Heute ist Sonnabend, der 17. August

Die 3 Glücksmomente hab ich gestern so zusammengefasst und aufgeschrieben:

Heute war ich bei Birgit nachmittags bei ihrem Wohnwagen. Wir haben auf der Wiese Champis gesammelt, wo ein herrlicher Blick in die weite Landschaft zu genießen war. Dann ist sie zum Meisterschüler-Training nach Neubrandenburg gefahren und ich hab unterm Sonnendach die Pilze gleich geputzt. Das war so beruhigend da, im Grünen, und ich hab über Lebensformen nachgedacht und über Sinn und Unsinn von zum Beispiel Kartenlegen. Die Pilze schmurgeln jetzt in der Pfanne und auf dem Heimweg hab ich gedacht, es wird sich schon alles finden … ob ich auch mal so alternativ leben möchte oder was anderes kommt. Das sind unnötige Gedanken …

Als ich eben von der abendlichen Terrasse kurz rein gekommen bin, hab ich einen Anruf von Guti-Gutshaus gesehen. Bei Rückruf war nur der AB dran. Mein Text: Hallo Bettina, du hattest angerufen. Ich wollte noch warten, ob es mir morgen wieder besser geht, aber es sieht nicht so aus. Ich hab noch übel Magen-Darm und hoff, dass es mir nächste Woche wieder besser geht. Liebe Grüße bis bald!

Eigentlich hab ich übel Gehirn oder besser Herz, das mir sagt, im Moment kommt alles zu kurz – Freunde treffen und die schönen Seiten des Lebens. Ich denk mehr an Reisen und Gast in Hotels zu sein, als andere Leute zu bedienen. Gute Nacht …

Heute ist Freitag, der 16. August

Vollmond-Erkenntnis ist nicht ganz richtig. Die hatte ich vorher schon. Der Vollmond im Wassermann spült es nur noch mal hoch ins Bewusstsein …

Wie leer meine Speicher sind … und das im August, wo doch die Hoch-Zeit der Ernte ist. Herbst ist auch noch Erntezeit – Spätlese!

Um 10 nachher Treffen mit Cindy und Anke zum Bäcker-Frühstück. Mit Anke stand ich 5 Jahre auf der Müritz-Saga-Bühne. Cindy ist beim Catering dort.

Das ist heute ein herrliches Abendrot! Ich hab mich erstmal krank gemeldet bei Guti-Gutshaus. Ich find, das ist ’ne schöne Stundensumme, umgerechnet in Euro, für diesen Monat. Die lass ich mal so stehen bis zur Abrechnung am 20. – danach bin ich dann wieder für sie da …

22:22 Das Abendrot war schon schön vorhin. Der Mond, der jetzt über den Dächern neben dem Kirchturm aufgeht, sieht magisch aus – wie 2 Mondhälften horizontal durch Wolken geteilt. So faszinierende Anblicke bietet uns die Natur …

Ulla, bei der sich schmerzhaft ihr ISG-Illiosakral-Gelenk meldet, hat dabei noch so viel Muße, mir eine WhatsApp zu schicken, in der es um die Jugend von früher und heute geht, zum Nachteil von heute. Nicht so radikal Ulla, hab ich geantwortet. Früher war nicht alles gut, heute ist nicht alles schlecht! Wenn du anfängst, auf die Jugend von heute zu wettern, bist du wirklich alt – deine ISG-Beschwerden gehen vorüber. Man kann sich über vieles aufregen – oder es lassen.

Heute ist Donnerstag, der 15. August

Seit 2 Tagen hab ich fast nur geschlafen. Ich fühl mich krank, k. o. und schlapp und hab Bauchschmerzen – da, wo Tamina ihre Kaiserschnitt-Narbe hat. Ich hab noch nie so direkt gemerkt, dass ich alles unmittelbar aus meiner Umgebung aufnehme wie ein Schwamm.

Außerdem bin ich schon den ganzen Sommer über’m Eichstrich der Belastungsgrenze … Wenn ich mich bis heute Abend nicht besser fühle, sag ich Anja ab.

Geh bloß nicht mehr auf solche Feste, wo dein Liebster mit anderen tanzt. Das ist meine Vollmond-Erkenntnis. 

