Heute ist Montag, der 14. Januar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka

Was war vor einem Jahr? Ich hab mal geguckt. Da hat er mir geschrieben: Ich denke noch oft an dich. Dann hat er nach Hindernissen gesucht …

Immer noch heulender Sturm, gepaart mit Regen. Ich verbring viel Zeit in innerer Versenkung. Da sind keine Fragen, da ist die Antwort.

Der neue Nachbar ist nicht erschienen auf der Bildfläche. Und ich weiß, warum. Er würde morgen anfangen zu arbeiten – alles dunkel gegenüber.

Am Montag ist wieder ein Blutmond, ein Vollmond mit einer totalen Mondfinsterinis, wie im Juli letztes Jahr. Da kam die Hiobsbotschaft, das Damokles-Schwert …

 

Heute ist Sonntag, der 13. Januar

Mir kommen komische Gedanken. Ich sehe, worauf es hinaus läuft, und denke: Erst die, die nach mir gekommen sind und kommen, können ernten, was ich gesät und gepflegt und gehütet habe wie einen Schatz. Michael und Tamina und die Frucht ihrer Liebe – da erfüllt es sich, was ich begonnen habe. So, als wenn man einen Baum pflanzt, und erst die nächste Generation kann die Früchte ernten.

Für Tamina hab ich als Weihnachtsgeschenk-Anhänger den schönsten Aprikosen-Achat im Einklang-Laden ausgesucht. Er leuchtet wie die Nachmittagssonne Ende Juli, wenn das Kindchen geboren werden soll, und es sieht aus, als ob ein kleines Ultraschallbild darauf ist. Den „Beipackzettel“ – schützt während der Schwangerschaft vor Beschwerden, hilft bei der Geburt und bewahrt das werdende Kind vor Behinderungen – hab ich einfach weggelassen und sage dafür: Der ist für gute Laune in der Schwangerschaft … Mein Albert-Einstein-Sohn hält nämlich nichts von solchen Sachen …

Das Geschenk heute war, dass die beiden hier waren. Sie sind sogar bis zum Abendbrot geblieben. Darauf war ich nicht eingestellt und wir haben was vom Chini-Mann geholt. Was mir als Erstes aufgefallen ist, Michael hatte wieder sein Smartphone in der Hand, wo er sonst nur die Hände an ihr hatte – und sie an ihm. Er hat gegooglet – Was machst du da?, hat sie gefragt. Ich such ein Rennrad – Du brauchst einen Kinderwagen, kein Rennrad! Gestern war er mit seinen Freunden unterwegs und sie hat gesagt: Das war das erste Mal, dass ich alleine einschlafen musste. Oh, hab ich gedacht, oh, oh, oh … Mein Sohn ist ein anhänglicher Familienmensch und bestimmt kein freiheitsliebender Schütze – aber, Mädchen, hab ich gedacht – erdrück ihn nicht.

Heute ist Sonnabend, der 12. Januar

Es tauen die Pole von Männlich und Weiblich und verschmelzen zu Einem in mir, mit ausgewogenen Anteilen.

Gestern auf dem Weg nach Rostock kam mir zum ersten Mal OPA MAIK im Lkw entgegen. Das war’n Kulturschock. Oh, Gott … Das schöne Leben vergeht und mit ihm die These von Dualseelen-Herzen. Prüfung, Prüfung, immer wieder Prüfung – ich will keinen Doktortitel oder einen Nobelpreis, ich will einfach im Einklang mit der Wahrheit meines Herzens leben, ohne immer wieder auf die Probe gestellt zu werden. Wie oft soll ich das noch beteuern?

Ich träum davon, dass ich zu früh arbeiten gehe, obwohl ich noch krank bin.

Sabinchen ist überraschend her gekommen. Wir treffen uns heute.

Das Geschenk heute ist auch von ihr: Eine Herz-Kerze plus Glücksschweinchen

 

 

 

 

 

Heute ist Freitag, der 11. Januar

Wenn ich jetzt HRO ansteuere, ist es nicht mehr so, wie es immer war. An den Orten, zu denen ich Bilder mit ihm im Kopf habe, ist er nicht mehr. Ich weiß, er lebt und wohnt und arbeitet da irgendwo, doch ich hab keine Vorstellung davon, seh die Umgebung nicht, und es sind keine Erinnerungen damit verknüpft. Es ist anonym, er  ist anonym. Wie nie gewesen …

Die tiefsten Abgründe deute ich hier nur an – die untergegangene Sonne ist nicht die am Himmel. Immer, wenn Manuel fragt, was ich mache, sage ich: „Ausruhen“ – Es war so lange, so anstrengend, so kräftezehrend … Er will nächstes Wochenende kommen. Er sagt, er braucht dringend Erholung.

