Heute ist Montag, der 8. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Man muss die ZUKUNFT abwarten und die Gegenwart genießen. Wilhelm von Humboldt

Genau, wie das passt! Ich kann nur empfehlen, 60 zu werden. Mit der Zahl bring ich mich nicht in Verbindung, weil ich sie nicht fühle. Aber es gibt so viele schöne, tolle, liebevolle, fantasievolle Geschenke, Wünsche, Umarmungen und Liebesbekundungen aller Art, dass es eine Pracht und wahre Freude ist …

Heute noch einmal:

Das Buch der Antworten: Du wirst nicht enttäuscht sein

Das hat es jetzt in 3 Wochen 4 mal gesagt und damit war es die häufigste Antwort nach Es kann nicht daneben gehen mit 3 mal. Kombiniert mit Man muss die Zukunft abwarten … ergibt das ein schönes, optimistisches, entspanntes Duo.

Das war die beste Idee, meinen 6-Nuller-wunderschönsten-Geburtstag im Guti-Gutshaus zu feiern!

Heute ist Sonntag, der 7. Juli

Das Buch der Antworten: Benütze deine Phantasie

Wetter wie im Herbst und Erkältung seit gestern. Vormittags hatten wir mit Aniko und Sigi mit viel Spaß die rosa-roten Herzen-Luftballons aufgepumpt und verteilt. Am Nachmittag bin ich zu Guti-Gutshaus gefahren, wo Paul und meine Tochter angereist sind. Ich hab mit ihnen eine Führung gemacht und ihnen nach dem Kaffeetrinken vom Dachboden bis zum Keller einschließlich Ferien-Wohnungen alles gezeigt. Das Geschenk gab’s auch schon, weil es heute untergegangen wäre, meinten sie. Ich hab mich sehr gefreut. Als Deko gehörte auch ein Los dazu – sowas wie ein Glücks-Keks-Spruch: Mit dir zu schweigen ist interessanter, als mit anderen zu reden. Hauptgeschenk war ein Obulus in Scheinen: Mutti, du willst dir doch ein neues Fahrrad kaufen … dann noch diverse  Givings wie ein Tagebuch für die drei schönsten Momente des Tages – alles schön und liebevoll verpackt!

Wir haben uns gut und lange unterhalten und dann hab ich ihnen noch die Umgebung gezeigt – ein Hügelgrab im Wald,  das ich neulich nach dem Schwimmen entdeckt hatte, und den malerischen Hafen der Müritz in der Sietower Bucht. Pauls Familie sind Segler. Als wir auf meinen Sohn und Freundin Tamina zu sprechen kamen, hab ich gesagt: Ich hab das Gefühl sie kommen nicht. Ja, und gestern Abend hat er gesagt, sie sind im Krankenhaus – Tamina hat starke Rückenschmerzen und Übelkeit – 3 Wochen vor Entbindungs-Termin.

Wenn ich meine Fantasie benutze, fällt mir auf, dass ich gestern auf dem Weg zum Hafen ein Auto hab stehen sehen: MÜR-MR 707

Heute ist Sonnabend, der 6. Juli

Das Buch der Antworten: Bring es bald in Ordnung

Martina hat gestern geschrieben, ihr ist noch ein schönes Geschenk eingefallen. Alles andere hatte sie schon lange beisammen, aber das musste noch sein. Da bin ich gespannt … Ich bin gespannt, wer alles kommt, hat sie weiter geschrieben. Na, das ist jetzt nicht so spannend, wir haben die Einladungskarten zusammen angefertigt und sie weiß, wer alles kommt: Meine Familie – Kinder, Schwestern, Nichten und 6 Freunde. Zwei haben abgesagt. Eine Nichte ist krank und die andere hat Termindruck, weil ihre Master-Arbeit am 16. 7. abgabereif sein muss. Bei Guti-Gutshaus heißt das: Anmeldung 18 + 2. 18 Erwachsene, 2 Kinder, wobei die beiden Kleinkinder nicht zählen – im Preis. Mit ihnen sind wir  dann 22 …