Ich hab abgesagt heute Abend wegen krank. Ich bin schon weit über meinem Stunden-Limit und hab nur ein Bedürfnis – Schlafen. Das zeigt mir, wie leer meine Speicher sind …

Heute ist Dienstag, der 13. August

Ich hab unruhig geschlafen und geträumt und hab Herzklopfen … Das ist schon der Vollmond-Einfluss, massiv. Aber ich will nicht dem Jammern Vorschub leisten und konzentrier mich lieber auf die zusätzliche, also außerplanmäßige Abendschicht. Geburtstagsfeier mit 22 Personen zum Essen – aber im Plan steht: Dirk kocht! Das ist unser Rent-a-Koch – schöne Denglisch-Mischung Deutsch/Englisch – für solche besonderen Anlässe.

Das Einzige, was ich außer Ausruhen zustande bringe, ist: Ich hab über den Hausmeister den Schornsteinfeger herbei zitiert, weil der Rauchmelder im Schlafzimmer piept. Der kam sogar innerhalb von 30 Minuten! Das ist schon mal erledigt. Meiner Ex-Schwägerin in Berlin – die, die im Mai die 2. Geige geheiratet hat – mit WhatsApp zum Geburtstag gratuliert und nun brauch ich noch einen Doc-Termin, um mir Lymphdrainage verschreiben zu lassen, um meinen Beinen was Gutes zu tun … Dann gab es am Sonntag noch eine schöne Überraschung, die ich in mein Glücks-Tagebuch eingetragen hab:

Um zwölf Uhr mittags kam eine WhatsApp von meiner jüngsten Schwester: Tine hat die Gruppe Nita, Bibi und Tine erstellt. Das sind wir drei Schwestern, eigentlich ABC – Anita, Birgit und Christine. Darin stand: Hallo meine Lieben, ich sitze in Dammwolde auf ’nem Baumstamm in der Sonne und freue mich über den schönen Sonnenblumenstrauß und dachte, ich lass euch daran teilhaben. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine genauso schöne Woche. Seid lieb gegrüßt und gedrückt!

Gute Idee – eine Schwestern-Gruppe zu gründen. Sie hat das Foto mit dem Sonnenblumenstrauß vor dem Grab unserer Eltern mit uns geteilt. Jetzt schreibt jede von uns, was sie bewegt und so sind wir – auf diesem Weg – mehr in Kontakt. In ihrem näheren und weiteren Umfeld gab es in letzter Zeit gehäuft plötzliche Todesfälle und andere traurige Nachrichten. Ich glaub, das hat ihr zu denken gegeben, darüber haben wir neulich am Telefon gesprochen. Es ging auch darum, geplante Vorhaben immer wieder aufzuschieben, bis es dann manchmal zu spät ist. Irgendwann ist ein Synonym für Niemals, hab ich gesagt – das hatte ich irgendwo gelesen. Lass uns unsere Rom-Reise im Auge behalten!, hab ich gesagt. Machen wir …

 

Heute ist Montag, der 12. August

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen. Alexandre Dumas

Das Foto dazu: Eine Mohnblumen-Blüte im Abendlicht … Alexandre Dumas hat Der Graf von Monte Christo geschrieben. Die richtige Brille ist nicht unbedingt die rosarote, wie am Anfang …

Ich hab immerzu hin- und herüberlegt, wann ich heute am besten losfahre nach Rostock. Um 12 Nageltante und vorher wollte ich noch zur Globus-Autowäsche und zu Grönfingers, eine Sonnenblume im Topf kaufen, für Jonte. Am Steintor ist immer noch Großbaustelle, was auch zu berücksichtigen ist beim Timing. Statt zwischen 9 und 10 fahr ich jetzt um 8 los. Es hat tatsächlich geklappt mit frei gestern. Als Anja angerufen hat, hab ich mich belatschern lassen, heute früh der anderen Anja, die alleine da ist, noch von halb 9 bis halb 11 beim Frühstück zu helfen. Du bist doch hier gleich an der Autobahn, hat sie als Argument angeführt.

