Heute ist Dienstag, der 3. Dezember

Als ich eben aufgestanden bin zum Morgenkaffee 04:30, waren 7 WhatsApps da: 6 Fotos und 1 Video von Jonte. Das versprochene Ich bin 4 Monate alt Foto haben sie nicht geschafft, das wird heute nachgereicht, dafür gab es gestern die erste testweise Kürbisbreifütterung. Jonti war semi-begeistert, schreibt Michael. Ha, ha, das ist unschwer zu erkennen! Das liegt daran, dass er meine Kürbissuppe noch nicht gekostet hat. Ich weiß nicht, ob ich ihnen das schreibe … Die Bilder jedenfalls sind köstlich!

Es gibt bis jetzt 2, nein 3 Arten von ihm, sich der Welt zu zeigen, die ich meistens nur auf den Fotos sehe. Die erste ist die teilnehmende, entdeckende, interessierte, agile – wie bei allen Babys.  Die zweite ist die introvertierte, die mindestens die Hälfte ausmacht, wenn nicht mehr. Er guckt mit Tunnelblick auf einen Punkt, ungefähr eine Armlänge vor ihm, den nur er ausmachen kann. Wenn ich das sehe, denke ich, er überlegt, wie es sein kann, dass er von dort, wo er war, hierher gekommen ist, wo er jetzt ist. So auch auf dem Profilbild mit mir.

Die dritte ist schlafend mit so entzückenden Gesichtszügen, dass man meinen könnte, er liegt noch in seinem Himmelbett

Heute hab ich die Kompressions-Strumpfhose abgeholt. Sieht gut aus, Blaubeer-blau, und fühlt sich gut an, wenn man denn erst mal drin ist. Soll auch schöne Beine machen, als wenn wir die nicht schon hätten …

Heute ist Montag, der 2. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das wunderbarste Märchen ist das Leben selbst. Hans Christian Andersen

Alle Märchen haben ein Happy End, alle … Alle Leben auch?

Mei, ist der kleine Bub goldig, schaut sehr kritisch und schon wissend in die Welt, hat Sabinchen zum Profilfoto geschrieben. Wissend ja, aber wenn er kritisch guckt, guckt er so: Und ich hab ihr ein Bild geschickt, auf dem er stirnrunzelnd seine Mutter ansieht.

Kommen und Gehen – das ist Leben – und die Spanne dazwischen, die wir hierher abgesandt sind, kürzer oder länger. Und das ewige Leben? Gibt’s das auch? Das hängt davon ab, ob man eine Religion in sich verankert hat. Das sind meine einfachen Antworten auf komplexe Fragen …

Das Kalenderbild zum Spruch zeigt ein Polarlicht über einem Fjord – in dem magischen Grünton, in dem auch manchmal mein Kirchturm abends leuchtet. Auch, wenn das kein Werk der Schöpfung, sondern des hiesigen Stromanbieters ist, sieht es märchenhaft schön aus, wie ich schon öfter geschrieben habe. Egal ob Grün, Gold, Violett, Purpur – ihm stehen alle Farben …

Heute ist Sonntag, der 1. Dezember

Als ich Silvia gestern zum Auto gebracht hab, stand an der Kirche, dass dieses Wochenende Adventsmarkt von St. Marien ist. Das ist gleich neben dem Parkplatz, da können wir auch nochmal hingehen, hab ich vorgeschlagen. Da will ich auch hin, hat eine Frau gesagt, die uns entgegenkam. Sie ging aber in die entgegengesetzte Richtung. Das ist in der Unterwallstraße … ich hab ihr den Weg erklärt. Dann ging sie hinter uns, bog aber in die nächste Seitengasse ab. Nein, nicht da lang, immer uns nach, wir wollen da auch hin. Sie hat uns eine schöne Adventszeit gewünscht und sich für den Weg bedankt: Engel sind überall, auch wenn man sie nicht sieht …

Gestern hab ich auf Sigis Frage, was ich heute mache, geantwortet: Ausschlafen und ruhigen 1. Advent, nach 2 Tagen schöner Stunden mit Silvi und danach noch mit Aniko beim Adventsmarkt, sehr stimmungsvoll mit Feuerschalen, vielen Kerzengläsern in Butterbrotpapiertüten und allem drum und dran. Heute Vormittag hab ich in mühevoller Kleinarbeit meine Zuckerstangen-Schlitten zusammengefriemelt. Dazu braucht man eigentlich 4 Hände …

Vorhin hat mir meine Tochter geschrieben: Ey Mutti, Hammer Profilfoto! Ja, es ist das schönste Foto von mir und Jonte. Ich hab ihr geantwortet: Das sind 60 Jahre Altersunterschied, ich hab es trotz Falten veröffentlicht. Sie: Gegen Falten kann man was machen. Ich: Temporär, nicht grundsätzlich …

Der Zenit ist überschritten, so hab ich vorher nicht gedacht.