Ah, und mein Tantchen als special guest. Und es sind auch all meine Lieben bei mir, die die anderen nicht sehen können, weil sie in meinem Herzen sind, angefangen bei meinen Eltern, denen ich diesen Tag und alles zu verdanken hab. Mein größtes Geburtstagsgeschenk ist das kleinste – Jonte, mein Enkelsöhnchen, der auf dem Weg zu uns ist und den seine Mutter Tamina durch Hitze, Übelkeit und Rückenschmerzen trägt. Ich bin bereit, hat sie schon im Mai gesagt …

Ich bin auch bereit für den nächsten Lebensabschnitt – ich hab alles in Ordnung gebracht, was in meinem Zuständigkeitsbereich liegt.

Haus- und Hofgesellschaft vormittags, mit meinen Freundinnen Antje, Sabinchen und Carmen Sternchen feier ich extra …

 

Heute ist Freitag, der 5. Juli

Das Buch der Antworten: Sag was dazu

Das mach ich. Ich wollte das erst nicht schreiben, aber da ich dazu aufgefordert werde …

Seit Tagen trifft sich abends ein Taubenpaar gegenüber auf dem Schornstein, der mir am nächsten und genau in Blickrichtung liegt, wenn ich auf der Terrasse bin. Er kommt um 5, sie um Viertel 6. Sie schnäbeln, turteln und vögeln so herzig und inniglich, dass ich es kaum noch mit ansehen konnte. Gestern hat das seinen Höhepunkt erreicht – es ging 4 Stunden lang. Sie konnten gar nicht voneinander lassen. Am Ende war das Liebespaar wie verschmolzen miteinander. Was das in mir ausgelöst hat, kann ich selbst kaum glauben. Das hat die ganze Gefühlspalette in mir zum Vorschein gebracht und noch mehr – das ging bis zu Hass. Hass war mir unbekannt bisher. So kannst du doch nicht denken, hab ich mich vor mir selbst erschrocken, freu dich mit den beiden süßen Täubchen. Ich hätte sie tot schießen können und hab immer nur gedacht: Fliegt weg, ich will euch nicht sehen! Dann hab ich gedacht, wer weiß, was dir das zeigen will … Da kam erst recht Wut in mir hoch – auf Zeichen des Universums – was auch ein seltener Gefühlszustand ist bei mir. Dann kamen Tränen und ich hab geweint  … Darüber, dass zwei so süße gurrende, verliebte Turteltäubchen mir zeigen, wie es in mir aussieht.

17:00 Uhr Guti-Gutshaus-Extra-Schicht – 23:00

Heute ist Donnerstag, der 4. Juli

Das Buch der Antworten: Wenn es gut getan wird, sonst tu es gar nicht

Keine Frage – worauf das wohl die Antwort ist …

Gestern hab ich erstmal die größte Hürde vor’m Geburtstag aus dem Weg geräumt. Der Abwasch stand schon mindestens 4 Wochen in der Küche. Entweder, es war zu heiß oder ich hab gearbeitet oder beides. Gestern war der ideale Tag dafür, das ging wie von selbst.

Heute Vormittag fahr ich mit Christinchen und Frankie, die ich eine Stunde betreue, nach Demmin, wo die Mama ihre einstündige Sitzung hat. Morgen Vormittag Frisör, Sonnabend Vormittag Herzen-Luftballons aufpumpen mit Sigi, Aniko und Wolfgang. Die waren in Guti-Gutshaus übrig und Anja hat gefragt, ob bei mir einer heiratet oder Geburtstag hat. Die Hochzeiten sind durch, aber ich kann sie für mich nehmen – 2 Packungen – 48 Stück – 2 x 24 – rot und rosa.

Sonntag Vormittag Gratulations-Empfangs-Frühstück von 10 – 12 bei mir auf der Terrasse zu acht – Aniko und Mario, Sigi und Wolfgang, Christa, Christine – Lars und ich. Der einzige Aufwand, den ich in der Küche habe, ist – paar Brötchen-Platten schön herrichten. Und den hätte ich auch noch an den Altstadt-Bäcker delegiert, wenn seine Auswahl größer gewesen wäre als Käse, Ei, Salami, Pute.

