Heute ist Mittwoch, der 19. Dezember

Einer, der mal vorbei schneit, wie er will – das ist überhaupt nicht das, was ich wollte. Warum bin ich da nicht schon mal eher drauf gekommen, sondern erst jetzt?

Was ich hier schreibe, ist nur die Essenz dessen, was alles in mir vorgeht und passiert. Wenn ich schreibe: Wie konnte ich mir das nur antun? Mich so geringschätzig von ihm behandeln zu lassen. Dann ist dem voraus gegangen, dass ich mir alles nochmal angesehen habe. Bilanzieren ist meine Arbeit zum Jahresende. Dazu habe ich mich weitgehend zurückgezogen und auf die wenigsten Kontakte beschränkt. „Am liebsten bin ich für mich …“ Statt Ablenkung, zu der viele raten – die aber nur die Wirkung einer Kopfschmerztablette hat – geh ich alles nochmal durch und seh es mir an, damit es sich verabschieden und gehen kann. Ich seh es nicht nur an, ich fühle es nochmal: Was hat das mit mir gemacht?

Was hat das mit mir gemacht, als ich ihn aufgefordert habe: Sprich mit mir! Und es kam nur Schweigen. Was hat das mit mir gemacht, als er mir ein paar Brocken als Erklärung hingeworfen hat? Was hat das mit mir gemacht, als ich erfahren habe, das ist nicht die Wahrheit? Was hat das mit mir gemacht, als ich nach und nach von immer mehr und anderen Frauen gehört habe? Nur nicht von ihm, sondern auf Umwegen. Was hat das mit mir gemacht, als mir klar wurde, dass er schon längst auf Abwegen ist? Einmal Klartext: Ich verlass meine Frau, ich habe eine andere. Das hätte ich verstanden. „Ich gehe neue Wege“ kann auch heißen, er wandert aus nach Amerika …

Wenn ich die Entwicklung sehe, von einem Treffen im Stadthafen vor vielen Jahren und was daraus geworden ist … Wie konnte es dazu kommen?

Was ist heute das Schönste? „Königsberger“ am U-Nautic-Stand, wo ich jeden zweiten Tag mein Essen einnehme. Die Alternative im Altstadt-Center hat einen neuen Koch. Das schmeckt da nicht mehr. Während ich bei Variante A meistens Bernd treffe, wie heute, und er mich zum Kaffee einlädt …

Heute ist Dienstag, der 18. Dezember

Was schreibt meine Tochter? „Na ja, der Gnom ist nicht so meins, aber seine Laterne ist schön.“ Der Gnom! Andrea, das ist Merlin … Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich Mutter und Tochter sind. Sie hat ihn wohl nicht erkannt.

Und Sabinchen schreibt: Der liebe Manuel und seine Sichtweise, dazu an anderer Stelle mal mehr … Nicht nur bei ihr hat sein  „pathologisch“ Kritik ausgelöst.

Du erreichst ihn nicht, mit dem, was du sagst, hat neulich eine Youtuberin in ihrem Video gesagt. Du bist hier – und sie zeigt auf Kinnhöhe, und er ist hier – und sie zeigt auf Brusthöhe. Das hab ich inzwischen auch erkannt. Jedes weitere Wort an ihn wäre sinnlos.

Was war das Schönste heute? Bei KiK hab ich mich mit Schnäppchen-Clear-Cup-Teelichtern eingedeckt, die sind leuchtender als die in Alu-Hülle, aber preisintensiver . Ich hab gleich 4 Packungen á 18 Stück 1 € genommen. Merlin braucht jetzt jeden Abend eins, um Licht in die Dunkelheit zu bringen, manchmal mein Schwanenlicht, aber seltener, weil ich dann immer vor Augen habe, was nicht ist. Und mein Herz-Kerzenleuchter an der Wand schluckt gleich 6 Stück pro Abend. Jetzt kommen noch 3 Tage, die die dunkelsten des Jahres sind. Am 21. 12. wendet sich die Wintersonne und das Licht kommt – jeden Tag ein Stückchen mehr – zurück. Noch 3 Mal der kürzeste Tag, die längste Nacht. Das lässt hoffen, die dunkle Nacht der Seele ist vorbei!

 

Heute ist Montag, der 17. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Ich schwärme für einfache GENÜSSE. Sie sind die letzte Zuflucht der Komplizierten. Oscar Wilde

Ich hab gestern den ganzen Abend überlegt, was ich meinen 4 Nichten zu Weihnachten schenken kann. Ergebnis gleich Null. Was mir aber am Ende eingefallen ist, hat nichts mit Geschenk zu tun – oder doch: Ich bin schon lange alleine – das heißt, ohne Mann.

