Heute ist Dienstag, der 3. März

Gestern war der erste richtig schöne Frühlingstag! Auf dem Weg zum Hafen runter, hab ich im Schaufenster ein Paar schöne grün-bunte Socken mit Fahrradfahrern drauf gesehen. Die kauf ich heute und schenk sie meinem Sohn zu Ostern. Da sind die drei nämlich hier, nach ihrer Woche Hiddensee-Urlaub. Gestern Abend hab ich mit Michael telefoniert, um zu sagen, dass ich sie morgen besuchen komme, wenn ich in Rostock bin. Tamina hatte wieder Abendschule und Papa war Babysitter. Jonte hat sich gleich bemerkbar gemacht und ordentlich rumkrakeelt. War das schön, ihn zu hören! Er ist genau 7 Monate und krabbelt jetzt. Erst waren es zufriedene Schmatz- und Schluckgeräusche – die Flasche hält er schon selber – und dann oh, oh, oh – war die Buddel leer und es gab lautstarken Protest. Wie freu ich mich auf mein Oster-Häschen!

Heute geh ich mit Tine Schwesterchen ins Kino: Enkelalarm

Vorher hab ich noch 30 Minuten Massage bei Tam ergattern können, war alles voll die Woche. Das Trinkgeld von Guti-Gutshaus will ich jetzt immer direkt meinem Körper zukommen lassen, indem ich mir Gutes tu – Massagen oder Essen gehen oder irgendwas anderes Schönes. Gestern waren es Penne Gorgonzola mit Spinat in Venezia, direkt am Wasser in Südlage mit Yachthafen-Blick und Sonnenanbetungs-Plätzen. Die waren gleich alle besetzt. Kaffee, Pizza, Eisbecher, Sonne, Wärme, Frühlingsgefühle …

Heute ist Montag, der 2. März

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Still sitzen. Nichts tun. Der Frühling kommt. Das Gras wächst. Weisheit aus dem Zen-Buddhismus

Passt – nach dem Arbeitspensum am Wochenende. Als ich mir früh um halb 4 meinen Kaffee aufgebrüht habe, hör ich ein bekanntes Geräusch auf dem Dachfenster. Es wird doch wohl nicht schon wieder regnen? Doch – damit das Gras wächst.

Heute nur ausruhen, Thai-Massage bei Tam buchen, bisschen was einkaufen und Buch lesen …

Heute ist Sonntag, der 1. März

Irgendwann kommt mal der Punkt, wo man sagt, jetzt reicht’s aber auch, hat gestern die Chefin gesagt und den späten Feierabend gemeint. Aber das kann man auf alles anwenden …

Pffffff, was mach ich hier bloß?, hab ich gedacht, als ich zuhause war. Viel zu viel Arbeit, viel zu wenig Vergnügen. Wobei Arbeit manchmal auch Vergnügen ist, aber nicht gestern mit Hochzeit, Tagung und Hausgästen, alles gleichzeitig. Zum Glück war Carmen Sternchen da und hat intensiv mitgeholfen. Wird auch Zeit, dass Anja wiederkommt.

Heute Nachmittag wird dagegen ein Spaziergang …

F e i e r a b e n d  !   So’n Spaziergang wars’s doch nicht, aber immerhin endlich geschafft. Fazit Wochenende: Gut Stunden, gut Trinkgeld und einen guten Tropfen aus unserem Kellergewölbe zum Einkaufspreis.

Heute ist Sonnabend, der 29. Februar

Als Anna gestern ankam, auch schon gestresst, hab ich gesagt: Jetzt bin ich aber auch froh, dass ich wieder abdüsen kann. Fritzi: Wie lange warst du jetzt hier, 4 Stunden? Damit wollte er sagen, dass er seit 12 am Herd steht. Anna hat abdüsen falsch verstanden und was von Spritpreisen gesagt. Nee, hat Fritzi erklärt: Sie meint, sie macht jetzt nur Terrasse, Rotwein, Couch und Beine hoch. Das hat er richtig erkannt. Das war ein erhebendes Gefühl, als ich die beiden ihrer Küche überlassen konnte. Was hab ich den freien Abend genossen! Ich war schon den ganzen Tag nicht belastbar und neben mir.

