Heute ist Donnerstag, der 22. August

Lieber weniger als mehr, hab ich gestern meiner Chefin beim Dinner for two, als die Gäste durch waren, auf ihre Frage geantwortet: Wie viele Tage die Woche möchtest du denn jetzt arbeiten? Sind 2 pro Woche okay? Ja, das ist okay! Wenn es dabei bleibt …

Als ich nachts draußen war, hab ich eine Sternschnuppe gesehen. Keine große, die über den ganzen Horizont meines Himmels-Blickwinkels gezogen ist, nur eine kleine, die am Kirchturm vorbeigehuscht ist. Ich hab mir nichts gewünscht, nur gedacht, das ist das erste Mal seit langem, dass ich überhaupt mal wieder eine sehe.

Jetzt scheint alles wie in Stein gemeißelt, denk ich – und das Bild sieht doch recht gut aus …

Heute ist Mittwoch, der 21. August

Als ich gestern im Altstadt-Center den Bäcker-Stand angesteuert hab, hat jemand meinen Namen gerufen. Das passiert öfter, da mein Bekanntenkreis nach fast 8 Jahren hier erheblich angewachsen ist. Ich hab mich umgedreht und es war Hanna – die ich auf unserer Prag-Fahrt kennengelernt habe. Was für ein schöner Zufall! Wir haben uns beide gefreut, zumal wir nicht unsere Telefon-Nummern ausgetauscht haben, in der Hoffnung, dass wir uns bestimmt mal zufällig treffen. Ich hab dich sogar von hinten erkannt, hat sie mich strahlend begrüßt. Auf der Reise hat sie zu mir gesagt: Das sieht putzig aus – und mein Haarband gemeint, das ich in allen Farben habe. Und am nächsten Tag: Du bist aber auch eine interessante Person! Als wir uns gestern verabschiedet haben, hat sie gesagt: Der ganze Bus fand dich toll, alles Liebe! Danke, dir auch, bis zum nächsten Mal …

Ja, das kenn ich, ich bin bei allen beliebt, Freunden, Kollegen, Gästen, wildfremden Leuten, die mich ansprechen. Ich strahl Sonnenschein aus – sogar, wenn die Fahne bei mir auf Halbmast steht.

Jetzt piept der nächste Rauchmelder im Minutentakt. Auch bei anderen Mietern, das hört man aus den Wohnungen im Treppenhaus. Auch bei Lars war neulich der Schornsteinfeger, um das abzustellen. Das ist wirklich ein Übel mit den Dingern …

7 Tage hatte ich jetzt frei – teils krankheitshalber, teils wegen Guti-Gutshaus-Krise – zu viel des Guten! Heute ab 17 Uhr …

Heute ist Dienstag, der 20. August

Manchmal guck ich, was andere in ihren Blogs schreiben. Nicht, um was daraus zu entnehmen, weil ich selbst nichts weiß, sondern um zu sehen, was sie so antreibt. So auch heute morgen zwischen halb 4 und halb 5, weil ich da wach geworden bin.

Da bin ich auf eine gestoßen, ein paar Stellen hinter mir, mit Atlantis im Namen. Auf Seite 2 bei Google-Suche-Blog-Dualseele. Ich hab mir ihre Seite durchgelesen und am Ende gesagt: Gott, ist das destruktiv – das kam so aus mir raus. Alles, in dem Du musst steht, ist mir suspekt, schon immer gewesen. Und da wundert sie sich über die schleppenden bis gar keinen Reaktionen auf ihre Aufrufe, im Blog mitzumachen …

Heute ist Montag, der 19. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Sei wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen. Er bleibt stehen, während sich rings um ihn die angeschwollenen Gewässer legen. Marc Aurel

Die angeschwollenen Gewässer hab ich hauptsächlich in meinen Beinen gespürt. Die freien Tage und Schonung wirken Wunder …

Heut hab ich erstmal angefangen, mein Palais zu reinigen, nachdem Sigi nach 6 Wochen zum ersten Mal wieder mit Frühstücks-Tablett zum Morgen-Käffchen hier war. Sehr weit bin ich noch nicht gekommen, weil noch ziemlich schlapp nach krank – nur feuchte Boden-Kosmetik, sprich Wischen, und die Sanitär-Keramik …

Schreiben lag mir mal sehr am Herzen, aber da gab es auch noch was, was mir am Herzen lag. Jetzt hab ich Mühe, die paar Wortfetzen einzutippen. Es ist müßig, darüber noch Worte zu verlieren – es lag mir nur so auf der Zunge … Ich bin nicht in der besten, hoffnungsvollsten Stimmung und nur mit Alltagskram beschäftigt.