Die Geschenke heute waren die nachträglichen Weihnachtsgeschenke von Martina und meins an sie. Ich hab mich sehr gefreut, und sie sich auch, denk ich. 19:00 Uhr – Mein Kirchturm hat mich wieder – und ich ihn.

Heute ist Donnerstag, der 10. Janaur

Freude, wo bist du? Sommertage, wo seid ihr? Obwohl es so ein fantastischer Sommer war, ist seine Wärme jetzt verbraucht. Wenn ich auf dem Weg zu Guti-Gutshaus bin, habe ich unterwegs Blicke auf die Müritz und sage laut: Oh, meine Müritz, mein heiliges Meer – wie schön du bist! Das sind herrliche Naturbilder. Ich war noch nie so viel Schwimmen, wie im vergangenen Sommer. Das fehlt mir jetzt. Die Bewegung, das Wasser und die Sonne.

Ich könnte es natürlich auch überdacht tun. Hotel Amsee hat ein Spa und das Kurzentrum auch – sogar mit Warener Sole, deshalb Kurzentrum – und mit Außenbecken. Aber das ist nicht dasselbe! Also träume ich von den lebensspendenden Tagen …

Das Geschenk heute ist von Christa: Ein Glücks-Klee-Topf, in den man Klee einpflanzen und bewässern muss, damit er zum Glücks-Klee wird. Und Mon Cheri mit „Gute Besserung!“ Die Piemont-Kirschen hab ich gleich geschluckt …

Heute ist Mittwoch, der 9. Januar

Schwarze Kristalle, Frost-Beeren, Eis-Rosen – sind die Bilder, die ich sehe. Winterstürme die Töne, die ich höre. Kerzenflammen spiegeln die untergegangene Sonne.

Jenseits von Karten-Readings und Matrix-Coaches bei mir sein und bleiben, ist das, was ich tun kann. Ich hab beim Aufräumen noch einen Spruch gefunden:

„Wär ich ein Feuer, würde ich brennen. Wär ich ein Holzfäller, würde ich Holz schlagen. Doch ich bin Herz – und so liebe ich.“

Heute kommt die Putz-Fee und Sonntag Michael mit Tamina. Gestern kam eine Einladung zum Tanzabend auf dem Lande. Ich hab geantwortet: „Ich komm erst mit der Märzsonne wieder raus.“ Solange bleibe ich mittig auf meinem Marktplatz und dreh mich um meine eigene Achse.

Heute ist Dienstag, der 8. Januar

Seit gestern Mittag 12:00 Uhr hab ich wieder eine Woche Bereitschaft Notfall-Begleitung, in der Hoffnung, dass nichts sein wird. Ich hab momentan keine Energie für andere übrig, schon gar nicht in Extrem-Situationen, wo sich jemand durch Tod verabschiedet. Mir reicht schon die Notfall-Begleitung bei Manuel …

Mit meiner ersten Schicht am Sonnabend ist der Grundstein für meine Trinkgeld-Kasse gelegt. Dieses Jahr sammel ich es und Silvester ist Kassensturz. Ich hab eine schöne Prinzessin-Lillifee-Herzdose mit Spieluhr. Wenn ich den Deckel anhebe, klimpert es – in der Kasse – und sie tanzt vor einem Spiegel dazu. Das ist das ideale Gefäß dafür. Überwiegend sind es Haus- und Hotelgäste, wenig Externe – das heißt, die Rechnung geht auf’s Zimmer.

Heute ist Montag, der 7. Januar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Wenn ich tanze, dann tanze ich; wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Michel de Montaigne

Wolfgang ist gestern ins Krankenhaus gekommen, mit Bauchkrämpfen. Sigi hat den Notarzt gerufen. Sie wollten sie erst abwimmeln, aber sie hat drauf bestanden. Der hat auch Alles …

Manuel hat auch Krämpfe – Heulkrämpfe. Als gestern sein telefonisches Klagelied geendet hatte, hab ich gesagt: Das ist kein Spaziergang im Mondschein. Nein, das ist Sturmflut, hat er gesagt. Er war den ganzen Tag bei Loan, einer befreundeten Homöopathin und Heilpraktikerin, ungefähr in meinem Alter. Er würde heute wieder anfangen zu arbeiten, sagt aber allen Patienten ab, er kann nicht behandeln. Am Wochenende gibt er einen Kurs in Hamburg in der Osteopathie-Schule. Auch dazu hat er null Bock. Wenigstens kann er weinen und hat gute Freunde, die ihn auffangen …