Unsere neue Schülerin-Aushilfe heißt Anna – damit sind wir Anja, Anja, Anna, Anita … Anja ist die russische Form von Anna, Anita die spanische, portugiesische und kroatische Verkleinerungsform von Anna. Damit sind wir alles Begnadete, von Gott Behütete … Der Name bedeutet auch Liebreiz und Anmut.

12. August und 12 Stunden war ich unterwegs heute: Von 8 bis 8. Erst 2 Stunden Guti-Gutshaus-Co-Frühstücks-Fee, dann Manja Nageltante, dann Martina. Aus dem Besuch bei Jonte und Eltern ist nichts geworden, weil sie bei der Gynäkologin waren. Michael hat gestern geschrieben: Tamina hat grad noch Probleme mit ihrer Narbe … Das lass ich mal so stehen, denn es triggert wieder dermaßen mein Unverständnis, wie hier mit Leben umgegangen wird. Manja hat gesagt, bei ihr war Kaiserschnitt, weil die Kleine die Nabelschnur um den Hals hatte – und dafür ist er ja auch gedacht – für akute Notfälle. Sie haben danach eine dreiviertel Stunde den Schnitt genäht – 5 Schichten. Und dann müssen auch 5 Schichten heilen! Das ist ein großer Schnitt im Bauch – und für den, der anders denkt, in der Aura.

Also waren sie noch bei der Ärztin und er hat gefragt: Später geht nicht? Es wär bei Manja-Nageltante um die Ecke gewesen, und so bin  ich erstmal zu Martina gefahren. Später – sie waren erst Viertel 5 zurück, wär Stau in der Hamburger gewesen – außerdem hat Hansa heute gespielt. Da wär kein Durchkommen gewesen. So hab ich gesagt, komm ich lieber beim nächsten Mal, in 14 Tagen. Am 24. August haben Martina und Peter ihre Geburtstagsfeier zum 60. zusammengelegt, der im Januar war, und die nun ein halbes Jahr später stattfindet – im Garten.

Jonte – der kann gucken! Von ihm schicken sie mir viele Fotos, die ich auch an die Verwandtschaft weiterleite. Meine Tante schrieb: Der ist ja niedlich! – Ja, hab ich geantwortet, er ist drollig. Dabei ist mir aufgefallen, das ist ein Wort, das fast in Vergessenheit geraten ist …

 

Heute ist Sonntag, der 11. August

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod … wegen nicht verschiebbarem Nageltanten-Termin. Ich hab gegoogelt – ist richtig, genauso wie wegen nicht verschiebbaren Nageltanten-Termins! „Wenn Sie lesen „Straße wegen Schlagloch gesperrt“ ist das genauso richtig wie „Straße wegen des Schlaglochs gesperrt“. Sobald sich das Wörtchen „dem“ vor das Schlagloch schiebt, wird es jedoch falsch.“

Nicht jeder in deiner Umgebung erträgt Schönheit, Kraft und Nähe. Es ist deine Verantwortung, deine Kraft und dein Licht zu schützen! 

Das hab ich im WhatsApp-Status von Susann, einer Hexenschul-Kommilitonin, entdeckt. In meinen Kontakten sind viele schöne Fotos und Sprüche in den Profilen und im Status. Die schreib ich hier nicht alle – doch dieser hat es mir besonders angetan …

Ich hab nochmal gegooglet nicht jeder – wegen Groß- oder Kleinschreibung. Da kam als Vorschlag: Nicht jeder Mensch ist für Arbeit geboren. Das ist ein interessantes Interview mit dem Arbeitspsychologen Tim Hagemann zu Arbeit, Status, Sinn, Einkommen und Zufriedenheit. Zu den nicht für die Arbeit geborenen zähl ich auch – so ist es in Guti-Gutshaus der Kontakt mit Menschen, der mir zusagt, nicht die Arbeit an sich – oder nur zum geringen Teil, da viel zu anstrengend für mein Empfinden.

Weitere Vorschläge waren:

nicht jedermanns Sache

nicht jeder der wandert ist verloren

nicht jeder der zu mir sagt Herr Herr

nicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold

nicht jeder wird deinen Weg verstehen

nicht jeder hat das gleiche Herz wie du

nicht jeder ist das was er vorgibt zu sein

nicht jeder mag mich

Interessant …

Die Arbeit, für die ich geboren bin, wird nicht bezahlt: Blog schreiben, Seelsorgerin für mein gesamtes Umfeld, Sonnenschein in die Welt schicken. Dafür wird sie vom Universum großzügig mit Wohlstand und Fülle vergütet.

