Heute ist Freitag, der 3. Januar

Das war was in Rostock gestern. Nachdem ich mich von P4 Parkdeck wieder auf ebenerdig Schranke Ausgang gewunden hatte, hatte ich eine schöne neue Handtasche im Auto. Die gute alte Eastpak fiel schon auseinander. Zuletzt war ich vor ca. 8 Jahren in Galeria Kaufhof. Und, hast du eine Kasse gefunden?, hat Manja Nageltante gefragt, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich da war. Erst nach längerem im Kreis drehen – die haben da nur noch eine Warteschlange mit Aufrücken, wie bei TK Maxx. Verkaufskulturfördernd ist das gerade nicht.

Aber ein schönes Gespräch mit einer lebensreiferen Verkäuferin – die haben sie noch – hatte ich. „Kann ich ihnen behilflich sein?“ – „Nein, ich glaub nicht, die hier war mein erster Griff und die gefällt mir auch am besten von allen.“ Dann hat sie nach einer freundlichen Produktberatung noch gesagt: Sowas tragen die jungen Mädels jetzt alle … „Na, junge Mädels …!“ Auf die Frage nach einer Kasse kam: Dann waren Sie aber lange nicht hier. Stimmt … und wir haben noch ein bisschen weiter erzählt.

Entweder wollte ich mir eine Tasche oder Mondkalender und Kartendeck kaufen. Bücher sind raus aus dem Sortiment, hat sie mir zu verstehen gegeben. Also Tasche – es gab auch welche 100 % lederfrei, gefielen mir aber alle nicht. Wenn das arme Vieh schon tot ist, kann es auch bei mir einen ehrenvollen Platz haben, hab ich gedacht.

Gutschein-Bezuschussung betrug 40 %.

Heute ist Donnerstag, der 2. Januar

So richtig angekommen ist das Neue Jahr bei mir noch nicht oder ich in ihm. Diesmal hab ich überhaupt nicht das Gefühl, dass ein neues Jahr anfängt, sondern dass alles so weitergeht, was ja auch sein Gutes hat.∗

Gestern war WhatsApp-Neujahrstag mit Freundschafts- und Kontaktpflege mit zwischendurch paar Karten-Readings auf Youtube sehen. Tantchen hat mir Gesundheit, Glück und Zufriedenheit gewünscht mit grünen Kleeblättern. Bisschen was Aufregendes kann auch dabei sein, hab ich geantwortet, sind ja 5 Kleeblätter … Aber erstmal nehm ich Gesundheit. Mit Akut-Maßnahmen und freiverkäuflichen Mitteln – ich hatte keinen Nerv, mir noch ein Rezept zwischen den Feiertagen zu besorgen – ist die Erkältung auf dem Weg der Besserung.

Der einzige persönliche Kontakt war mit Lars, der gesehen hatte, dass meine Terrassentür offenstand, und wir haben uns gegenseitig gute Wünsche ausgesprochen – ich ihm natürlich mit viel Glück für eine neue Arbeitsstelle. Noch hat er keine Rückmeldungen auf seine 2 Bewerbungen, da passiert bestimmt frühestens in der nächsten Woche was.

Heute ist die letzte Bescherung bei Martina in Verbindung mit Besuch bei Manja Nageltante. Schon am 2. Tag des Jahres – so früh haben wir uns sonst nicht gesehen. Für Galeria-Kaufhof hab ich einen Weihnachts-Geschenk-Gutschein von Sigi und Angelika, den werd ich gleich umsetzen bei der Gelegenheit.

∗Ich hab das Gefühl, es sind keine großen Sachen mehr vorgesehen. Die eine war’s – das soll jetzt für’s ganze Leben reichen …

Heute ist Dienstag, der 31. Dezember

Guten Rutsch – ist ziemlich einfallslos. Deshalb hab ich Silvestersprüche gegooglet:

Ich trinke auf gute Freunde, verlorene Liebe, auf alte Götter und auf neue Ziele, auf den ganz normalen Wahnsinn, auf das was einmal war. Darauf, dass alles endet und auf ein Neues Jahr!

Ja, der ist es …

Krank arbeiten gehen, sollte der Vergangenheit angehören. Diesmal ist es noch so. Ich hab keine Lust, allein krank im Bett zu liegen an der Schwelle zum neuen Jahrzehnt. Beginn: 18:00 Uhr

Fünf vor 12 zu Hause – ich konnte krankheitshalber eher gehen.