Wir haben heute eine Hochzeit – wer heiratet am 29. Februar? Die Gäste sind gestern schon angereist und haben abends a la carte gespeist. Fritzi war auch nicht belastbar und hat nur geflucht, hatte Kopfschmerzen und war genervt – kleine Küchenkapazität und viele Gäste auf einmal! Heute gibt’s Abend-Buffet für sie. Da ist auch viel zu tun, aber das ist wesentlich entspannter, für ihn und auch für mich.

Zu beneiden sind die wahrlich nicht mit ihrem Hochzeits-Wetter. 2 Grad, Regen, gefühlt minus 3. Ich bin wie gerädert und wünsch mich ins Paradies.

Um 12 Frühstück beim Altstadt-Bäcker, aber viel rosiger sieht die Welt immer noch nicht aus. Manche Tage sind schön, wenn sie vorbei sind. Möge es schnell Feierabend werden heute und ich vor Mitternacht zuhause sein …

Heute ist Freitag, der 28. Februar

Der nächste Monat ist allein schon dadurch gut, dass er nach Frühling klingt, auch wenn es draußen noch nicht danach aussieht. Hoffnungsschimmer …

Wir haben gestern auch über Jonte gesprochen. Sabinchen hat gesagt, sie würde ihn am liebsten aus meinem Profilbild ziehen und ihn abknuddeln. Sie sieht in ihm nicht nur die Ähnlichkeit mit mir, sondern auch meine Wesenszüge in ihm, sagt sie. Ja, wenn ich ihn auf dem Schoß halte, die Hände um ihn gelegt, legt er seine nebeneinander auf meine, Nuckel im Mund, und guckt auf seinen Fixpunkt in einer entfernten Welt. In dem Moment sind wir beide das ganze Universum. Ich fühle mich ihm verbunden, wie sonst nur einem. Irgendwie hat er sowas Weises und Erwachsenes, hat meine Tochter geschrieben.

Mit meinem Sinn für Wörter hab ich was herausgefunden. Während die Namensbedeutung von Michael eine Frage ist: Wer ist wie Gott? – Ist sein Sohn die Antwort. Ich hab einfach die Silben getauscht -Tejon. Das entspricht phonetisch Theon = der Göttliche. Und auch Jonte bedeutet: Jahwe ist gnädig, Jahwe ist gütig. Jahwe ist der Name Gottes im Alten Testament. Alle Babys haben was Göttliches, doch bei ihm spürt man das auf außergewöhnliche Weise. Das sage ich nicht, weil ich seine Großmutter bin.

Auch im klangvollen Namen Tamina liegt was Geheimnisvolles magisch verborgen. Das hab ich schon mal geschrieben: Die Buchstaben ergeben Anita und M – alles ist miteinander verwoben. Wenn ich ihm heute was sagen könnte, wär es: Ich kann meine Flut nicht eindämmen für dich.

Jetzt muss ich mal wieder einen Fuß auf die Erde kriegen für Guti-Gutshaus heute Nachmittag ab 13 Uhr. Nur kurze Schicht bis 6 …

 

Heute ist Donnerstag, der 27. Februar

Ich hab das dringende Gefühl, ich brauch eine neue Haarfarbe, wieder näher an meiner natürlichen, ein glänzendes Kastanien-Rotbraun. Jedesmal, wenn ich aus Alanya komme, sind sie dunkler. Jetzt schon fast schwarz – wie ein Helm, der mich erdrückt. Ich hab auch das Gefühl, dass Ivan ja, ja sagt und es nicht versteht oder nicht versteht umzusetzen. Sie sind Haarkünstler für Herren und deren Ohren und Nasen mit ihren Methoden von Haaren zu entfernen, nicht für Frauen und Colorationen. Ich hab nachher Termin und geh hoffentlich mit ein paar helleren Strähnen wieder raus. Für die Gesamt-Umgestaltung fahr ich am 19. März nach Rostock zu Morris im Salon Anne O. Den hat mir Martina empfohlen!

