gestern schon über eine Stunde telefoniert habe, obwohl wir uns heute sehen. Das Wort, das am häufigsten fiel, war Doktor, wie in jedem Telefonat. Ich bin danach immer platt, obwohl ich versuch, mit Wohlwollen darauf zu reagieren.

Abends kommt meine Schwester Tine, die wieder Zahnarzt-Termin hier hat – das wird entspannter. Ulla und Jürgen denken sich: Wenn die Sonne nicht zu uns kommt, fliegen wir zu ihr …

Heute Nachmittag noch die letzten beiden Folgen von Game of Thrones – den Ausgang kenn ich schon. Königsmund ist Dubrovnik – dort wurde gedreht.

Tine war nur kurz hier, aber das war schön. Birgit, meiner mittleren Schwester, hatte ich eine Portion Essen vom Wochenende aufgehoben, die sie sich mitgenommen hat. Vorzüglich!, hat sie geschrieben, das war der beste Nudelauflauf, den ich je gegessen habe. Was war da dran? Ja, das war aber nicht der beste Nudelauflauf, den ich je gekocht habe – und ich hab ihr die Zutaten aufgezählt.

Das Ende von GoT verlief in grauen Farben. Das hätten sich viele anders gewünscht – ich auch.

Heute ist Sonntag, der 26. Januar

Ist das nun dein Traum-Rad?, hat Geli, Schwiegermutter meiner Tochter, gefragt. Ich hatte ihr ein Foto von meiner Anschaffung geschickt, weil wir auch zusammen Radtouren im Nationalpark machen. Antwort: Es hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und fährt sich hundertmal besser als meine alte Tretmühle, so alt wie die Wende. WSV-Schnäppchen bei Karberg auf dem Hof. Mein Traum-Zahn hat die Entscheidung mit beeinflusst. Bin aber zufrieden!

Das ist auch in Ordnung, schreibt sie. Du kannst dir ja nicht einfach von dem Konto deines Mannes etwas rüberrubbeln, so wie ich. Wie ist das denn formuliert? So wie sie es schreibt, hab ich einen Mann und kann nur nicht auf sein Konto zurückgreifen. Du hast ja keinen Mann, von dessen Konto du dir was rüberschieben kannst, wäre zutreffend. Sie hat bestimmt gedacht, das klingt zu brutal: Ich hab einen Mann – du nicht. Das wär ja die Aussage dahinter.

Die Glocken läuten wieder, die Kirchturmuhr gongt, was die Stunde geschlagen hat – seit gestern. Da bin ich aber froh, dass mein Kirchturm sein Schweigen gebrochen hat. Mit Blick auf ihn hab ich immer gedacht, warum sagst du nichts? Du kannst doch nicht einfach verstummen …

Auf Narzist hat er gleich reagiert, zumindest glaub ich, was von ihm empfangen zu haben, über Telepathie. Er ist keiner. Er hat es noch anders gesagt, aber weil ich immer nicht weiß, ob das nur in meinem Kopf ist oder von ihm kommt, hab ich nicht den genauen Wortlaut geschrieben. Mit Vertrau deiner Intuition tu ich mich manchmal schwer, weil im Außen nichts sichtbar ist. Aber deshalb ja auch Intuition … Dabei ist die gerade zu Neumond besonders aktiv …

Heute ist Sonnabend, der 25. Januar

Gestern hab ich meine erste Radtour gemacht – neues Fahrrad! Erst zum Volksbad – große Wiese am Müritz-Strand in funkelndem Sonnenlicht zur Mittagsstunde – und dann noch nach Ecktannen bis East End. Vorher war ich bei meiner Schwester in der TAO-Schule zum Frühstück und danach haben wir angefangen zu entrümpeln. Ich sollte nur sagen: Kann weg, kann bleiben!

Am Tag davor bin ich erst mit Lars zur DSL-Packstation Team-Tankstelle gefahren, um seinen bestellten Beistelltisch abzuholen, dann lecker Mittagessen vom U-Nautic-Stand. Dann hab ich überlegt, ob ich mir für Kanada Alaska eine Karte im Vorverkauf hole – dann muss ich auch hingehen, oder an der Abendkasse – dann raff ich mich wahrscheinlich nicht auf. Also Vorverkauf. Dabei hab ich mir in der ersten Etage im Haus des Gastes die Foto-Ausstellung Warener Ansichten angeguckt. Die ist jedes Jahr mit den eingereichten Fotos für den Warener Kalender. Da ja nur 12 ausgesucht werden können, sind die restlichen, genauso schönen dann bis Mitte Februar dort zu bewundern. Hier hat der liebe Gott seine Ferinenwohnung – mein Gästebuch-Eintrag. Schöne Ausstellung oben, hab ich gesagt, als ich mir dann die Karte gekauft habe.

Nächste Station: Mein täglicher Einkauf bei EDK. Das ist immer ein Vergnügen – freundliche Verkäuferinnen, gesprächs- und kontaktfreudig. Und zu guter letzt – Zweirad-Karberg. Geguckt, Probefahrt, gekauft – Pegasus weiß, mit grünen Elementen. Gefällt mir sehr gut!

