Heute ist Mittwoch, der 12. Februar

Wenn ich von wildfremden Männern träume, geht ja noch. Aber wenn der Hausmeister nachts neben meinem Bett erscheint mit ’nem Kondom-Päckchen in der Hand und fragt, ob ich ihm das mal aufmachen kann, ist das fast schon ein Alptraum. Er reißt gern zotige Witze, deshalb wohl. Das ist unterstes Keller-Gewölbe. Den TÜV-Termin heute sag ich ab, ich mach keinen Schritt vor die Tür bei der Sintflut …

In Guti-Gutshaus sind alle ausgeflogen in sonnigere und wärmere Gefilde. Nur Fritzi-Koch und ich machen meteorologisches Survival-Training und halten hier die Stellung. Ich hatte heute das Gefühl, ich muss mich mal belohnen, zum Valentinstag und auch so – nicht immer nur Rechnungen bezahlen und viel arbeiten und wenig feiern. So haben mich meine Schritte auf dem Rückweg von Toyota – ich war doch da, Petrus hatte mal den Hahn abgestellt und wer weiß, wie es nächste Woche aussieht – zu Hunkemöller geführt. Der Laden ist relativ neu bei uns. Da hab ich mir einen weinroten Unterrock mit Spitze gekauft, schön in Seidenpapier eingeschlagen. Das ist ein luxuriöseres Kaufgefühl als bei Ernstings in der Plastik-Tüte.

Beim KVA für TÜV, AU und Durchsicht bin ich bis jetzt schon bei über 500 ohne Arbeitslohn. Da kommt’s auf ein Wohlfühl-Dessous auch nicht mehr an. Und wo ich schon dabei bin, Essengehen in U-Nautic – in, nicht am Stand davor – folgt demnächst auch noch. Ich hab Sauerbraten mit Rosenkohl auf der draußen ausliegenden Speisekarte entdeckt. Das bekommt man sonst kaum wo. Essen ist die Erotik des Alters, kommt mir da in den Kopf – doch das gleicht der Unterrock wieder aus. Ich wär gleich heute eingekehrt, ist mir nur zu ungemütlich …

Heute ist Dienstag, der 11. Februar

Der MOND im Tarot

Darum geht es: Eifersucht, Sehnsucht, Ängste, Beklemmung, Versuchung

Das ist jetzt wichtig: Lassen Sie sich nicht verunsichern!

Zu Ihrer Beziehung sagt Ihnen der Mond: Wahrscheinlich wissen Sie momentan nicht so recht, wie es zwischen Ihnen weitergehen soll. Die Sorge zu scheitern, ist verständlich. Um so mehr geht es jetzt darum, unbeirrt nach vorne zu blicken und sich nicht in dunklen Fantasien und emotionalen Sümpfen zu verirren.

Wenn Sie eine Beziehung suchen, rät der Mond: Auch wenn Sie sich vor einem mutigen Schritt scheuen, weil Sie Versagensängste plagen, sollten Sie diesen Weg jetzt dennoch gehen. Er führt Sie in die richtige Richtung.

Das gibt der Mond zu bedenken: Es gibt Momente im Leben, da verirren wir uns im Zauberwald unserer schlimmsten Befürchtungen und Fantasien und drohen zum Opfer all der verwunschenen Gestalten und flüsternden Stimmen unseres Unbewussten zu werden. Gerade dann ist es wichtig, unbeirrt dem Weg zu folgen.

Aus: Brigitte Theler LIEBESTAROT – Ein Wegweiser für Partnerschaft und Freundschaft

Tarot spricht durch Bilder …

Amors Botschaften: Wenn Liebe die Antwort ist, wozu dann noch Fragen stellen?

Ich hab geträumt, ich war mit jemand zusammen. Ich hab immer gedacht: Was macht der hier? Das ist nicht der Richtige.

Um 10 hat mich Ulla mit WhatsApp geweckt. Ich lieg noch in den Federn und steh frühestens mittags auf. Das Wetter ist zum Gotterbarmen …

Der Vollmond führt in die tiefsten Gewölbe, das kenn ich. Doch wenn orkanartige Stürme, Portal- und Schwendtage und kosmische Konstellationen dazu kommen, geht es noch drei unterirdische Etagen tiefer, wo die Seele noch keinen Fuß hingesetzt hat und es ohne Urvertrauen auch nicht würde, wegen der Befürchtung, nicht mehr ans Tageslicht zurückzufinden. Dann wünsch ich mir normal zu sein und weniger zu fühlen als der Durchschnitt.