Was sagt die Wasserstands-Meldung bei mir? In der Biografie von Gräfin Constantia von Cosel heißt es an einem Tiefpunkt ihres Lebens: Die Gräfin braucht neuen Lebensmut. Was die Gräfin braucht, brauch ich auch …

Selbst solche unwahrscheinlichen Synchronizitäten, dass sie bei EDK am Heiligabend seinen Namen mit meiner Adresse als Gewinner ziehen, wirken nur für den Moment. Nur für den Moment … Gestern hab ich die zweite Flasche geleert. Wenn sie weiter hier rum stehen würden, würde es so aussehen, als ob er noch irgendwann kommen könnte.

Das Geschenk heute ist …? Nichts.

 

Heute ist Sonntag, der 6. Januar

Gestern gab es Lamm-Curry zum Abendbrot. Nicht in meiner, sondern in der Guti-Gutshaus-Küche. Das heißt, ich hatte die erste Spontan-Schicht in diesem Jahr. Das hätte ich noch nicht gebraucht und es noch gut mit Couching ausgehalten. Aber na gut, ist dann so, hab ich gedacht.

Ich hab mich gefreut Anja Hotel – und Restaurant-Fachfrau wiederzusehen. Sie hat sich für mein Weihnachtsgeschenk bedankt – mein Hexenküche-Kochbuch, das auch bei mir im Regal steht. Sie hat es mal im Hexenkeller der Burg Penzlin gesehen, wollte es sich kaufen, hat es aber nicht. Nun ist es auf diesem Weg zu ihr gekommen.

Es war ein neuer Koch da, der eventuell eingestellt werden soll – mit Fragezeichen …

Der Vormittag verging mit 2 Stunden Besuch von Sigi und Sehen von Youtube-Videos zu den Energien, die uns im Januar zur Verfügung stehen. Darin sind alle einhellig einer Meinung im Reading ihrer Karten – jedenfalls die, die ich sehe: Wahrheit, Klarheit, Tabula rasa, Tacheles. Das empfinde ich auch so. Sigi hat mir einen Magneten an die Waschmaschine gebackt, das ist die einzige Fläche bei mir, an der sie haften: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen. Die fand ich früher mal witzig. Das passt nicht mehr zu mir. Meine Devise jetzt: Ordnung innen – Ordnung außen. Der kommt wieder ab.

Das Geschenk heute war mein vorzügliches Sonntagsessen, sponsored by Guti-Gutshaus gestern. Ein Genuss …

Heute ist Sonnabend, der 5. Januar

In der 2. Rauhnachts-Woche hab ich geschlafen, Zitronen-Wasser getrunken und gefühlt, was da ist. Gestern hab ich die Neujahrs-Botschaft 2019 von Kurt Tepperwein gehört: Ihr Weg in ein wunder-volles Neues Jahr. Der 1. Satz war: Vor uns liegt ein schwieriges Neues Jahr … Vor mir nicht. Das schwierige Jahr liegt hinter mir.

Sein Gewinn ist verfallen. Ich hab ihn ausgetrunken. Gestern die schwarze Flasche, die weiße kommt auch noch dran …

Lange vor unserer Zeit, lange bevor es die Sprache gab, existierten bereits die heiligen Symbole … Das steht im Innendeckel von meinem schamanischen Seelenorakel, das gerade angekommen ist. Ich hab es gleich geweiht – dazu halte ich die Karten mit meinem Spruch an die Brust – auf die Haut – an mein Herz. Ich hab sie gleich gemischt und um eine erste Botschaft gebeten. Es sprang gleich eine – ich hab sie angesehen, sie wieder rein getan, weil sie nicht richtig raus gefallen ist, und hab weitergemischt. Dann fiel dieselbe nochmal deutlich aus dem Deck. Wir verstehen uns … hab ich gesagt. Das war Die Klinge – Die Karte lädt dich ein, deine Klinge zu ziehen und sie zu benutzen. Verzögerungen, unnötiges Um-den-Brei-Herumreden oder Versuche, dem Unvermeidlichen zu entgehen, bringen nichts … Überwinde deine Angst, andere zu verletzen, zieh deine Klinge, und mach weise von ihr Gebrauch!

Das Geschenk heute war von Manuel und seiner Moskauer Frau Palina: Natur-Körperbutter mit Auszügen aus sibirischen Kräutern!