Nachmittags von 14 – 18:00 Uhr Guti-Gutshaus-Cafe …

Danke für Fall in love – damit hab ich den beiden sympathischen jungen Männern mit Posaune und Geige gestern 2 Euro in den Instrumentenkasten geworfen, nicht einen, nicht 3 –  Zwei.

Heute ist Mittwoch, der 3. Juli

Das Buch der Antworten: Nein

„Lass den Bub mal schreien!“ – Der Neumond reißt die Urwunde vieler Männer auf! Das ist ein wertvoller und wichtiger Beitrag von Heart&Soul Readings auf Youtube. Das hab ich mir gestern zum Neumond angesehen. Das Video beleuchtet, wie Kinder, speziell Jungs, in den 60-er, 70-er und 80-er Jahren erzogen wurden: Lass den Bub mal schreien! Und welche Auswirkung das auf die Liebesfähigkeit der Männer hat, dass besonders Jungs nicht verhätschelt werden durften. Es gibt eine Antwort zur Situation von Mann und Frau heute, und eine Erklärung speziell bei Seelenpaaren.

Ich bin kurz nach 2 wach geworden und hab gedacht, ich schreib das gleich. Das Buch der Antworten hab ich unmittelbar davor befragt. Ich glaub das Nein bezieht sich auf den Titel – Lass den Bub mal schreien! Wir haben unseren Sohn, Jahrgang 1993, schon anders „erzogen“. Er hat alle Liebe und Fürsorge bekommen …

„Ihr lieben Frauen, nur ein kleiner Hinweis, für alle, die den Hilferuf als Aufforderung verstehen, sich wieder zu nähern, zu retten, zu verteidigen und sich schon das Schutzschild von der Brust reißen: BITTE BLEIBT IN EURER KRAFT! Schwache Männer müssen noch weiter schreien, erfahren und lernen. Und starke wollen keine bedürftige Frau. Genau wie ihr keinen kraftlosen Mann (mehr) wollt! Tut euch Gutes, indem ihr euer weibliches und empfangendes Sein LEBT, unabhängig davon, wie es ihm geht.“ Das ist der erste Kommentar unter dem halbstündigen Video – von einem Mann!

Auf jeden Fall trifft das auf Manuel zu – sonst wär das nicht nochmal so hoch gekocht mit Tim … Mein Blog ist mein Beitrag zur besseren Verständigung zwischen Mann und Frau. Alle Paare sind im Grunde Seelenpaare.

Angelika am 4., Ulla am 5., Nora-Ida am 6., Anita am 7. – das sind die nächsten Geburtstage im Familien- und Freundeskreis – alles Julikinder! Ich dachte, ich hab mein Kleid dafür schon – mit Rosen, was Manuel für ein Nachthemd gehalten hat! Aber eben, auf dem Rückweg vom Treffen mit meiner Schwester zum Kaffee und Besprechung des Abenteuercamps ihrer TAO-Schule nächste Woche – bei dem ich ihr mit rückwärtigen Diensten helfe wie Kochen, Betreuung, Transport – hab ich eins in Anziehbar gefunden. Das ist mehr als anziehbar – so Klasse, toll in Form, Farbe, Schnitt, Sitz und Material, dass ich zur Laden-Inhaberin gesagt hab: Das wird mein Geburtstagskleid Version 6.0 am Sonntag! Solche Gespräche sind hier möglich in unserer kleinen Einzelhandels-Shop-Meile …

Du machst immer schöne Sachen!, hat Christine heute gesagt, als sie hier war. Ich hatte ihr erzählt, dass ich gestern Nachmittag bei Dana in ihrer Praxis zur Fußpflege war und selbst gebackenen Erdbeerkuchen mit Sahne – nicht die aus der Sprühflasche – mitgenommen hab. Das war gut für die Seele, haben sich alle da gefreut – Dana,  ihr Mann, Mudder am Empfangstresen und Nadinchen, die gute Seele …