 

Heute ist Montag, der 10. Februar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Die Gelassenheit des Geistes ist eine der schönen Juwelen der Weisheit. James Allen

Wer ist das? James Allen, 1864 – 1912, war einer der ersten Autoren von Büchern zu Persönlichkeitsentwicklung und Motivation sowie einer der bekanntesten Autoren innerhalb der Neugeist-Bewegung.

Da muss man erstmal hinkommen. Ich hab fast 14 Jahre dazu gebraucht – auf der Etappe, die Gelassenheit am meisten gefordert hat. Von der Begegnung mit Maik bis heute …

Heute früh guck ich – was ist denn da an meinem Schlafzimmerfenster? Hat mir der Sturm da einen Zettel angeklebt? Es ist ein Stück Gold-Folie, 4 x 2 Zentimeter. Das ist ein schönes Zeichen find ich … ein Geschenk vom Vollmond! Für goldene Zeiten …

Ich wollte ausschlafen, doch Lars hat mich gefragt, ob ich mal 5 Minuten Zeit für ihn habe und ihn mit seinen Maler-Utensilien in Leylas neue Wohnung fahren kann, um da zu tapezieren. Die Bude wurde mit nackten Wänden übergeben. Das ist dann meine gute Tat für heute und meine einzige. Nur gut gehen lassen und entspannen, und abends kommt mein Schwesterchen …

Ich hab einen prachtvollen Vollmond in der Terrassen-Fensterscheibe, hab ich eben gesehen, als ich rausgehen wollte. Guck dir das an, hab ich gesagt. Das ist wirklich ein Mondjahr!

Heute hab ich erstmal Guti-Gutshaus angerufen, um zu sagen, dass ich Freitagnachmittag gar nicht kann. Da ist die Hochzeit von Aniko und Mario – das ist mir irgendwie untergegangen …

Heute ist Sonntag, der 9. Februar

Ich hatte im Vorfeld schon zu ihr gesagt: Wollen wir mal ’ne Prognose abgeben, wie lange er bleibt? Du zuerst! – Bis Ende August. – Ach, höchstens 3 Monate, maximal! Ich glaub, ich bin dichter dran als sie … Er ist sehr selbstbewusst, war ihre erste Einschätzung. Was sie damit gemeint hat, merk ich an seinen Reden: Volles Haus, das kommt, weil ich hier bin! Das ist Selbstüberschätzung statt Selbstbewusstsein. So’n Pamps zu servieren, würde mir nicht im Traum einfallen. Da sind meine Kuchen besser – nur er hat’s gelernt, ich bin Hausfrau …

Inzwischen ist es 01:22 Uhr geworden und ich geh langsam schlafen. Noch eine entspannte Sonntags-Café-Schicht und dann wieder ein paar Tage frei. Mäßigkeit heißt das im Tarot. Zwei ausgeglichene Waagschalen sind das auf dem Kartenbild.

Er ist aber sehr zuvorkommend. Immer wenn was schweres zu heben ist oder was aus dem Keller geholt werden muss, sagt er : Lass mich das machen … Sein Pamps ist heute mein Mittag, schmeckt aber wirklich gut. Nachher noch Schicht 3/3 und dann hab ich Wochenende!

Eine halbe Stunde – das war meine kürzeste Schicht! Aufgrund des angekündigten Sturmtiefs hielt meine Chefin es für sicherer, wenn ich lieber wieder nach Hause fahre. Dafür kann ich mir 3 Stunden schreiben, sonst wären es 4 gewesen. So hab ich a fine time im Heim. Ist doch auch gut … Also schön gemütlich machen und Sturm Sturm sein lassen.

Heute ist Sonnabend, der 8. Februar

Der Koch ist wirklich ’ne Bereicherung. Jetzt ist es wieder eine Gutshaus-Küche. Als ich gestern zuhause war, hatte ich wieder den lieblichen Duft nach Braten und Küchen-Aromen an mir. Gutes Essen gab es vorher auch, aber das hat jetzt wieder mit Kochkunst zu tun …

Den ganzen Vormittag brauch ich, um mich für die Doppio-Schicht zu wappnen, Faktor 2. Voll der Vollmond, wie erschlagen. Baden in Kaisernatron, Haare waschen, Einsalbung, mehrere Tassen Earl Grey … Mal sehen, wie viele heute kommen zum Filmkunstwerk. Russisch, mit englischen Untertiteln – das ist nicht jedermanns Sache und in Mittel-Mecklenburg schon gar nicht. Aber wir haben ja auch Hausgäste, darunter auch grad wieder internationale … und der patente Koch motiviert zusätzlich!