Keine Strähnen, gleiche Farbe – tschüss Alanya! Dafür, kaum dass ich draussen war, Überraschungsanruf von Sabinchen aus ihrer Ferienwohnung hier und nachher Treffen im Altstadt-Café. Das wird dann ja doch noch ein schöner Tag …

Und wie das gepasst hat, sie ist nur bis Sonnabend hier und morgen und übermorgen bin ich arbeiten. So war es heute optimal, ein herzlicher, gleichgesinnter Nachmittag. Als ich nach Hause kam, hatten Sigi und Wolfgang mir 2 Gemüsebuletten mitgebraten und einen selten schönen schwarzen Rock hab ich auch gesehen und gekauft bei Cinderella, neben Altstadt-Bäcker, und gleich anbehalten. Ich dachte, die Größe ist zu klein, aber passt 1 A. Ich hab sowieso gerade das Gefühl, dass mir Belohnungen zustehen …

Danach hab ich mir mal das Angebot an spirituellen Kursen angesehen. Nach den ersten Seiten hab ich gedacht: Bleib näher an der Erde als am Himmel! Ich hab einen spirituellen Kurs in Guti-Gutshaus, bei dem ich für die Teilnahme nicht bezahle, sondern bezahlt werde.

Heute ist Mittwoch, der 26. Februar

Mittwoch Marokko – Magie des Orients. Heute Abend kommt Tine Schwesterchen. Wir essen zusammen und sehen uns dann die Dia-Multivisions-Show an. Die sind immer gut besucht im Bürgersaal. Andrea und Paul sind gestern aus Ägypten zurückgekommen. Mutti, das war unsere erste Pauschalreise, hat sie gesagt.

Meine mittlere Schwester hatte Sonntagnachmittag ein Date, bei strömendem Regen. Also nicht Spaziergang am Tiefwarensee, sondern Kaffeetrinken im Hotel am Tiefwarensee. Wie war es?, hab ich gestern gefragt. Sehr angenehm, aber er ist doch nicht mein Prinz. Der große Prinz war sein Pseudonym in der Online-Singlebörse. Der große Bruder von Der kleine Prinz, hab ich gedacht. Dates sind so ziemlich das Anstrengendste, was ich mir heute vorstellen kann. Willkürliche Treffen mit irgendwelchen Männern, solange bis es passt oder nur annähernd passt – bei beiden. Ich glaub, das entspricht der Trefferquote beim Glücksspiel.

Was hab ich eigentlich mit Maik verloren?, hab ich gestern Abend gedacht. Nur das, was ich so nicht mehr wollte. Die Phase ist vorbei. Damit ist es sogar ein Gewinn. Und dass er gefühlt ständig hier ist, lässt auch nicht das Gefühl von Verlust aufkommen. Das nehm ich so hin, weil ich es nicht ändern kann. Aber es wär wirklich wünschenswert, wenn auch die Phase mal vorbeigeht. Das ist kein Zustand, jedenfalls nicht auf Dauer!

Seit meine Cousine sich mein Buch bestellt hat, hab ich noch nichts wieder von ihr gehört. Ich wart mal ab …

Heute ist Dienstag, der 25. Februar

Gestern hat unsere Chefin gefragt, ob ich am Samstag kann. Ja gut, ab wann denn? Das war über WhatsApp. Dann hat sie angerufen: Gerne wieder ab 14 Uhr bis abends Schluss. Und Freitag auch so? Da könnte Anna dich um 18 Uhr ablösen, wenn du denn abgelöst werden willst. Wir wollen dich ja auch nicht überstrapazieren. Ach, wenn Anna kann und möchte, können wir das ruhig so machen …

Heute ist gleich eine ganz andere Energie. Es kündigt sich schon die von Widder und Mars an und die Zerschlagenheit löst sich auf. Sonnenaufgang war heute um 07:07 Uhr, meine Geburtstagszahlen. Und heute war es ein strahlender Sonnenaufgang, vom Bett aus in meinem Schlafzimmerfenster zu bewundern.

Herzkarte von Amors Botschaften: Neuanfang – Ein neues Abenteuer erwartet dich, empfange es mit offenen Armen! Lebe deine Träume voller Leidenschaft! Ab und zu zieh ich mal eine. Darauf ist ein genauso schöner Sonnenaufgang wie heute Morgen!

Sonnenschein … Michael hat mir heute früh die ersten Krabbel-Versuche von Jonte geschickt. Er müht sich ab und ächzt – aber er kommt vorwärts! Herrlich, mein süßer kleiner Murkel. Ich freu mich schon, wenn ich ihn nächste Woche wieder sehe – dann schon 7 Monate!