Manuel hat gestern – nicht zum ersten Mal – gesagt: Wenn ihm jemand sowas erzählt, eine Geschichte, wie ich sie erlebe, dann findet er das „pathologisch“. Ich war und bin zu erschöpft, um Stellung zu beziehen. Das kann ich erst heute hier. Ich kann das aus seiner Sicht natürlich nachvollziehen. Doch wenn er einem, der das erlebt, sagt – wird es auch mit dem Zusatz „Es tut mir leid“ – ich finde das pathologisch, nicht besser. Es kann den anderen sehr treffen. Denn was er fühlt, oder sie – ist Liebe. Sie ist von Verstand und Ratio unabhängig. Liebe IST …

EINE FRAGE … hat er gestern von der Couch an mich gerichtet: Hast du wirklich geglaubt, dass er mal vor der Tür steht? – JA. Ich hab es nicht nur geglaubt, ich war felsenfest davon überzeugt.

Was ist heute das Schönste? Nach meinem Pediküre-Termin bin ich noch durch die Stadt geschlendert, um Geschenk-Zufallsfunde zu entdecken. Doch ich hab nur eins für mich gefunden. Vor dem Blumenladen in der Langen Straße setz ich mich manchmal mit Zigarettchen auf die Bank und bewundere die schönen Deko-Artikel. Durch die Scheibe hat mich heute jemand angesprochen, mit dem ich vor 3 Tagen schon Blickkontakt hatte: Nimm mich mit und es soll dir gut gehen mit mir. Ich bin Mer… Ich weiß, wer Du bist, hab ich lächelnd gesagt. Ich komm gleich rein und hol dich. Zuhause hab ich ihn an meine Brust gedrückt – er ist ziemlich schwer und mit seinem spiralförmigen roten Hut, der Antenne nach Oben, fast einen halben Meter groß – und hab geflüstert: Lass uns hier unsere Tage in Liebe und Magie verbringen – Schütze dieses Haus und seine Besucher! Das tut er von nun an …

 

Heute ist Sonntag, der 16. Dezember

Hallo Anita,

Du näherst dich deinem WordPress.com-Jubiläum – Herzlichen Glückwunsch! Ich wollte mich bei dir bedanken, da du ein wertvolles Mitglied unserer Community bist, und dich daran erinnern, dass sich dein WordPress.com Personal-Tarif in 30 Tagen verlängert. Keine Sorge, du musst nichts weiter tun. Deine Verlängerungen werden automatisch vorgenommen … Das schickt mir mein Blogbetreiber.

Ulla schickt mir WhatsApps-Fotos von ihrer Rouladen-Herstellung. „Maaann, ich weiß, wie man Rouladen macht!“, hab ich zu Manuel gesagt. Warum schickt sie mir das? Das ist WhatsApp! Und meine Tochter Fotos vom jährlichen Weihnachtsbaumschlagen, zusammen mit ihren Schwiegereltern, irgendwo in der Pampa – wo das immer mit Glühwein und Bratwurst als kommerzielles Ritual angeboten wird. Meine Schwester will mich zum Adventsmarkt in der Büdnerei Lehsten mitnehmen. Ich sag allen das Gleiche, die jetzt mit mir was unternehmen wollen: Is mir zu kalt! Mit Manuel auf den Weihnachtsmarkt reicht mir – das sind 2 Minuten Hinweg und 2 Minuten Rückweg. Und wenn es mir zu kalt wird, geh ich wieder nach oben. 2. Vorteil: Ich brauch kein öffentliches Klo.

Was ist das Schönste heute? Wieder für mich zu sein. Mit Manuel war schön, aber am schönsten ist es grad mit mir alleine … Eben hat mein Sohn von unterwegs, auf dem Weg nach Schwerin zu Tamina und ihrer Familie, angerufen. Sie sind Weihnachten mit ihrer Familie verreist, aber wir sehen uns dann zwischen den Feiertagen hier …

Heute ist Sonnabend, der 15. Dezember

After work time war bei mir gestern noch nicht. My work is Blog schreiben. Da mach ich manchmal auch Nachtschichten – wie heute.

Susann von Hexenschule hatte mir gestern eine Sprachnachricht geschickt und darin auch was zum Abschluss 2-er Jahr gesagt. Stimmt ja, das hatte ich vergessen – 2018 ist ein Zweierjahr: 2 + 0 + 1 + 8 = 11 = 1 + 1 = 2

Die Rechnung geht bei mir nicht auf. Zum Jahresende bin ich Einzelexemplar – aber immerhin kein schwebendes Verfahren.