Ich bin ja gespannt, wenn Anja, Hotel- und Restaurant-Fachfrau, nächsten Monat wieder aus Sri Lanka zurück ist. Die rasselt bestimmt bald mit ihm zusammen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ihren strengen Maßstäben genügt. Als Dip zum Brot vorweg hat er einfach Philadelphia pur genommen, wogegen sie sich richtig Mühe dabei gibt. Und einer hat heute gefragt: Das ist Gulasch? – Ja. – Ohne Sauce? – Dann hat er sich ein Kännchen heißes Wasser bringen lassen und das da drüber geplürrt. Geschmacklich war es gut, doch optisch … Muss ich ihm recht geben.

Die Chefin hat heute gefragt, ob wir 2 uns das die nächsten 2 Wochenenden alleine zutrauen, weil sie in Urlaub sind. Klar …

Heute ist Freitag, der 7. Februar

Viele freuen sich aufs Wochenende, für mich fängt die Arbeitswoche an. Es sind ja nur 3 kurze Café-Schichten, sag ich mir, nur morgen häng ich die Abendschicht mit ran.

Zwei Sachen hab ich gestern erfahren. Mein Auto braucht vorne 2 neue Reifen – beim TÜV-Vor-Check, und ab 20. Mai 2020 sind durch EU-Erlass sämtliche Menthol-Zigaretten vom Markt – in der Toyota-Tanke nebenan. Das war schon seit Jahren immer wieder mal im Gespräch …

Als ich gestern Silvia angerufen hab, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren, haben wir herzhaft gelacht. Ich hab mich für ihre Einladungskarte zur Feier – am 26. 6. in Feldberg – bedankt. Die hab ich schon vor 2 Wochen abgeschickt, hat sie gesagt, doch sie kam zurück mit dem Vermerk „Nicht zustellbar“. Sie hatte sie an meinen Ehe-Namen adressiert. Sehr spaßig – den hab ich gleich nach unserer Scheidung 2012 abgelegt und wieder meinen Mädchennamen angenommen. Das war ihr wohl entfallen.

Schön, Feierabend um 18:00 Uhr … Heute hab ich unseren neuen Koch kennengelernt: Fritzi, 22. Na, wie gefällt dir unsere Großküche, hab ich ihn nach der Begrüßung gefragt und damit unsere 4 mal 4 Meter im Quadrat gemeint. Ich glaub, der passt gut rein in unser Individualisten-Team und kochen kann er auch, nach dem, was ich probiert hab. Ich hatte für’s Café gleich einen Quarkkuchen gebacken – ich hab mir das Einfachste ausgesucht – zu dem er meinte: Da könnte ich fast neidisch werden, so gut wie der aussieht!

Heute ist Donnerstag, der 6. Februar

Und der Abendhimmel gestern erst … Das war die Krönung! Herrliche Fotos in Wir sind Müritzer – das sind alles Hobby-Fotografen hier, oder viele. Heute ist die Pracht schon wieder vorbei. Das zeigt mir einmal mehr, wie es drauf ankommt, den Moment zu genießen.

Mamas Freude heißt meine eben gegründete WhatsApp-Gruppe: So, meine lieben Kinder, ich freu mich! Hier teile ich meine Glücksmomente mit euch, Andrea und Paul, Michael und Tamina und Jonte unser Sonnenschein! Mein schönstes Geschenk, das seid ihr! Dazu hab ich 4 Fotos von Jonti und mir geschickt.

Ich hab ein schönstes Geschenk und ein größtes Geschenk. Mit dem größten sind auch die größten Herausforderungen verbunden. Leider oder Gott sei Dank … Manchmal vergess ich, dass das auch ein Geschenk ist – vor lauter Herausforderungen. Dabei mach ich zur Zeit gar nichts. – Du zeigst Selbstwert – kam neulich wie als Antwort darauf in einem Karten-Reading auf Youtube.

So wie der Werdegang mit Maik ist, entwickelt sich proportional dazu auch mein Verhältnis zu Manuel, seinem Kollegen.  Er hat wieder einen Jüngling am Start. Neues Spiel, neues Glück? Ob es nun wechselnde Frauen- oder Männerbekanntschaften sind – ich hab mich schon länger davon distanziert. Wer keine Gefühle haben oder zeigen will und dabei immer auf den Jackpot hofft, wird seinen eigenen Weg gehen und seine Erfahrungen machen. Ob das dem Seelenplan entspricht oder nicht – das weiß man nicht.

Heute ist Mittwoch, der 5. Februar

Schade, dass wir uns so selten sehen, aber das ist bei deinen Eltern ja nicht anders, hab ich zu Tamina gesagt. Die wohnen nämlich in Schwerin. Ach, die sind andauernd hier, hat sie gesagt, die laden sich immer selber ein. Da bin ich anders.