 

Heute ist Dienstag, der 2. Juli

Das Buch der Antworten: Vorausgesetzt, du bedankst dich dafür

Als ich gestern auf’s Schiff gestiegen bin, hat Manuel angerufen. Ich bin nicht ran gegangen. Dann hat er noch paar mal Sturm geklingelt. Dann geht es immer um sein wertes Befinden – ich hab es ignoriert. Als ich nach Hause kam, wieder ein Anruf. Neulich hat er mir grade erzählt, dass es 8 Monte gedauert hat, bis er das mit Tim bearbeitet hatte. Nun: Ich hab ihn auf Instagram gesehen mit einem Typen, das glaubst du nicht! Dann kam, wie toll er selbst aussieht und wie Tim nur mit dem hässlichen Vogel zusammen sein kann …

Am Sonntag hatte ich nachmittags geschlafen und wollte um 3/4 4 grad duschen und dann zu Guti-Gutshaus fahren. Da hat es bei mir geklingelt und Manuel stand mit Stephan vor der Tür. Sie wollten mit mir Kaffee trinken gehen, das haben sie dann zu zweit gemacht. Stephan hat er über sein spezielles Portal kennengelernt, kann mit ihm sexmäßig aber nichts anfangen. Das ist einseitig, denn Stepahn will schon und klammert. Nun haben sie sich auf Freundschaft geeinigt – glaubt Manuel jedenfalls. Ich hab gesagt, das funktioniert nicht – wenn einer mehr will.

Dann hat er mir gestern am Telefon die unvermeidliche Frage gestellt: Wie fandest du ihn? Ich fand ihn gar nicht … Wir saßen kurz auf der Terrasse und ich wollte nur Abstand zu ihm, so unsympathisch war er mir, und ich hab mich gefragt, was Manuel von ihm will – aber das ist wieder die gleiche Leier: Nur damit jemand da ist – er kann nicht alleine sein. Ja, Du kannst das, hat er gesagt … Ja, denkst du, ich bin von Natur aus so gestrickt? Da hab ich lange viel für getan und bin tief unter die Oberfläche getaucht in alle Schattenbereiche. Das war kein Spaziergang!

Schlussakkord gestern war: Toll, als ich das Foto gesehen hab, ist gleich mein Selbstwert gestiegen! Mann Manuel, dein Selbstwert steigt nicht dadurch, dass du dich mit anderen vergleichst und dich optisch schöner findest …! Das sind Ego-Spielchen, nichts weiter.

Warum bist du denn auf einmal so aggro?, hat er gefragt, als ich ihn so abgebügelt hab. Du hast mich um meine Meinung gefragt, und ich hab sie dir gesagt … Mit seiner Selbstgefälligkeit und Arroganz geht er mir grad ziemlich auf den Kranz. Jeder sieht so aus, wie er aussieht – der eine ist mehr vom lieben Gott begünstigt, der andere weniger. Das ist kein eigenes Verdienst, auf das man sich was einbilden könnte!

Eine Aufgabe oder ein Ziel in diesem Seelenprozess ist – neben der Selbstwertentfaltung – nach der bedingungslosen in die All-Ein-Liebe zu kommen, die höchste Stufe. Das meinte ich mit: Ich bin an meinem Zielbahnhof angelangt. Ich spür ihn in allem, was ist …

Heute ist Montag, der 1. Juli

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Das Wasser, das du nicht trinken kannst, lass fließen. Alexander Sergejewitsch Puschkin

Das Foto dazu zeigt ein Boot mit weißem Segel auf einem großen Wasser – das könnte auch die Müritz sein, an der ich geboren bin. Das passt sehr gut zu meinem Geburtsmonat und zu meinem Wasserzeichen Krebs.

Das Buch der Antworten: Es kann nicht daneben gehen

Das sagt es jetzt schon zum dritten Mal.