Prosit Neujahr!

 

Heute ist Montag, der 30. Dezember

Letzter Montags-Gelassenheitsspruch 2019:

Es ist nie zu spät, so zu sein, wie man gerne wäre. George Eliot

Auf dem Foto eine brennende Wunderkerze …

Heute hat Christine Geburtstag, meine liebe Freundin, Tochter und Nachbarin über lange Zeit. Ich hol ihr einen Gutschein für Frühstück oder Kaffeepausen bei Bäckerei Junge, das ist ihr Stammlokal und ich denk, darüber freut sie sich am meisten.

Michael hat gestern ein Foto geschickt: Jonti ist heute zum ersten Mal Fahrrad gefahren! Sie haben sich so einen Baby-Fahrrad-Anhänger gekauft und er thront darin – so ein süßer Zwerg mit roten Bäckchen und roter Nase – schön warm eingepackt mit Handschuhen und Mütze im gemusterten Auto-Overall von Christines Baby-Sachen. Da wird sie sich freuen …

Als sie Weihnachten hier waren und er langsam gneckerig wurde, hab ich gesagt: Moment – ich hab was! Und dann hab ich die LED-Farbwechsel-Leuchtkugel, meine Kristallkugel, die ich von der Haus- und Hofgesellschaft zum Geburtstag bekommen habe, zum ersten Mal gebraucht … Geli, die Schwiegermutter meiner Tochter, hat gesagt: Oh Gott, ihm fallen die Augen aus dem Kopf! Was hat er gestaunt – über das magische Farben-Wunder. Das hat seine Welt noch nicht gesehen! Die drei haben sich dann oben auf mein Bett gelegt und er ist süß eingeschlummert, zusammen mit den Klimper-Klängen von meiner schönen Holz-Spieluhr mit Mond drauf.

Mehr Zeit mit meinen Lieben verbringen – das möchte ich im Neuen Jahr!

 

 

Heute ist Sonntag, der 29. Dezember

Vorhin hat Dani geschrieben und gefragt, wie es mir mit meinem Zahn geht? Wir wollten uns zwischen den Feiertagen treffen – das wird nun nix. Sie sind auch noch nicht wieder gesund und stecken sich immer wieder gegenseitig an. Das geht auch schon seit Anfang Dezember bei ihnen mit hartnäckiger Erkältung. So langsam reicht’s mal mit Unannehmlichkeiten – mir hat schon die Zahnprozedur gereicht und 10 Tage Antibiotikum nehmen. Auf Erkältung hätte ich jetzt gut verzichten können. Nach dem Frühstück Morgenbad in Warener Salzsole, Bett frisch beziehen und wieder hinlegen, das war der Tag bis jetzt.

Auf der Terrasse hat Lars mir seinen derzeitigen beruflichen Ist-Zustand erläutert mit diversen Bewerbungen und Kündigungsfrist und Abwarten. Dann hat er sich verabschiedet zu einem Spaziergang mit Leyla und der Lütten. „Ich bin abends wieder da – oder am späten Nachmittag!“ Manuel hat auch angerufen und wir haben seinen Besuch auf die erste Januarwoche vertagt, er hat noch bis zum 6. frei. Vorausgesetzt, ich bin bis dahin wieder gesund.

Ansonsten ist Ruhe hier oben – immer noch Leerstand in der Nachbarwohnung seit Oktober. Unten auf dem Markt wird emsig und ruhig – das kenn ich auch anders – das Weihnachtszelt abgebaut. Gestern und vorgestern war noch After-Weihnachts-Party, allerdings wenig weihnachtlich, mit Tecno.

Morgen ist Nach-Weihnachts-Schwestern-Treffen hier bei mir. Da freu ich mich drauf. Heute ist ein Lost-Tag und so fühl ich mich auch …

Heute ist Sonnabend, der 28. Dezember

Gleiches Spiel wie gestern – schlafen bis zum Guti-Gutshaus-Beginn um 17 Uhr, nur gestern müde, heute krank. Frieren und Frösteln und Erkältung im Anflug. Ich will aber nicht absagen, weil Anja alleine ist, auch wenn es überschaubar-entspannt ist zwischen den Feiertagen. Meinen Frisörtermin heute bei Alanya hab ich aber auf Montag verlegt, das reicht noch zum Aufhübschen für Silvester.

Manuel wollte heute kommen, hat sich aber noch nicht gemeldet und wenn er es tut, werd ich absagen wegen Unpässlichkeit.