Ich würde auch öfter hinfahren, nur wenn sie Wochenende haben, arbeite ich meist, besonders im Sommer. Im April hat Michael 2 Wochen Urlaub, davon wollen sie eine Woche nach Hiddensee fahren. Da hab ich sie eingeladen, zu mir zu kommen und sie haben sich gefreut.

Martina hat sich auch über meine Geburtstagstüte gefreut. Das war vertraut wie immer mit ihr. Sie gehört zur Familie.

Auf dem Weg nach Rostock hab ich einen herrlichen Regenbogen gesehen. Schön, die 7 Strahlen Gottes …

Heute verteil ich die restlichen Flyer für unsere Veranstaltungsreihe Live in Lexow, die ich am Montag nicht geschafft habe, großflächig in Waren. 08.02, Gutshaus Lexow, 19:30 Uhr: Meistersinger – The Sound of Russia – Ein vielfach preisgekrönter Film von Ekaterina Eremenko. Die hab ich neulich kennengelernt, als sie bei uns reingeguckt hat und gefragt hat, ob die Chefin da ist. Dann such ich noch eine passende Geburtstagskarte für Silvi aus, auch Version 6.0, und genieß das traumhafte Wetter nach den Tränen-Sturzbächen und Stürmen des Himmels in den letzten Tagen. Nicht nur schön, sondern traumhaft ist es durch das magische Licht heute – Feenlicht sag ich dazu …

Heute ist Dienstag, der 4. Februar

Jetzt ticken die Uhren anders, hat Ralf auf seiner Geburtstagsparty gesagt. Er will langsamer und bewusster leben und fängt seinen neuen Lebensabschnitt mit einer Ayurveda-Kur auf Sri Lanka an.

Ich glaub auch – die Maßstäbe und Werte verändern sich. Wir können noch 1, 2 oder 3 runde Geburtstage feiern, in Ausnahmen 4. Doch dann sind wir schon im 3stelligen Altersbereich – ich glaub, dann hält man an nichts mehr fest. Der Prozess setzt jetzt schon ein bei mir. Das heißt, es wird leichter und unbeschwerter. Was mal wichtig war, verliert an Bedeutung und statt in der Vergangenheit zu hängen oder sich Gedanken über die Zukunft zu machen, denk ich: Leb heute gut …

Heute seh ich mein Enkelchen!

Ach, war das schön … seine himmelblauen Augen und die roten Bäckchen. Er sieht schon wieder ganz anders aus seit Weihnachten. Jetzt sprießen ihm blonde Härchen. Das ist mein Sohn nochmal in Klein. Er hatte immer eine Hand in meinen Haaren und hat meine Kette Blume des Lebens eingehend untersucht. So ein Engel wärmt das Herz!

Wenn du beginnst zu lieben, sagst du schon ja zu den Tränen des Abschieds. Das hatte Martina eine zeitlang in ihrem WhatsApp-Status stehen. Das trifft für Enkelkinder genauso zu. Genauso wie für einen Mann – bloß dass es bei Maik keinen Abschied gibt und damit auch keine Tränen. Nur eine neue Zeitform in der Grammatik – gegenwärtige Vergangenheit.

Heute ist Montag, der 3. Februar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Schau dir die Natur an, und du wirst alles verstehen. Albert Einstein

Das klappt nicht nur mit der Kaffeemaschine. Ich könnte auch noch gut zusätzliche Stunden gebrauchen, denk ich, da mein Polster vom Sommer jetzt dahingeschmolzen ist. Da kam gleich gestern Abend noch die WhatsApp: Vielen Dank! Reicht dir das Café am nächsten Wochenende oder würdest du auch noch gern am Freitag oder Samstag kommen? – Ja, zusätzlich komm ich nach Möglichkeit auch gern, da liegt ja kein 60. Geburtstag an. – Gut, dann gern am Samstag ab 17:00 Uhr …

Heute geht’s weiter – das hagelt jetzt gleich Stunden. Erst die Anfrage, ob ich Samstag auch schon ab 14 Uhr kann und gleich durch bis abends. Da haben wir eine Filmvorführung. Das wird dann ein langer Tag und – zweiter Anruf eben – ob ich auch am Freitag das Café machen kann, 14 – 18. Das wird ein arbeitsreiches Wochenende mit 3 tollen Tagen!

Das macht aber viel Spaß, auch gestern wieder. Die Gäste sind alle sehr umgänglich, freundlich und interessiert an unserem liebevoll sanierten Gutshaus.