Heute ist Sonnabend, der 30. November

Das war schön mit Silvia, gestern und heute. Sie kam aber total erkältet hier an und ich hab gedacht, hoffentlich steck ich mich nicht gleich wieder an. Wir waren Frühstücken und Einkaufen – nur Lichterketten, Adventskranz, Geschenkband und -Papier und dann an der Müritz am Hafen bei schönstem Sonnenschein – sie Kinderpunsch, ich Glühwein Rosé und ein schönes Erinnerungs-Foto, das eine freundliche Passantin für uns aufgenommen hat. Am Glühweinstand war eine Tombola vom Lions Club zugunsten der Waldorfschule. Komm Silvi, ein Los nehmen wir jeder! In ihrem stand: Pech im Spiel, Glück in der Liebe! Mein Gewinn auf Los Nr. 82 war eine Piccolo-Flasche Rotkäppchen Rosé – ganz passend zum Glühwein! Wir haben schön gelacht …

Der Himmel voll Sterne und der Kirchturm ist purpurrot beleuchtet – märchenhaft!

Heute ist Freitag, der 29. November

Gleich heute früh hab ich mal eine Karte aus Amors Botschaften gezogen. Kaum, dass ich angefangen hatte zu mischen, hüppte diese hoch: Seelenpartner – Dein Seelenpartner ist im Geiste bereits bei dir. Glaube daran! Ich hatte gedacht, dass es vielleicht diese wird, aber das sind 44 Karten in Herzform und es hätte auch jede andere sein können …

An der Unterseite des Decks lag: Tief in deinem Herzen kennst du bereits die Antwort. Tu das, was für dich richtig ist.

Witzig ist dabei, ich wollte erst das Seelenpartner-Orakel nehmen, hab mich dann aber für Amor entschieden und siehe da … er präsentiert mir doch den Seelenpartner! Heute, wo er Geburtstag hat! Nicht Amor, sondern Maik.

Heute ist Donnerstag, der 28. November

N o v e m b e r – eine Freundschaft wird das nicht, maximal Frieden mit ihm schließen und friedliche Koexistenz. Der gemalte Himmel gestern morgen war nur ein kurz gewährter Moment für die Dauer eines Augenaufschlags. Abends wurde es klarer, mit Sternen am Himmel, die ich, glaube ich, den ganzen Monat nicht gesehen habe. Um 11 bin ich nachher bei Dana zur Weihnachts-Fußpflege. Ich hab einen weiß-goldenen Lindt-Adventskalender gekauft und am späten Nachmittag Käse-Lauch-Suppe gekocht zum Mitnehmen.

Heute früh war er noch schöner als Aquarell – für den Moment …

Morgen kommt Silvi bis Sonnabend. Sie wollte eigentlich voriges Wochenende kommen, hat dann aber gefragt, ob wir es auf den 29. November verschieben können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Mittwoch, der 27. November

Liebe ist, wie sie ist, und nicht wie die Vorstellung davon, wie sie zu sein hat.

Gestern war Christine überraschend hier, nachdem wir uns länger nicht gesehen haben. Sie hat erzählt, sie wollte neulich mit Rainer reden und er hat gesagt: In der Frauenkirche in Dresden wurde eingebrochen … Ich musste lachen. Er ist auch Schütze – das hätte auch von Maik sein können.

So ein Zufall, abends hat mir dann auch ihre Mutter noch auf WhatsApp geschrieben.

Seit gestern hab ich das Gefühl, ich hab ein neues Auto. Dass es so gut wird, hätte ich nicht gedacht! Wenn ich den Preis durch 13 teile, sind es nur 21,50 pro Jahr – das relativiert sich dann wieder. Das war eine gute Investition in meine Mobilität.