Im Backofen schmurgelt das Kaninchen, das mir Fritzi mitgebracht hat, allerdings nicht zum Kollegen-Vorzugspreis, egal. Ich hätte es nicht nur nicht schlachten können, es war schon schwer genug, es aus einem Stück in Einzelteile zu zerlegen. In Buttermilch eingelegt, stand es auf der Terrasse und ich hab die Zutaten bei Edeka besorgt: Schalotten, Knoblauchknolle, Tomaten, Thymian, Pfifferlinge, Weißwein, Petersilie, Schmand. Ich denk, das wird ein Festessen! Ein Rezept aus dem Hexen-Kochbuch! Ich hab noch nie eins selbst zubereitet.

Heute ist Montag, der 24. Februar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Gibt es eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor? Charles Dickens

So wie Jonte aussieht und guckt, könnte man meinen, er ist 56 Jahre alt und hat schon alles gelebt. Ich seh mir ganz oft sein Foto an und mir geht das Herz auf – und ich muss lachen! Ich hab heute zum ersten Mal von ihm geträumt. Er war gerade geboren und  konnte schon laufen …

Heute ist tiefsinniger Fischemond – Wenn ich Jonti sehe, ist das schön, auch Guti-Gutshaus ist schön, wenn auch anstrengend. Ich hab Sachen, die mir Spaß machen, noch mehr, die schön und bequem sind, aber keine, die mich begeistern. Begeisterung war Tanzen, Begeisterung war Bühne Müritz-Saga, Begeisterung war die Geschichte, von der ich hier schreibe …

Nach kurzer Atempause tagsüber wieder Dauer-Mobbing durch Petrus. Er weicht alles auf. Seit einer gefühlten halben Ewigkeit nur Regen und Sturm – Sturm und Regen. Ich sicher nur mein Fundament mit den Eckpfeilern Familie, Freunde, Zuhause und Arbeitsstätte. Liebe ist ertrunken.

Heute ist Sonntag, der 23. Februar

Freitag 9 1/2 Stunden Guti-Gutshaus, Sonnabend 9 1/2 Stunden – auf den Beinen!

Meine Tochter und Mann mit Schwiegereltern im Gefolge haben mir Fotos und Schöne Urlaubsgrüße aus Luxor und dem Tal der Könige geschickt. – Vielen Dank, Andrea, für deine Fotos aus der Sonne. Die hab ich mir nach Feierabend angeguckt. Hier ist es unverändert ungemütlich. Das muss ja ein Gefühl sein, vor solchen Monumenten zu stehen! Schöne Arbeitsgrüße aus Lexow

Ich hab die Anreisen wieder auf ihr Zimmer gebracht. Nach meinem Hinweis: Hier ist das WLAN-Paswort, unser Internet ist manchmal langsam und manchmal – schnell?, wollte einer meinen angefangenen Satz vollenden. Nein, ganz weg. Nach meiner obligatorischen Frage: Wann denken Sie denn so, morgen frühstücken zu wollen?, verabschiede ich mich fürs’s erste. Die meisten nicht vor 9 …

Dann weiß Nicole am nächsten Morgen, wann sie anfangen muss. Unsere Köche haben alle irgendwo ’ne Macke, hab ich gestern festgestellt – leicht gestört. Bei ihm ist es sein Rapper-Musikgeschmack, von dem ich beim Kücheaufräumen eine Kostprobe nehmen konnte. Da geht es nur um Gewalt, Drogen, Nutten und Ficken, hat er erklärt. Zu einer Situation mit seiner Freundin hat er gesagt: Ich hätte ihr eine reinziehen können – ich glaub, Weiber brauchen das manchmal. Das passt ja gar nicht zu Rosenblüte im Morgentau.

Bisschen Bedenken hat er, wenn Anja wieder da ist. Ja, das könnte brenzlig werden, hab ich vorsichtig angedeutet. – Dann muss der Chef sich entscheiden, ob er einen Koch will, oder ’ne Managerin. – Die Entscheidung könnt‘ ich ihm jetzt schon sagen. Ohne Koch kommt er notfalls aus, ohne Anja nicht.

Heute Nachmittag nochmal das Café von 2 bis 6 – dann wohlverdientes Wochenende! Wettertechnisch Sturm, Sturm – und Regen …