Ach, du hast es schön … sagt meine Tochter. Ja, wunderschön …

Heute ist Freitag, der 24. Januar

Kanada und Alaska – 3000 km Wildnis und Freiheit am Yukon. Das ist die zweite Multi-Visions-Show, die ich mir hier angesehen habe, nach Hurtig-Ruten. Diese ist von Robert Neu – er ist mit einem Schlauchboot von Pack-Rafting, nur 3 Kilo schwer, allein in die Wildnis gezogen. Die haben Frauen, wie auch bei Hurtig-Ruten, die anders sind, und sie sind auch anders … Wie bei Seelenpartnern.

Bei jedem Video-Vorschlag zu Seelenpartnern kommt auf Youtube auch mindestens einer zu Narzisten. Das hab ich erst übersehen oder ingnoriert, weil es – wenn ich dann rein geguckt habe – sehr aggro war. Nicht so bei Melodias. Der hat es sich wohl zur Lebensaufgabe gemacht, darüber aufzuklären, mit melodischer Stimme, wie sein Pseudonym sagt.

Jetzt kann ich mich entscheiden – Seelengefährte oder Narzist. Um das Thema Narzismus kommt man nicht rum beim Thema Seelenpartner. Ich seh mir beides an und denk – 80 % Übereinstimmung, mindestens! Damit will ich nicht umschwenken und sagen, es konnte nichts werden, weil er ein Narzisst ist, aber bei den Videos über NPS, narzistische Persönlichkeitsstörung, nick ich öfter und sag: Ja genau – als bei den über Dualseelen, Zwillingsflammen, Karma-Partnern.

In einem Video erklärt er sogar, warum viele einen Narzisten für ihren Seelenpartner halten.

Ich hab genug Abstand und ich hab einen geschützten Rahmen hier und bin vor allem bei mir selbst. Aber da spielen sich Dramen ab – auf beiden Seiten, NPS und DS.

 

Heute ist Donnerstag, der 23. Januar

Meine letzte Bewerbung war die bei Guti-Gutshaus, Ende August vor 2 Jahren. Da war die Saison eigentlich schon gelaufen. Bis Juli war ich bei Dana in der Praxis und hab mir danach 4 Wochen Auszeit und Sommerurlaub gegönnt, bis ich das Angebot fand. Ich hab mich nicht online beworben, wie man es sollte, sondern hab die angegebene Nummer angerufen und weil ich keinen erreicht habe, auf AB gesprochen: Ich möchte mir erstmal anhören, ob es überhaupt für mich in Frage kommt. Die meisten Angebote in der Gastronomie hier sind nämlich verkappte Putzjobs, wie ich aus vorausgegangenen Bewerbungen erfahren habe.

Dann kam gut zwei Wochen erstmal nichts und als ich zu Martina gesagt hab, das wird wohl nichts mehr, hat mich die Chefin angerufen und gesagt, das ist irgendwie untergegangen auf AB. E-Mail, wie angegeben, wäre besser gewesen. Dann hat sie mich eingeladen, mir das mal anzugucken – gleich am nächsten Tag. Als ich ankam, saß sie mit ihrem Mann noch gemütlich beim Frühstück. Da ich überpünktlich da war, hab ich gesagt: Ich guck mich draußen mal um und komm dann wieder. Dann ein kurzes Gespräch und am nächsten Tag war ich schon zur Probe da – am 31. August. Ab 1. September war ich eingestellt. Das war Liebe auf den ersten Blick – gegenseitig. Mein größtes Plus: Zeitliche Flexibilität – ihr größtes Plus: Genau so hab ich es mir vorgestellt …

 

Heute ist Mittwoch, der 22. Januar

Wir haben vorletzte Semesterwoche, ich bin froh, dass es bald vorbei ist, schreibt meine Tochter, Uni Rostock, Sprachenzentrum, Fachbereich Englisch. Ich muss an den Witz über Lehrer denken: Lehrer ist ein schöner Beruf – wenn die Schüler nicht wären. Nur, dass die Schüler Studenten sind.

Was bei ihr Semester ist, ist bei mir Hauptsaison. Die fängt erst Ostern langsam an. Jetzt, in der Nebensaison, ist es entspannt.

08:30 Uhr Klopfen an der Scheibe, ich saß grad am Laptop und es hat 2 Sekunden gedauert, bis ich es registriert hab. Lars fragt: Hast du Zeit? Kannst du mir einen Gefallen tun und mit mir halb eins zum Bewerbungsgespräch fahren? Soll ich mit reinkommen? Ha, ha. Er hat um 13 Uhr Termin und es ist feinstes graues November-Nieselpiesel-Wetter und wenn er mit dem Fahrrad fahren würde, wär er durchgeweicht, wenn er ankommt. Den Gefallen kann ich ihm schon mal tun …

