Heute ist Montag, der 26. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Lass die WELT ihren Gang tun, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wir gehen den unsern. Friedrich Hölderlin

Noch 5 Tage hat der November, noch 5 Wochen das Jahr. Das ist das erste Mal, dass ich Abschied nehme. Das waren auch Abschiede, was ich gestern aufgezählt habe, aber keiner wie dieser, wo ich geglaubt habe, es bleibt immer … Die anderen waren zum Üben – schlecht geeignet.

Ich hab neulich gedacht, ich bestell dieses Jahr nichts mehr – Doch, das Thelema Tarot! Thelema ist der von Aleister Crowley gegründete Orden mit eigenem Tarot. Das sind sehr mystisch wirkende Karten – mit alten Bildern. Die fehlen noch in meiner Sammlung …

Bei Google hab ich einen Artikel über ihn gefunden, Das „Große Tier 666“ alias Aleister Crowley in: Süddeutsche Zeitung vom 30. 12. 2017 und ihn heut früh um 4 auf suedddeutsche.de/kultur gelesen. Er zeigt ein Foto von ihm von 1912 und beginnt mit: „Im Dezember vor 70 Jahren starb Aleister Crowley, eine der merkwürdigsten und schillerndsten Gestalten des 20. Jahrhunderts. Der Brite war Künstler, Okkultist, Sexualmagier – und sah in Hitler seinen Vollstrecker … Am 1. Dezember 1947 starb er im englischen Hastings. Seiner Nachwelt vermachte er mehr als 80 Veröffentlichungen, zahlreiche Skizzen und Gemälde sowie einen Tarot-Kartensatz. Ganz zu schweigen von einem weitreichenden und verheerenden Einfluss.“

Wie manch einer Uhren sammelt, sammle ich Tarots – Spezialitäten. Ohne zu wissen, wozu ich sie brauche. Einfach, weil ich mich dazu hingezogen fühle …

Heute ist Sonntag, der 25. November

3 verschiedene Rottöne … hat Martina gesagt, als ich neulich bei ihr war – und meint meine Mütze, Schal und Stiefeletten. Ich musste lachen. „Das macht nichts – die sind alle drei seelenverwandt … das passt schon!“ 4 sogar – mit Fingernägeln …

Gestern hab ich gedacht, ich könnte mein Erfolgs-Gedichtchen mal in Facebook setzen, da war ich lange passiv. Einfach, weil ich meine ganze Konzentration und Aufmerksamkeit auf meine Tagebucheinträge richte. Kaum hatte ich es veröffentlicht, kam: „Das sind schöne Worte – auch nachdenkliche Worte, besonders: Wenn ich ein Weg wäre, wäre ich ein Heimweg …“ Das kam von Uwe, der auch mal eine Saison bei der Müritz-Saga mitgewirkt hat. Meine Antwort: „Ja, Uwe – das ist mir so eingefallen. Danke!“

Ewigkeitssonntag … das hört sich schöner und nicht so endgültig an, wie die andere Bezeichnung. Ich hab heute beim Abwasch mal nachgezählt – von meiner Geburt bis jetzt: Mein Urgroßvater Otto, meine Urgroßmutter Emma, meine Großtante Ilse, 49 J., meine Mutter 48 J., mein Vater 51 J., mein Cousin Jens, 16 J., meine Großmutter Johanna, Mutter meines Vaters, meine liebe Großmama Ella, 92 J., meine Tante Inge, Schwester meines Vaters, 3 Onkel, Helmut, Herbert und Willi, Brüder meines Vaters,  2 Cousins, Manfred und Wilfried, Anfang 60, mein Onkel Johann, 82 J. – das war am 4. Dezember im letzten Jahr. Ich hatte sie erst ohne Namen aufgeführt, doch dann dazugesetzt, in Andenken und Erinnerung …

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot.

Heute ist Sonnabend, der 24. November

… Ich bin sie los, die Geduld – und damit die Ungeduld gleich mit.

Als ich gestern von Neubrandenburg mit der Mitfahrgelegenheit unserer Leiterin Pilgerpastorin Melanie zurück war und mir erstmal was zu Essen besorgen wollte, kam mir an der Ampel eine Frau auf dem Fahrrad entgegen, die aussah, als hätte sie meine Mutter sein können, und mir zugewunken und gerufen hat: Wärst du mal gekommen, Anita … Wer ist das denn? Ach ja, meine ehemalige Klassenkameradin Ute, die Initiatorin unseres Abi-Jahrgangstreffens, zu dem ich nicht gekommen bin. Ich hab sie kaum erkannt. Ich hab verständlicherweise keine Lust,  Altes aufzuwärmen – egal, was!