Heute Potsdam – Schlössertour mit Tantchen. Um 7 fährt der Bus, in einer halben Stunde …

Ich streu mir Konfetti ins Leben, hat eine kürzlich unter ein Youtube-Video geschrieben. So fühl ich das auch. Das war ein richtig schöner Tag! Mein Tantchen war mit Brunhild und noch einem Ehepaar aus dem Dorf im Bus. Die Schlösser-Tour vom Wasser aus war interessant, ohne an Informationen überladen zu sein, und vor allem bei gemäßigten Temperaturen, und nicht wie sonst 175 Grad Ober-und-Unterhitze. Nachmittags 3 Stunden Zeit zur freien Verfügung mit Besichtigung des holländischen Viertels mit schönen Mode-Geschäften, ohne dass ich was für mich gefunden habe, vielleicht weil ich nichts gesucht habe.

Die beiden hatten dann Appetit auf Eis und ich wollte was Richtiges. So sind wir bei den Freiluftplätzen eines Italieners in der Fußgänger-Zone gelandet. Das war die beste schlechte Pizza, die ich jemals gegessen habe – und das will was heißen. Als ich gemerkt hab, ich kann die Hawai-Pizze nicht mal mit dem dazugelegten Steak-Messer durchtrennen – hab ich den Rand abgerupft, den Rest mit Kraftaufwand durchgesägt und in die Hand genommen – und selbst da war es noch eine Herausforderung für meine Zähne, die gut gebaut sind.

Im Bus waren nur Frauen mit Hosen – außer ich im Kleid, das noch nach Camel roch vom Zirkus gestern. Ich hatte es nur gelüftet, das hat nicht gereicht. Ich hab gedacht, bestimmt kommt bald die Zeit, in der Männer Röcke tragen. Und das kann man mir jetzt glauben oder nicht – während ich mit der Pizza gekämpft habe, ging ein Mann im Rock vorbei. Kein Schottenrock oder was in der Art – ein dunkelblauer Minirock mit weißen Pünktchen … echt!

Das war noch nicht das ganze Erlebnis: Der Kellner kommt – ein blonder Hüne – und stellt sich an unseren Tisch, ohne was zu sagen oder zu fragen. Trotzdem haben die beiden ihren Schoko-Kuss-Eisbecher bestellt und ich eine Hawai und 0,4 l Radeberger – und einen Aschenbecher bitte. Da konnte er auf einmal sprechen: Ich finde das nicht gut, dass Sie hier rauchen. Hier war auf der Straße. Damit hat er sich entfernt. Hat der das jetzt im Ernst gemeint?, hab ich meine Begleiterinnen gefragt. 2 Minuten später kam der Aschenbecher mit ich finde das wirklich nicht gut. „Soll ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben?“ Das lief konträr. Ich fand die Pizza nicht gut – er Rauchen …

 

 

Heute ist Sonntag, der 30. Juni

Das Buch der Antworten: Übernimm die Verantwortung

Das mach ich jetzt noch sieben Mal …

Seit wann wird denn mit Sonnenbrille gekellnert?, hat Anja Hotel- und Restaurant-Fachfrau gestern zu mir rüber gerufen, die an einem anderen Tisch draußen in unserem Rosen-Rondell bedient hat. „Seit die Sonne so tief steht!“ Ich hab sie immer auf dem Kopf und hab sie eine Etage tiefer gesetzt, weil es so geblendet hat. Da denk ich nicht an Kellner-Etikette.

Heute hat Aniko Freikarten für Circus Busch – Nachmittagsvorstellung, heißt – in der größten Hitze, aber das Zelt ist temperiert. Siggi konnte nicht wegen Knie, aber ich geh mit. Bis dahin ist ja noch bisschen Zeit – jetzt ist es 1:11 Uhr …