Ich spür eine innere Unruhe, von der ich nicht weiß, wo sie herrührt. Jedenfalls nicht von Manuels Besuch, der nachher gleich kommt. Ich seh immer die Leuchtkugel von vorgestern abend vor mir – wie ein Signal. Das sind ja auch Signalfeuer. Signal wofür, frag ich mich …?

Was war das Schönste heute? Wolfgang und Aniko haben eine Weihnachtsgans bei der jährlichen Verlosung von 100 x Auguste gewonnen. Das ist ein Ritual hier. Man sammelt Punkte bei Einkäufen in den teilnehmenden Geschäften und gibt die Karten in den Lostopf. Von 3 bis 5 werden dann alle Gewinner – also 100 – mit Namen und Adresse aufgerufen und der Sponsor des jeweiligen ehemaligen Federviehs genannt. Aniko hat für uns alle eine Karte abgegeben – also für Sigi und Wolfgang, sich und mich. Erst kam sie mit dem Vogel in der Tüte vorbei, als ich mit Sabinchen mit Beeren-Glühwein von der besagten Bude am Brunnen saß, dann kam Wolfgang mit der Kunde, dass er auch eine hat dazu. „Und wenn ich jetzt auch noch eine gewinne?“, hab ich gefragt. Dann passt die nicht mehr in den Tiefkühler, meint er, und wir müssen sie morgen essen. Ich hab nämlich nur einen Kühlschrank ohne TK-Fach. Aber bei mir hat Fortuna gesagt: Sie braucht keine …

Heute ist Freitag, der 14. Dezember

Was für Phasen wohl noch alles kommen? Ich seh mich zur Zeit am Rande des Bildes – und damit mein ich jetzt nicht Kartenbild – aber nicht außerhalb, wo ich gerne sein möchte. Ich wünsch ihm viel Erfolg in der neuen Praxis und möchte sagen können: Deckel drauf und gut. Aber das Gefühl will sich einfach nicht einstellen … Was man dabei vor allem braucht: Nerven wie ein Pferd.

Die Verabredung zum Frühstück bei meiner Schwester in der TAO-Schule hab ich abgesagt. Ich kann mich nicht überwinden, raus in die graue Kälte zu gehen. Ich bin ein Juli-Kind, sonnenverwöhnt! Das sitz oder lieg ich aus, bis es wieder verlockender ist, nach draußen zu gehen. So besorg ich nur das Nötigste in meinem Markt-Karree, den Weihnachtsmarkt hab ich vor der Tür – und vor dem Fenster, und wenn ich Sauerstoff brauch, bin ich mit einem Schritt auf der Dachterrasse.

Was war das Schönste heute? Schwarze Johanna am tschechischen Beeren-Glühwein-Stand auf unserem kleinen süßen Christmas-Markt mit weihnachtlicher Beleuchtung und Beschallung – 3 Tage lang!

Gleiche Tageszeit – abends – gleiche Terrasse, gleicher Kirchturm – als ich heute gedacht hab, das lass ich alles hinter mir … kam keine Leuchtkugel. Dafür als 1. Titel von der wenig weihnachtlichen After-Work-Party unten: Born to be wild … Das hat er mir mal mit einem Harley-Foto geschickt. Ich glaub es gibt 2 Sorten Menschen – Born to be wild – und die anderen …

Heute ist Donnerstag, der 13. Dezember

Gestern die Fingerchen und heute um 1 Termin bei Ria in M 1, Frisörsalon. M steht für Mühlenstraße. Neue Farbe für frischen „Anstrich“ und ein Stück kürzer, symbolisch für „den alten Zopf“ abschneiden …

Gestern habe ich von Martina erfahren, dass die Leiterin unserer Hexenschule seit Oktober nichts mehr macht. Sie hatte einen völligen Zusammenbruch. Das weiß sie von einer Freundin, die auch bei ihr war. Was ist da los? Ich hab nur intuitiv gespürt, dass ich da nicht mehr hingehen kann und hab schon im Januar dort aufgehört. Nach einem Schicksalsschlag bei ihr, der alles für mich in Frage gestellt hat. Für sie sicher erst recht. Ich hatte damals darüber geschrieben. Das zum einen. Zum anderen brauch ich auch keine Ausbildung mehr. Ich bin selbst zur Meisterin geworden …

Was war das Schönste heute? 20 € Gewinn bei Glöckle macht glücklich auf mein Los mit den Endzahlen 77 … 20 ! Dual-Zahl

20:40 Uhr – Eben war ich mit Zigarette auf Terrasse, hab meinen angestrahlten Kirchturm angeguckt und gedacht: Wenn das solche widrigen Bedingungen sind, will ich da nicht mehr mitmachen. In dem Moment war eine rote Leuchtkugel am Himmel zu sehen, die jemand auf die Sekunde genau abgeschossen hat.