Nachmittags war ich bei Christa eingeladen, um ihre Adventsausstellung zu bewundern. Ich bekomm jetzt Inkontinenzeinlagen auf Rezept, die kannst du dir auch verschreiben lassen, hat sie gesagt. Nee, nee, nee … Oh Gott, Hilfe!

Als ich heute die Augen aufgeklappt hab, war ein Wolkengemälde im Fenster-Rahmen zu sehen mit schönen Kontrasten aus Farbe und Licht. Das hebt gleich die Stimmung nach den grauen Tagen. Mein schönes Himmelreich hier oben …

Heute ist Dienstag, der 26. November

Gestern hab ich mein Auto zur Innenraumreinigung gebracht, so hatte ich es vor. Er hat mich aber überzeugt, dass eine Komplettreinigung mit Lackpolitur angebracht ist – also innen und außen. Das sieht dann aus wie der, hat er gesagt und auf einen Mittelklassewagen gezeigt, der gerade vom Hof rollte. Wir bereiten die Fahrzeuge auf, danach können sie es verkaufen. Ich will es nicht verkaufen, hab ich gedacht, sondern damit fahren und ich will kein neues Auto, sondern ein sauberes. Schamponieren der Sitze kostet extra! Da bin ich ja von aus gegangen, dass das inklusive ist und dass 150 Eus nicht für Staubsaugen sind. Also die Sitze, Lack, Motor-Innenraum und noch neue Fußmatten und schon sind wir fast beim doppelten Preis. So geht ein gut Teil meines Weihnachtsgeldes dahin, für einen guten Zweck. Das hat es sich verdient für 13 Jahre treue Dienste und 100000 km.

Das ist aber noch nicht alles – es folgen noch TÜV, AU und Durchsicht im Januar. Bei solchen Anlässen denk ich immer, ich hab ein Einkommen, nein, ich hab 2, doch beide zusammen ergeben soviel wie ein durchschnittliches. Ich meine, ich bin Alleinverdiener. Ein schönes Kleid für Weihnachten und Guti-Gutshaus-Silvester hab ich mir auch noch bestellt – Farbe Rote Bete/Pink, bei meinem englischen Versand Boden.direct. Auch mit Rabatt-Aktion ist es immer noch 3mal soviel wie hier auf dem Markt gekauft,  aber auch 3mal schöner …

Heute ist Montag, der 25. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Was machen Sie? Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen. Rahel Varnhagen

Google: Rahel Varnhagen von Ense, 1771 bis 1833, war eine deutsche Schriftstellerin und Salonnière jüdischer Abstammung. Da hab ich nachgeguckt, das wusste ich nicht. Noch nie gehört. Die meisten Verfasser der Zitate im Kalender kenne ich.

Gestern Abend hat auch das Leben auf mich geregnet, durchs Telefon. Michael hat angerufen und Jonte hat die ganze Zeit gekräht, quicklebendig und munter, abends um 9. Sonst hab ich auch Hintergrundgeräusche von ihm gehört, aber gestern war Michael das Hintergrundgeräusch. Das war eine Freude und Überraschung. Wir freuen uns schon sehr auf Weihnachten. Dann ist er das erste Mal hier bei mir …

Heute ist Sonntag, der 24. November

Noch ein Monat bis Heiligabend. Ich dekorier schon jeden Tag was Schönes für drinnen und draußen. Heute die zweite Adventsausstellung in der Gärtnerei Bergmann hier. Ich wollte mir schon eine Zuckerhut-Fichte im Topf bei Amaz bestellen, guck aber erstmal hier. Die Jahre zuvor hab ich mich nicht viel um Weihnachten geschert. Mein Fokus war darauf gerichtet, wer an den Feiertagen nicht bei mir ist – dieses Jahr ist es umgekehrt und so herrscht nicht trübe Stimmung, sondern festliche …

Als ich gestern beim Adventsmarkt mal zum Rauchen rausgegangen bin, hab ich meinen Blick in die Runde schweifen lassen und – er blieb an den Scheiben des gegenüberliegenden Gewächshauses hängen: Dort war eine Stoffbahn zweimal lose über eine Stange geworfen … Erst wollte ich es nicht fotografieren, aber ich musste lächeln und hab’s dann doch getan. Was da hing, war auf den ersten Blick nur Stoff, und auf den zweiten ein großes rotes Weihnachts-M … Auch wenn es ein zufälliges Arrangement war, gefreut hab ich mich trotzdem, es war irgendwie schön …