 

Heute ist Sonntag, der 18. August

Mein Vermieter in Paderborn hat eine neue Bankverbindung ab September. Lars hat mir heute Morgen das Schreiben gezeigt – das bei mir dann noch im Briefkasten ruht – als er geguckt hat, ob ich sein WLAN bei mir empfangen kann. Mit dem Auszug von Christine am 7.9. zieht auch ihr WLAN mit aus, das ich mit genutzt habe. Mit dem Empfang das klappt … Ein verschlafenes, ereignisloses Wochenende ist das.

Heute ist Sonnabend, der 17. August

Die 3 Glücksmomente hab ich gestern so zusammengefasst und aufgeschrieben:

Heute war ich bei Birgit nachmittags bei ihrem Wohnwagen. Wir haben auf der Wiese Champis gesammelt, wo ein herrlicher Blick in die weite Landschaft zu genießen war. Dann ist sie zum Meisterschüler-Training nach Neubrandenburg gefahren und ich hab unterm Sonnendach die Pilze gleich geputzt. Das war so beruhigend da, im Grünen, und ich hab über Lebensformen nachgedacht und über Sinn und Unsinn von zum Beispiel Kartenlegen. Die Pilze schmurgeln jetzt in der Pfanne und auf dem Heimweg hab ich gedacht, es wird sich schon alles finden … ob ich auch mal so alternativ leben möchte oder was anderes kommt. Das sind unnötige Gedanken …

Als ich eben von der abendlichen Terrasse kurz rein gekommen bin, hab ich einen Anruf von Guti-Gutshaus gesehen. Bei Rückruf war nur der AB dran. Mein Text: Hallo Bettina, du hattest angerufen. Ich wollte noch warten, ob es mir morgen wieder besser geht, aber es sieht nicht so aus. Ich hab noch übel Magen-Darm und hoff, dass es mir nächste Woche wieder besser geht. Liebe Grüße bis bald!

Eigentlich hab ich übel Gehirn oder besser Herz, das mir sagt, im Moment kommt alles zu kurz – Freunde treffen und die schönen Seiten des Lebens. Ich denk mehr an Reisen und Gast in Hotels zu sein, als andere Leute zu bedienen. Gute Nacht …

Heute ist Freitag, der 16. August

Vollmond-Erkenntnis ist nicht ganz richtig. Die hatte ich vorher schon. Der Vollmond im Wassermann spült es nur noch mal hoch ins Bewusstsein …

Wie leer meine Speicher sind … und das im August, wo doch die Hoch-Zeit der Ernte ist. Herbst ist auch noch Erntezeit – Spätlese!

Um 10 nachher Treffen mit Cindy und Anke zum Bäcker-Frühstück. Mit Anke stand ich 5 Jahre auf der Müritz-Saga-Bühne. Cindy ist beim Catering dort.

Das ist heute ein herrliches Abendrot! Ich hab mich erstmal krank gemeldet bei Guti-Gutshaus. Ich find, das ist ’ne schöne Stundensumme, umgerechnet in Euro, für diesen Monat. Die lass ich mal so stehen bis zur Abrechnung am 20. – danach bin ich dann wieder für sie da …

22:22 Das Abendrot war schon schön vorhin. Der Mond, der jetzt über den Dächern neben dem Kirchturm aufgeht, sieht magisch aus – wie 2 Mondhälften horizontal durch Wolken geteilt. So faszinierende Anblicke bietet uns die Natur …

Ulla, bei der sich schmerzhaft ihr ISG-Illiosakral-Gelenk meldet, hat dabei noch so viel Muße, mir eine WhatsApp zu schicken, in der es um die Jugend von früher und heute geht, zum Nachteil von heute. Nicht so radikal Ulla, hab ich geantwortet. Früher war nicht alles gut, heute ist nicht alles schlecht! Wenn du anfängst, auf die Jugend von heute zu wettern, bist du wirklich alt – deine ISG-Beschwerden gehen vorüber. Man kann sich über vieles aufregen – oder es lassen.