Wenn ich Glück habe, hab ich heute Abend frei. Es hängt davon ab, ob die Anreise in der SM, steht für Stellmacherei, zum Abendessen kommt. Stellmacherei, Rheinsberg, Louisenfeld, Sommerstorf, Amsee, Blumenow, Rosenow, Sorgenlos, Engelswacht, Herzfeld, Seeland, Adamshoffnung, Evchensruh, Friedrichsruhe – so heißen die Wohnungen und Zimmer bei uns – alle nach Orten in der Umgebung benannt – außer SM.

Seit 8.8. ist 12 Tage das Löwen-Portal. Hier brennt die Luft – Rettungs-Sirenen am laufenden Band! Alles, was nicht der Wahrheit entspricht, wird niedergebrannt. Danach wird Phoenix aus der Asche entstehen – so strahlend wie nie zuvor …

Ich beobachte das alles. Als ich mein neues Portemonnaie eingeräumt hab, war noch eins der Karten-Fächer frei. Da hab ich eine Aura-Soma-Karte gezogen – Klarheit – und da rein gesteckt. Die haben Kredit-Karten-Größe. Ich hab endlich ein entspanntes Verhältnis zu ihm – nicht zu verwechseln mit Affaire! Mein Geliebter ist zu meinem Mann gereift. Egal, wo er gerade ist und mit wem. Das kann kaum einer verstehen. Nicht jeder wird deinen Weg verstehen, nicht jeder hat das gleiche Herz wie du …

Heute ist Sonnabend, der 10. August

Seehaus am Kreuzsee – den nächsten Kurzurlaub direkt am See hab ich schon gebucht vom 7. – 9. Oktober, diesmal mit Ruhe und Radfahren im Nationalpark. Ich wär gerne schon im September gefahren wegen Schwimmen, aber da war nichts mehr frei. Nun wird es statt dessen Goldener Oktober  …

Von 6 bis 7 hatte ich eine schöne Morgen-Kaffee-Unterhaltung mit Lars, den ich 5 Tage nicht gesehen habe, auf der Terrasse in schön nachbarschaftlich-freundschaftlichem Einvernehmen …

Seelenpartner-Reisen sind von oben geführte Psycho-Therapien – für beide, hab ich gestern in einem Youtube-Video gehört. Für mich kann ich das bestätigen. Niemals zuvor hab ich solche unbekannten Höhen und Tiefen durchleben können, wie nach der Begegnung mit dem Mann meines Herzens. Solche Getrennt-Phasen sind wichtig, wurde darin gesagt, damit jeder in allen Bereichen das schönst-mögliche Leben für sich gestalten kann – unabhängig vom anderen. Das glaube ich auch. Die Tiefen sind dabei genau so wichtig wie die Höhen – in ihnen hab ich mich bis auf den Grund meiner Seele fallen lassen, um von da aus wieder hochkatapultiert zu werden. Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand … Noch nie hab ich solche Stärke auf den Höhen gespürt, noch nie solche Demut in den Tiefen gefühlt. Viel hab ich schon geschafft und einiges ist noch in Bearbeitung …

Heute und morgen Abend wieder Guti-Gutshaus und Montag das Café von 14 – 18 Uhr. Das sag ich aber ab wegen nicht-verschiebbarem Nagel-Tanten-Termin …

 

Heute ist Freitag, der 9. August

… und in der Goldenen Gasse Nr. 22. Da hat eine Wahrsagerin gelebt, hat uns Susanna, die Reiseleiterin, erzählt. Da bin ich rein gegangen und hab mir ihren minimalen Lebensraum aus Küche und Wohnzimmer – winzig klein, da die Häuser in die Burgmauer gebaut sind – angesehen und auf dem Tisch vor dem Diwan mit Wandteppich ihre alten Tarock-Karten liegen sehen. Ich hab mit beiden Händen die Wände und den Türrahmen berührt, um mich mit ihrer witchcraft zu verbinden. Ist aber nicht viel passiert … So ein altes Tarot-Deck hätte ich gern zufällig in einem Antiquariat aufgestöbert. Dafür war die Zeit aber zu kurz. Neue Geldbörse hielt das Universum wohl für wichtiger …

In Nr. 14 hat Franz Kafka, der Ruhe zum Schreiben suchte und nicht mehr daran glaubte, sie zu finden, im Sommer 1916 mit seiner Schwester Ottla zufällig das Haus entdeckt, die es gemietet hat und es ihm dann überließ.