Das ist der perfekte Sommertag – denn ich hab frei, Lars auch. Dafür war es gestern grenzwertig. Schöne sonntägliche Morgenunterhaltung mit ihm auf der Terrasse. Ich hab mit Kaffee draußen gesessen, da geht seine Tür auf, sein Kopf guckt um die Ecke und er winkt. „Morgen …“ Ich gieß meine Blumen und er seine Erdbeere und wir reden über Gott und die Welt. Das ist eine schöne Gemeinschaft. Danke für den netten Nachbarn, denk ich. Das war von 8 bis 9, jetzt kommt die Sonne hinterm Kirchturm vor und damit wird es draußen zu warm. Ab 11 ist die Sonne hinterm Haus und ich kann mein schattiges Plätzchen neben der Eingangstür nutzen. What a wonderful world …

What a wonderful world ist auch Circus Paul Busch. Die Vorstellung bei 36 Grad war Klasse! Wenig Leute – aber Zirkus-Flair und Stimmung toll. In der Pause mit Pony- und Kamelreiten – ich hab Aniko überzeugt, die wollte, sich aber nicht getraut hat. Dann hab ich spontan gesagt: Ich auch … hab mein langes blaues Kleid hochgerafft und hab mein Bein zwischen die Höcker des Wüstenschiffs geschwungen. Das ging noch, aber der Rest kam schwer nach. Ich hätte das Tier eine Nr. größer gebraucht in 2XL. Als sich das wunderliche Exemplar der Schöpfung erhoben hat, hing ich drauf wie beim Bull-Riding, beim Absteigen das ganze rückwärts. Hat aber Riesen-Spaß gemacht unser Nachmittag unter der Zirkuskuppel!

Komm in die Leichtigkeit und in die Verspieltheit, das war oft die Message in den Karten-Readings auf Youtube in den letzten 6 Monaten. Fast ausnahmslos alle haben dazu kommentiert: Wie soll das gehen? In – unsichtbaren – Klammern: Wo wir doch unsere Liebe nicht leben können? Das geht am besten, indem man sagt: Ich kann es nicht. Dann reiht sich Glücksmoment an Glücksmoment, erst noch zaghaft und rar – dann dynamischer und progressiver. Wenn alle Ur-Ängste – ich könnte ihn verlieren, er könnte mich vergessen – vom Tisch sind, wendet sich die Spirale wieder aufwärts. Denn du weißt aus sicherer Quelle, dass es anders ist.  Wer im Kopf ist weiß es, wer im Herzen ist fühlt es …

Heute ist Sonnabend, der 29. Juni

Das Buch der Antworten: Du wirst nicht enttäuscht sein

Es wiederholt sich – dabei gibt es ca. 350 Möglichkeiten!

Gestern Abend kam Lars noch raus, der auch um die Zeit Feierabend hatte. Das war, als ich gerade überlegt hab, wie lange ich schon da bin, im Guti-Gutshaus, und wie lange ich das noch mache? 3 Jahre lang – das ist dann wie Azubi-Zeit und endet am 31. August 2020 …

Ich guck mal nach, aber das müsste so hinkommen. Wenn alles in Butter wäre, hätte ich solche Gedanken nicht. Die Bedingungen da haben sich geändert, hauptsächlich, weil ein Koch fehlt – und da hängt einiges dran … Mein Johannisbeerenkuchen (mit Baiser) ging weg wie nix, hat mir Anja gesagt. „Du bist jetzt unsere Spezialistin dafür.“ Vergiss es!

Vom richtigen Zeitpunkt hängt viel ab. Ich hab in der Vergangenheit in so manchen Situationen über Gebühr lange ausgehalten – angefangen von meinem sicheren Beamten-Dasein über meine sichere Ehe bis hin zu weniger wichtigen Stationen wie Bühne Müritz-Saga – das waren auch zwei Jahre zuviel, denn so lange war ich schon unzufrieden da. In Job und Ehe noch viel länger … Ich hab an Zuständen festgehalten, die ich lieber hätte gehen lassen sollen – nur, um Sicherheit zu haben, die es gar nicht gibt. Jetzt kann ich unterscheiden, wann es Zeit ist zu gehen und wann Zeit zu bleiben.

Heute Abend auch wieder Guti-Gutshaus, 17:00 Uhr bis Open End …