Dann beim Mittags-Imbiss hat sich eine junge Frau, für mich junges Mädchen, zu mir gesetzt und eifrig erzählt. Das ist hier keine Seltenheit, sind alle sehr gesprächig. Beim Gehen hat sie gesagt: Schönes Wochenende! – Danke, ebenfalls! – Wochenende? Ach ja, ist ja Freitag … vergess ich manchmal.

Ein anderes Erlebnis am Rande: Neulich sitz ich in einem kargen Wartezimmer. Die Tür geht auf, und ohne den Blick dahin zu wenden, hör ich: Anita wartet auf das MR-Tee … Ilona, eine Frau, die aussieht, als könnte sie meine Großmutter sein, aber gleichaltrig ist. Ich muss aber dazusagen, schwere psychische und physische Erkrankung. Gestelztes Wort. Berichtigung: Krankheit. Sie hat mal bei der Müritz-Saga mitgemacht, in guten Zeiten. „Anita wartet nicht auf MRT, Anita wartet auf Tantchen – mit MRT-Termin.“

Heute ist Freitag, der 23. November

Wenn ich mir meine Statistik ansehe, fällt mir auf, dass die Säulen am 7. und 16. November am höchsten und gleich hoch sind, und die dazwischen am 10. und 13. November nur halb so hoch sind und auch die gleiche Höhe haben. Damit haben mir meine Leser einen Buchstaben gemalt, denn wenn ich sie mit Linien verbinde, zeigt sich  … ein M

Wenn das kein schönes Feedback ist! Herzliches Dankeschön dafür!

Heute hat das Team Müritz der Psycho-sozialen Notfallversorgung MV, zu dem auch ich gehöre, dem Brandschutz- und Rettungsamt Neubrandenburg einen praxisorientierten Besuch abgestattet. Ich glaube, ich bin nur mitgefahren, um das hier schreiben zu können, obwohl ich das natürlich nicht ahnen konnte …

Erst 2 Stunden Führung Rettungsamt einschließlich Leitstelle, dann nahtloser Übergang in den nächsten Rundgang, 2 Stunden Brandschutzamt, sprich Berufsfeuerwehr. Moment, ich muss mal kurz um die Ecke, bevor es weitergeht. Ich tret aus der WC D Tür wieder auf den Flur und zuck zusammen … Maik bitte ins Foyer … und gleich nochmal Maik bitte ins Foyer! schallt es mir entgegen. Damit wurde der Firefighter gerufen, der uns herumführen sollte. Der kam dann auch – Maik Möller hab ich später auf der Namensliste gesehen.

Das ist ein Phänomen, das ich noch nicht ergründet habe: Die Häufigkeit der Nennung seines Namens steigt proportional zu dem, je weiter ich mich von ihm entferne. Diesmal sogar über Lautsprecher – direkt in meinen Gehörgang …

Heute ist Donnerstag, der 22. November

Was ich hier von mir zeige, ist meine Art – und damit eine – damit umzugehen. Ich brauch weder Lob für scheinbare Fortschritte, noch Kritik für angebliche Rückschritte. Dafür ist es nicht gedacht. Jeder geht seinen eigenen Weg – in seinem Tempo, in seine Richtung, auf seine Art und Weise.

Bei mir im Flur hängt neben der Eingangstür ein silbernes Ei mit der Aufschrift Geduld. Das war mal aus der Hexenschule – zu Ostern. Das hängt da schon sehr lange  – hing da schon sehr lange. Heute – 22.11. – werfe ich es in hohem Bogen aus dem Fenster – mitten auf den Markt! Ich geb es sozusagen weiter, an den nächsten, der es braucht, davon ausgehend, dass es der Richtige, die Richtige findet.

Ich hab auch noch ein goldenes Ei mit der Aufschrift Reichtum und Glück – gleiche Bezugsquelle. Das behalte ich für mich … obwohl ich beides schon habe.

Als ich gestern nach Hause kam, hab ich im Whatsapp-Profil einer Freundin gesehen:

Gib nie etwas auf … an das du jeden Tag denken musst!