So, ich hab jetzt Guti-Gutshaus doch abgesagt, ich bin zuhause besser aufgehoben in dem Zustand. Anja schafft das auch alleine heute, sagt sie. Lieber ins Bett, ehe ich mich Silvester über die Runden quäle …

Heute ist Freitag, der 27. Januar

Das war was gestern – so schön, so anstrengend! Von allen Freuden war Klein-Jonte die größte! Das schreib ich nochmal extra. Die halbe Nacht hab ich nicht geschlafen. War doch Stress mit der ganzen Vorbereitung und dann die Bude voll von halb 3 bis halb 11. Heute früh hatte ich gleich Zahnarzt-Termin zum Fädenziehen. Jetzt, um 12:00, geh ich wieder schlafen bis um 4 – dann ist schon wieder Vorbereitung auf Guti-Gutshaus …

Heute ist Donnerstag, der 26. Dezember

Mutti, für dein Weihnachtsgeschenk wirst du deine Komfortzone etwas verlassen müssen, hat meine Tochter mir schon angekündigt. Liegt die Betonung auf etwas oder verlassen? Mein erster Einfall dazu war: Kletterwald? Hoffentlich nicht!

Mit dem Glockenläuten um 6 war ich gestern in der Küche fertig, das hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. Na, den halben, denn ich bin erst um halb 11 aus tiefem Schlummer aufgewacht. Da hat mir Wolfgang Kartoffelsalat hochgebracht. Abends war ich dann rechtschaffen k. o. – aber die ganze Wohnung duftet nach lieblichen Gerüchen. Einziges Defizit – 1 Becher Schlagsahne zu wenig. Ich brauch 2: für Kastaniensuppe und für Torte. Hab ich einfach halbiert …

Tamina und Michael haben mir ein Heiligabend-Bild mit Jonte als kleinem Weihnachtsmann geschickt. Das sieht so drollig aus – er guckt wie’n Auto … Sogar Stiefelchen-Socken hat sein Weihnachtsmann-Kostüm in Größe 62, 68? Wenn ich Lars noch sehe, frag ich ihn, ob er mir sein Kinderreisebett ausleiht, aber die schlafen ja heutzutage überall in jeder Lebenslage, auch ohne Bett. Jedenfalls freu ich mich schon sehr! Anvisierte Zeit: 14:30 – 15:00 Uhr

Heute ist Mittwoch, der 25. Dezember

Sei gesegnet, du armes Schwein … hab ich voller Anteilnahme gesagt, als ich mit Überwindung die 500 g Zutat aus der Massentierhaltung für das Serbische Reisfleisch, Weihnachtsessens-Wunsch der Schwiegereltern meiner Tochter, zerschnitten habe. Nochmal nicht! Man kann’s auch übertreiben, werden sicher einige denken, aber in dem Fall ist Übertreibung besser als Untertreibung. Das ist für mich Anlass, wenigstens wieder ein bewussterer Sometimes-Vegetarier zu werden. Ausnahmen sind meist nur die Guti-Gutsfleisch-Mahlzeiten, von denen ich aber weiß, dass sie Bio und aus der Region sind. Wenigstens ist das aber der einzige fleischliche Frevel in meinem Weihnachts-Menü. Nächstes Jahr gibt’s vollwertig Veggy.

Heute ist Weihnachtsküchen-Tag für unsere Familien-Feier morgen. Einen Teil hab ich gestern schon gezaubert. Angefangen hab ich mit dem After-Eight-Likör nach DDR-Rezept, also Schoko-Minz-Likör. Was nicht in die Flaschen ging, hab ich selbst verkostet, wohlig-entspannt auf der Terrasse. So viel war’s nicht, doch  danach hab ich erstmal ein Päuschen eingelegt.

Als ich, als es schon dunkel war, überlegt hab, Badewanne oder noch Spaziergang, hab ich mich für frische Luft entschieden. An der Müritz-Promenade kam ein Hund auf mich zu gerannt mit lautem Gekläff – Mensch, das ist ja Fritzi … da kann doch Carmen auch nicht weit sein! So ein schöner Weihnachts-Zufall!

Jetzt noch Maronen-Suppe und Salad Rote-Bete-Bergkäse! Morgen kommt dann noch die Füllung auf die Förstertorte und saure Sahne und geriebener Emmentaler an das Arme-Schwein-Gericht …