Ist wohl ganz gut gelaufen, meint er. 6 Euro 30 mehr als Mindestlohn, den er jetzt hat, Zuschläge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, 30 Tage Urlaub. Dafür nur ein Wochenende im Monat frei. Eine Stunde hat es gedauert. Weil mir im Auto langsam kalt wurde, bin ich spazieren gegangen und hab gedacht: Gott sei Dank muss ich mich nirgendwo mehr bewerben, nirgendwo und bei keinem. Wie will er da hin kommen bei schlechtem Wetter ohne Auto? Müritz-Milch hat ihren Firmensitz in der Westsiedlung …

Heute ist Dienstag, der 21. Januar

Nach den eher ruhigen Tagen kommt Sigi nachher zum Kaffee und bringt Frühstück mit, zu Mittag kommt meine Schwester und nachmittags gucken wir die 8. und letzte Staffel von GoT Game of Thrones bei Sigi und Wolfgang unten. Die haben sie schon länger, aber mir war immer nicht so danach. Mein Herz hängt mehr an Jamie und Clare in Outlander, aber bis es da weitergeht, dauert noch …

Auch wenn es jetzt ungewohnt still ist, wie auch in einem Kommentar von Soli steht, ist die Ruhe sehr heilsam für die Aura und das Nervenkostüm.

Als Sigi vorige Woche zum Käffchen hier war, hat es mir in den Ohren gescheppert, sie redet sehr laut. Das war anstrengend, oder ich war besonders empfindlich. Wenn es heute wieder so ist, werd ich sie fragen, ob sie die Lautstärke bisschen runterdrehen kann. Ich hab sonst immer himmlische Ruhe hier oben.

Aniko kommt auch mit, hat Sigi grad mitgeteilt. Das werden dann noch mehr Dezibel, sie übertrumpft Sigi noch. Larsens Volume ist dagegen angenehm.

Sigi hat aus Versehen die zweite Folge zuerst eingeschmissen – die große Schlacht zwischen Gut und Böse. Macht nichts, hab ich gesagt, dann haben wir das Schlimmste schon hinter uns. Ja, hab ich gedacht, das Schlimmste haben wir hinter uns … hab ich hinter mir. Auf den Status, der es mal war, wird es nie mehr zurückfallen.

Heute ist Montag, der 20. Januar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Schreibe es in dein Herz, dass jeder Tag der beste Tag des Jahres ist. Ralph Waldo Emerson

Nebelnasse Kälte und 1 Grad. Der Kirchturm ist immer noch der stille Wächter, kein Laut. 20. des Monats – Stundeneinreichung für Guti-Gutshaus. Das mach ich erstmal …

Suppe kochen bis um 11, Mittag dann um 12 … Wie in „Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex“, nur nicht gelbe Rüben, sondern gelber Kürbis.

Ich würd gern mit meiner Familie zusammen essen, öfter. Meine Kinder sind zu weit weg, so hab ich meiner Schwester in der TAO-Schule eine Dose voll an die Tür gehängt, als ich von Dana gekommen bin. Wir haben ihr heute zu dritt – Grit, Nadine und ich – unser Praxis-Jubiläums-Geschenk überreicht, das nicht rechtzeitig rankam: 4 Kristallgläser aus der Arnstädter Manufaktur mit Gravur, die Grit, Neueinstellung für Praxisorganisation seit Januar und weitläufige Verwandtschaft von Dana, über ihre Thüringer Verwandtschaft besorgt hat.

Wie es seiner Frau wohl geht und was sie denkt, im Rückblick auf ihr bisheriges Leben. Immerhin haben sie drei Kinder zusammen.

Heute ist Sonntag, der 19. Januar

Von gestern zu heute ist ein nahtloser Übergang, zwischen Feierabend und ins Bett gehen. Der Quantensprung des neuen Jahrzehnts ist ein Versuch von mir, das hinter mir zu lassen, zeitlichen Abstand zu gewinnen. Das funktioniert natürlich nicht, wie ich es auch schon vermutet habe.

Was erschwerend hinzu kommt – hört sich vielleicht komisch an – ist mein Zahnimplantat-Provisorium. Eins geht nur, hab ich gedacht: Seine ständige Anwesenheit oder diesen Permanent-Fremdkörper im Mund. Einen Monat damit hab ich jetzt rum – einen von 6! Ich könnt‘ das Ding in’n Ausguss spucken, hab ich zu Anja gesagt. Bloß was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wahrscheinlich kostet beides Kraft – die ich nur für eins habe.

Ich hab jetzt alles versucht, gemacht und getan, und er ist immer noch da, war mal ein Kommentar zu einem Youtube-Kartenreading. Was noch? Dann wird es Zeit, das zu akzeptieren, war die Antwort.

Das war eine weise Antwort, die hätte ich ihr auch gegeben. Wenn ich was nicht abstellen kann, integrier ich es. Das geht immer noch mal besser, mal schlechter. Aber auch da hab ich Verständnis für mich.

Was soll das werden, soll das ewig so weitergehen mit uns? Dass er energetisch anwesend ist, mein ich damit. Das hab ich heute an ihn gerichtet, teils als Frage, teils als Feststellung.

Wäschewaschen, Blumengießen, Baden, Spazierengehen – der Sonntag nach Mondkalender. Und Ausschlafen …