Langes Sitzen im Bus war mir klar, aber dann noch 12 Stunden überwiegend auf den Beinen in Prag war das Gegenteil von dem, was ich mit der Reise verbinden wollte – Entlastung für meine von Guti-Gutshaus beanspruchten Füße. Statt mich im Bus von einer Sehenswürdigkeit zur anderen schaukeln zu lassen, wie ich dachte, langes Gehen und Stehen …

Doch es waren trotz Strapazen belebende Eindrücke für die Sinne in der 1,3-Millionen-Metropole, in der sich geschichtsträchtige Vergangenheit in herrlichen historischen Bauwerken repräsentiert.

Und – auch wohltuend anders als sonst – war von Larissa, gestern gerade 14 geworden, bis 80 + altersmäßig so ziemlich alles vertreten. Damit war Leben und Stimmung im Bus und es hat allen viel Spaß gemacht. Ich hab mit Hanna, fast 80, Gudrun und besonders Birgit, 3 tolle Frauen kennengelernt!

Heute ist Donnerstag, der 8. August

19:00 Uhr – Mein Kirchturm hat mich wieder und ich ihn. Heut schaff ich nur noch zu schreiben, dass ich wieder da bin. Durch kilometerlange Baustellen auf der Autobahn und Stau umfahren waren es 2 Tage im Bus und das heißt effektiv nur einen Abend und einen ganzen Tag in Prag. Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht mitgefahren. Trotzdem war es schön in dieser herrlichen Stadt, die aber nur die Touristen will und die Busse, in denen sie sitzen, aussperrt. Das wiederum heißt, dass unser Sommer-Bus uns um 9:00 Uhr bis zur Burg gefahren hat und um 16.00 an einer Moldau-Brücke wieder abgeholt hat. Auch zum Brauhaus am Abend – mit der Metro! Kein Rankommen mit dem Bus. Herr Sommer fährt mit Bus und Bahn, hab ich gesagt – na nicht mit Bus, mit Bahn – und kann die Bier-Verkostung mit genießen.

Das Zimmer im Clarion Congress Hotel hatte, anders als Hotelzimmer meistens, richtige Wohlfühl-Atmosphäre und ich konnte bestens schlafen und aus der 6. Etage den Blick in den freien unverbauten Prager Himmel und Nachthimmel genießen. Mein Zimmer 6202 lag dicht in Fahrstuhlnähe – das hatte ich auch schon mal ganz anders – so dass die Wanderungen vor die Tür für Nikotinschübe im Rahmen blieben. Das ganze Hotel hat Offenheit, Freundlichkeit, Großzügigkeit und Glanz ausgestrahlt – und Welt-Flair natürlich. Und – auch zum ersten Mal und sehr erwähnenswert – ein Wasserkocher mit Instant-Kaffee-Sticks und meinem Lieblings-Earl-Grey-Tee …

Als ich früh um 6 mit wirrem Haar und nur mit Kleid durch das Foyer Richtung Rolltreppe und damit Richtung Ausgang zwecks Zigarette geschritten bin – man bewegt sich in so einer Umgebung automatisch majestätisch – saß da ein Mann, den ich nur aus dem Augenwinkel wahrgenommen habe, in Jeans und  rosa Hemd, Haare kurz geschoren, in der Lounge, der sah aus wie … Aber A) hätte er kein rosa Hemd an und B) ist er nicht zur gleichen Zeit am gleichen Ort wie ich.

Ein schönes rotes Portemonnaie hab ich für meine umgetauschten Kronen gekauft – keine Silberkette und kein Tarot oder Tarock, wie es da heißt. Dafür war ich in der Goldenen Gasse Nr. 14 …