Den Abend über hab ich das Jahr nochmal vorbeiziehen lassen und gedacht: Dieses war das schlimmste von allen. Wie konnte ich mir das antun, mich so geringschätzig von ihm behandeln zu lassen?

Heute ist Mittwoch, der 12. Dezember

12.12. – In 12 Tagen ist Heiligabend. Gestern nachmittag hab ich nochmal im Bett verbracht. Heute Nacht ist sternenklarer Himmel – und damit geht es aufwärts. Bei Regen- und Sturmtief fühl ich mich wie durch die Mangel gedreht. Klare, kalte Luft dagegen ist Balsam.

Gestern kam wieder eine von den Ellenlang-Schick-das-an-12-Leute-WhatsApps und mir, dann hast du morgen 2 Sorgen weniger. Die klingen immer wie Nötigung.

Heute Manja Nageltante und Martina …

Was war das Schönste heute? Manja Nageltante und Martina – endlich Zuhause.

Heute ist Dienstag, der 11. Dezember

Ich hab mir 2 Tage Bettruhe verordnet. Das nasskalte Wetter bekommt mir nicht. Ich hab nur gefroren und geschlafen …

Sonntag war ich bei Nachbarin Christine drüben. Sie war im Flur und ich hab im Wohnzimmer die kleine Fränki geschaukelt. Da hat sie gefragt: Hat M sich mal gemeldet? Es war Musik an und ich hatte sie nicht ganz verstanden. Wer? – Da hat sie gelacht: Wer? M! – Nein

Heute hat sie mir ein Foto mit einem Spruch geschickt: Manchmal solltest du einfach aufhören zu zweifeln und ständig zu zögern, sondern einfach vertrauen, dass alles gut wird, vielleicht nicht, wie du es geplant hast, aber so, wie es einfach richtig ist.

Sprüche mit Du solltest … dafür bin ich nicht der Empfänger, auch für gut gemeinte nicht. Was man sollte, findet jeder selber raus. Zum ersten Mal zieh ich ihn nicht mit ins Neue Jahr.

Was war das Schönste heute? Zu sehen, wie unten der Weihnachtsmarkt für’s Wochenende aufgebaut wird. Manuel will kommen und ich freu mich, das wird schön …

Heute ist Montag, der 10. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch: Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und GUTE LAUNE. Charles Dickens 

Dazu ein Schneemann-Foto. Er sieht toll aus …

Ich kann nicht mehr sehen, trau nicht mehr meinen Augen … Ich hab meinen Schwiegersohn nicht erkannt! Meine Tochter hat mir ein Foto vom Rostocker Weihnachtsmarkt geschickt, mit der Unterschrift: Steffi und Max waren am Wochenende hier. Darauf sind sie, Steffi, Max – und beim vierten hab ich gedacht: Wer ist das? Und zurückgeschrieben: Ist das ein Freund von Max? – Ein Freund von Max? – Oje, ich hab Paul nicht erkannt, hat er eine neue Brille? – Ja, so seit 2 Jahren +  ein Tränenlach-Smiley. – Ich find das gar nicht zum Lachen, hab ich geantwortet, und: Ich kann schlecht sehen, wahrscheinlich brauch ich eine neue Brille.

Ich brauch keine neue Brille und überhaupt keine Brille! Tatsache ist, er sah so verändert aus, dass ich ihn echt nicht erkannt habe. Nicht nur, dass er viel älter aussah – auch ganz wesensverändert. Wie ein Fremder. Wenn ich ihn nun ewig nicht gesehen hätte, aber wir sehen uns regelmäßig, zuletzt vergangenen Monat zur Geburtstagsfeier meiner Tochter. Ob das der ganze Bau-Stress bei ihm macht oder ist meine Wahrnehmung so verändert? Oder liegt es an meinen Augen? Merkwürdig … Ich wollte mich erst nur für das Foto bedanken und hab gedacht, das kann ja eigentlich nur Paul sein. Aber er sah nicht aus wie Paul, auch mit Zoom nicht. Max, den ich in 3 Jahren vielleicht 3 mal gesehen habe, war unverkennbar Max. Auch die Mädels. Nur mein Schwiegersohn nicht. Was hat mir mein Gehirn da gespiegelt?

Was war das Schönste heute? Die Stromabrechnung mit Guthaben.