Puuuh, das ist kontraproduktiv zu Loslassen und Seinlassen. Gestern kam mir mal wieder nach Monaten ein Maik im LKW entgegen – als ich auf dem Weg nach Rostock war. Zuhause hab ich den Spruch gesehen – und dann hab ich von ihm geträumt – ganz real – so wie lange nicht.

Damit möchte ich ausdrücken, wie mein Weggehen von außen/oben behindert wird …

Heute ist Dienstag, der 20. November

Das wahre Leben … Heute Frühstück bei Sigi und Wolfgang. Dann ist er zum Chirurgen gefahren, wieder was schnippeln, diesmal am Rücken. Vereinbart haben wir, dass die Praxis anruft, wenn er fertig ist – dann holen wir ihn ab. Also hin mit Bus, zurück mit Chauffeur.

Mein Mehrgenerationen-Wohnen tut mir gut, mir und allen Mitbewohnern. Die Jüngste, Fränkie – Franka Inga, ist 3 Monate jung. Die Älteste, Christa, unter mir, ist glaub ich 75. Was woanders versucht wird künstlich herzustellen, ist hier natürlich gewachsen. Dazu braucht man keine Wohneigentums-Anlage, ein gutes Mietshaus, wie hier, tut es auch. Für meine Miete – ich hab mal durchgerechnet nach 7 Jahren – könnte ich mir auch ein Haus leisten. Das Argument der Banken und Baufinanzierer! Klar – es wär später mal Erbmasse da. Aber ist es das? Nein! Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen …

Das waren schlimme Schmerzen – nochmal die Ablehnung und Zurückweisung spüren – Er will mich nicht. Auch körperlich. Tabletten nehm ich nur im Ausnahmezustand, wenn ich etwas Erleichterung brauche. Ansonsten pflege und schone und verwöhne ich mich. Ein Youtube-Kartenreading sagt: Auch wenn ihr glaubt, ihr seid alleine damit, das stimmt nicht. Ihr habt alle nur mögliche Unterstützung der Geistigen Welt! Dann möcht ich nicht wissen, wie es ohne wäre …

Get up – Steh auf Maik!, hab ich ihm neulich nochmal auf der Telepath-Ebene gesagt, bzw. die deutsch-englische Koalition der Vereinten Himmlischen Mächte …

Heute ist Montag, der 19. November

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Nichts hält die wahre HOFFNUNG auf. Sie fliegt mit Schwalbenflügeln. William Shakespeare

Von wegen Freude schöner Götterfunken Gedicht – Freude schöner Götterfunken Hoffnung! Guter Hoffnung …

Als die beiden gestern zum Kaffee kamen, hab ich gefragt: Hatte das einen besonderen Grund, dass ihr in Schwerin wart, oder nur so oder hatte jemand Geburtstag? Von da kamen sie nämlich. Joaaa, das hatte schon einen Grund, sagt mein Sohn und guckt mich an und grinst verlegen. Sag schon! Immer noch nichts. Sag 2 Buchstaben … Und er: b und y … Ich werd verrückt – ich werd Großmutter! Dann fragt er: Welche Möglichkeit hätte es noch gegeben? – Und ich: Hochzeit? Verlobung?

Ich kann’s noch gar nicht richtig fassen. Im August hat er sie mir vorgestellt – auch wie dieses Mal: Am Sonnabend waren sie bei ihren Eltern zum Vorstellungsgespräch und am Sonntag bei mir. Da kannten sie sich mal grad vier Wochen. Und jetzt ist Tamina guter Hoffnung … Ein schöner, alter Ausdruck ist das! Mein Sohn ist natürlich auch guter Hoffnung und wir alle! Da ich nur ein Elternteil bin, ist jetzt noch sein Vater dran. Davor hat er bisschen Bammel …

Ich will keine Frau, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter sein, die in der Gruft lebt, deren Herz ein Friedhof ist. Meine Tochter, mein Sohn, auch meine Nichten, bis auf eine – alle sind verheiratet oder heiraten oder sind vergeben – und Nachwuchs hat sich eingestellt oder kündigt sich an. Sie zeigen mir sehr schön und deutlich: Das ist das wahre Leben, die wahre HOFFNUNG …

Heute ist Sonntag, der 18. November

Was ist das, seit ich ihm das geschrieben habe … Traurigkeit.