Heute ist Donnerstag, der 15. August

Seit 2 Tagen hab ich fast nur geschlafen. Ich fühl mich krank, k. o. und schlapp und hab Bauchschmerzen – da, wo Tamina ihre Kaiserschnitt-Narbe hat. Ich hab noch nie so direkt gemerkt, dass ich alles unmittelbar aus meiner Umgebung aufnehme wie ein Schwamm.

Außerdem bin ich schon den ganzen Sommer über’m Eichstrich der Belastungsgrenze … Wenn ich mich bis heute Abend nicht besser fühle, sag ich Anja ab.

Geh bloß nicht mehr auf solche Feste, wo dein Liebster mit anderen tanzt. Das ist meine Vollmond-Erkenntnis. 

Ich hab abgesagt heute Abend wegen krank. Ich bin schon weit über meinem Stunden-Limit und hab nur ein Bedürfnis – Schlafen. Das zeigt mir, wie leer meine Speicher sind …

Heute ist Dienstag, der 13. August

Ich hab unruhig geschlafen und geträumt und hab Herzklopfen … Das ist schon der Vollmond-Einfluss, massiv. Aber ich will nicht dem Jammern Vorschub leisten und konzentrier mich lieber auf die zusätzliche, also außerplanmäßige Abendschicht. Geburtstagsfeier mit 22 Personen zum Essen – aber im Plan steht: Dirk kocht! Das ist unser Rent-a-Koch – schöne Denglisch-Mischung Deutsch/Englisch – für solche besonderen Anlässe.

Das Einzige, was ich außer Ausruhen zustande bringe, ist: Ich hab über den Hausmeister den Schornsteinfeger herbei zitiert, weil der Rauchmelder im Schlafzimmer piept. Der kam sogar innerhalb von 30 Minuten! Das ist schon mal erledigt. Meiner Ex-Schwägerin in Berlin – die, die im Mai die 2. Geige geheiratet hat – mit WhatsApp zum Geburtstag gratuliert und nun brauch ich noch einen Doc-Termin, um mir Lymphdrainage verschreiben zu lassen, um meinen Beinen was Gutes zu tun … Dann gab es am Sonntag noch eine schöne Überraschung, die ich in mein Glücks-Tagebuch eingetragen hab:

Um zwölf Uhr mittags kam eine WhatsApp von meiner jüngsten Schwester: Tine hat die Gruppe Nita, Bibi und Tine erstellt. Das sind wir drei Schwestern, eigentlich ABC – Anita, Birgit und Christine. Darin stand: Hallo meine Lieben, ich sitze in Dammwolde auf ’nem Baumstamm in der Sonne und freue mich über den schönen Sonnenblumenstrauß und dachte, ich lass euch daran teilhaben. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine genauso schöne Woche. Seid lieb gegrüßt und gedrückt!

Gute Idee – eine Schwestern-Gruppe zu gründen. Sie hat das Foto mit dem Sonnenblumenstrauß vor dem Grab unserer Eltern mit uns geteilt. Jetzt schreibt jede von uns, was sie bewegt und so sind wir – auf diesem Weg – mehr in Kontakt. In ihrem näheren und weiteren Umfeld gab es in letzter Zeit gehäuft plötzliche Todesfälle und andere traurige Nachrichten. Ich glaub, das hat ihr zu denken gegeben, darüber haben wir neulich am Telefon gesprochen. Es ging auch darum, geplante Vorhaben immer wieder aufzuschieben, bis es dann manchmal zu spät ist. Irgendwann ist ein Synonym für Niemals, hab ich gesagt – das hatte ich irgendwo gelesen. Lass uns unsere Rom-Reise im Auge behalten!, hab ich gesagt. Machen wir …