Martina meint: „Übrigens – dein neues Profilbild verdient es, in den Waren-Kalender aufgenommen zu werden oder zumindest einen Fotowettbewerb zu gewinnen! Wunderschön, so kräftig und atmosphärisch!“ Ich weiß gar nicht, wo ich das Foto her habe – es war in meiner Galerie …

Überraschung! Heute kommt Michael mit Tamina zum Kaffee – heißt, veganen Kuchen backen. Backe, backe Kuchen … Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen, Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl! Und vorher mit Aniko Einladung zu Sigi und Wolfgang zum Mittagessen. Aniko hat die Zutaten geliefert und Sigi hat gekocht. Mich päppeln sie, wie einen kleinen Vogel, der aus dem Nest gefallen ist …

Guck dir das an! Bei dem wundervollen Himmel muss dir doch klar sein, dass alles gut ist, gut wird und gut bleibt!

Heute ist Sonnabend, der 17. November

Gestern war ein Glückstag:

Offenbach am Main, 16.11.2018

Annahme Ihres Gedichts für die Frankfurter Bibliothek des zeitgenössischen Gedichts

 Sehr geehrte …

über Ihre Einsendung zur Frankfurter Bibliothek haben wir uns sehr gefreut.

Wir freuen uns besonders, dass Ihr Beitrag zum Abdruck aufgenommen wurde, und ich darf Ihnen dazu gratulieren!

Die Teilnahme ist kostenfrei und mit keinerlei Verpflichtungen verbunden. Ein Honorar wird gleichfalls nicht fällig, da dies bei Großwerken für geringzeilige Beiträge nicht üblich und nicht möglich ist. Das Werk soll die Bedeutung unserer literarischen Kultur in seiner Breite dokumentieren. Die sonstigen Rechte an Ihrem Gedicht verbleiben daher auch ganz bei Ihnen.

Im unteren Teil der E-Mail erhalten Sie bereits die Korrekturfahne, die Sie bitte gründlich prüfen und etwaige Fehler markieren wollen. (Bitte aktivieren Sie die HTML-Ansicht, um die tatsächliche Formatierung zu sehen.)

Einen eventuellen Zeilenumbruch mit Einrückung bitten wir aus drucktechnischen Gründen zu entschuldigen.

Senden Sie die Fahne bitte umgehend zurück. Wenn wir bis zum 29.11.2018 nichts von Ihnen gehört haben, gilt Ihr Schweigen als Zustimmung und wir gehen davon aus, dass Sie den Text als richtig bestätigen.

Die Edition wird in der Adventszeit erscheinen und in herausragender Ausstattung veröffentlicht. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

Die Frankfurter Bibliothek gehört zu den am meisten verbreiteten Lyrikveröffentlichungen der letzten Jahrzehnte. Sie wird weltweit in den bedeutendsten Bibliotheken eingestellt, z.B. in der Wiener Staatsbibliothek, in der Schweizer Nationalbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der National Library of Congress in Washington.

Die Information, zu welchen Bedingungen Sie die Frankfurter Bibliothek bestellen können, haben Sie bereits postalisch erhalten. Wir räumen Ihnen gern den höchstmöglichen Rabatt ein.

Nochmals Gratulation zu diesem Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass Sie zu den in einem Standardwerk neuer Lyrik publizierten Autoren zählen werden.

Mit freundlichen Grüßen

BRENTANO-GESELLSCHAFT

i. A.

Nikolaus Gruß M.A.

 

Wenn ich eine Blume wäre

Wenn ich eine Blume wäre, wäre ich eine Lilie.

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich eine Libelle.

Wenn ich eine Farbe wäre, wäre ich Rosa.

Wenn ich eine Zahl wäre, wäre ich Sieben.

Wenn ich ein Musikinstrument wäre, wäre ich eine Panflöte.

Wenn ich ein Gebäude wäre, wäre ich eine Kathedrale.

Wenn ich ein Kontinent wäre, wäre ich Afrika.

Wenn ich ein Weg wäre, wäre ich ein Heimweg.

Wenn ich Worte wäre, wäre ich ein Gebet.

Mary  Moon  * 1959

Kategorie C

16.11.2018

 

Freude, schöner Götterfunken … Wieder hat  was aus meiner Schreibstube den Weg in die Welt gefunden. Das wird meine 4. – „Quartett“-Veröffentlichung. Nikolaus Gruß – ob das sein Verlags-Pseudonym ist?

Gibt natürlich Kritiken – wie immer und überall – die das runterspielen und behaupten, dass es nur um den Verkauf der Ausgaben zu einem stolzen Preis geht, weil jeder Autor sich mindestens 1 – 2 Bücher zu Weihnachten bestellt. Na und? Kann man, muss man aber nicht!