Heute ist Sonntag, der 29. Dezember

Vorhin hat Dani geschrieben und gefragt, wie es mir mit meinem Zahn geht? Wir wollten uns zwischen den Feiertagen treffen – das wird nun nix. Sie sind auch noch nicht wieder gesund und stecken sich immer wieder gegenseitig an. Das geht auch schon seit Anfang Dezember bei ihnen mit hartnäckiger Erkältung. So langsam reicht’s mal mit Unannehmlichkeiten – mir hat schon die Zahnprozedur gereicht und 10 Tage Antibiotikum nehmen. Auf Erkältung hätte ich jetzt gut verzichten können. Nach dem Frühstück Morgenbad in Warener Salzsole, Bett frisch beziehen und wieder hinlegen, das war der Tag bis jetzt.

Auf der Terrasse hat Lars mir seinen derzeitigen beruflichen Ist-Zustand erläutert mit diversen Bewerbungen und Kündigungsfrist und Abwarten. Dann hat er sich verabschiedet zu einem Spaziergang mit Leyla und der Lütten. „Ich bin abends wieder da – oder am späten Nachmittag!“ Manuel hat auch angerufen und wir haben seinen Besuch auf die erste Januarwoche vertagt, er hat noch bis zum 6. frei. Vorausgesetzt, ich bin bis dahin wieder gesund.

Ansonsten ist Ruhe hier oben – immer noch Leerstand in der Nachbarwohnung seit Oktober. Unten auf dem Markt wird emsig und ruhig – das kenn ich auch anders – das Weihnachtszelt abgebaut. Gestern und vorgestern war noch After-Weihnachts-Party, allerdings wenig weihnachtlich, mit Tecno.

Morgen ist Nach-Weihnachts-Schwestern-Treffen hier bei mir. Da freu ich mich drauf. Heute ist ein Lost-Tag und so fühl ich mich auch …

Heute ist Sonnabend, der 28. Dezember

Gleiches Spiel wie gestern – schlafen bis zum Guti-Gutshaus-Beginn um 17 Uhr, nur gestern müde, heute krank. Frieren und Frösteln und Erkältung im Anflug. Ich will aber nicht absagen, weil Anja alleine ist, auch wenn es überschaubar-entspannt ist zwischen den Feiertagen. Meinen Frisörtermin heute bei Alanya hab ich aber auf Montag verlegt, das reicht noch zum Aufhübschen für Silvester.

Manuel wollte heute kommen, hat sich aber noch nicht gemeldet und wenn er es tut, werd ich absagen wegen Unpässlichkeit.

So, ich hab jetzt Guti-Gutshaus doch abgesagt, ich bin zuhause besser aufgehoben in dem Zustand. Anja schafft das auch alleine heute, sagt sie. Lieber ins Bett, ehe ich mich Silvester über die Runden quäle …

Heute ist Freitag, der 27. Januar

Das war was gestern – so schön, so anstrengend! Von allen Freuden war Klein-Jonte die größte! Das schreib ich nochmal extra. Die halbe Nacht hab ich nicht geschlafen. War doch Stress mit der ganzen Vorbereitung und dann die Bude voll von halb 3 bis halb 11. Heute früh hatte ich gleich Zahnarzt-Termin zum Fädenziehen. Jetzt, um 12:00, geh ich wieder schlafen bis um 4 – dann ist schon wieder Vorbereitung auf Guti-Gutshaus …

Heute ist Donnerstag, der 26. Dezember

Mutti, für dein Weihnachtsgeschenk wirst du deine Komfortzone etwas verlassen müssen, hat meine Tochter mir schon angekündigt. Liegt die Betonung auf etwas oder verlassen? Mein erster Einfall dazu war: Kletterwald? Hoffentlich nicht!

Mit dem Glockenläuten um 6 war ich gestern in der Küche fertig, das hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. Na, den halben, denn ich bin erst um halb 11 aus tiefem Schlummer aufgewacht. Da hat mir Wolfgang Kartoffelsalat hochgebracht. Abends war ich dann rechtschaffen k. o. – aber die ganze Wohnung duftet nach lieblichen Gerüchen. Einziges Defizit – 1 Becher Schlagsahne zu wenig. Ich brauch 2: für Kastaniensuppe und für Torte. Hab ich einfach halbiert …

Tamina und Michael haben mir ein Heiligabend-Bild mit Jonte als kleinem Weihnachtsmann geschickt. Das sieht so drollig aus – er guckt wie’n Auto … Sogar Stiefelchen-Socken hat sein Weihnachtsmann-Kostüm in Größe 62, 68? Wenn ich Lars noch sehe, frag ich ihn, ob er mir sein Kinderreisebett ausleiht, aber die schlafen ja heutzutage überall in jeder Lebenslage, auch ohne Bett. Jedenfalls freu ich mich schon sehr! Anvisierte Zeit: 14:30 – 15:00 Uhr

Heute ist Mittwoch, der 25. Dezember

Sei gesegnet, du armes Schwein … hab ich voller Anteilnahme gesagt, als ich mit Überwindung die 500 g Zutat aus der Massentierhaltung für das Serbische Reisfleisch, Weihnachtsessens-Wunsch der Schwiegereltern meiner Tochter, zerschnitten habe. Nochmal nicht! Man kann’s auch übertreiben, werden sicher einige denken, aber in dem Fall ist Übertreibung besser als Untertreibung. Das ist für mich Anlass, wenigstens wieder ein bewussterer Sometimes-Vegetarier zu werden. Ausnahmen sind meist nur die Guti-Gutsfleisch-Mahlzeiten, von denen ich aber weiß, dass sie Bio und aus der Region sind. Wenigstens ist das aber der einzige fleischliche Frevel in meinem Weihnachts-Menü. Nächstes Jahr gibt’s vollwertig Veggy.

Heute ist Weihnachtsküchen-Tag für unsere Familien-Feier morgen. Einen Teil hab ich gestern schon gezaubert. Angefangen hab ich mit dem After-Eight-Likör nach DDR-Rezept, also Schoko-Minz-Likör. Was nicht in die Flaschen ging, hab ich selbst verkostet, wohlig-entspannt auf der Terrasse. So viel war’s nicht, doch  danach hab ich erstmal ein Päuschen eingelegt.

Als ich, als es schon dunkel war, überlegt hab, Badewanne oder noch Spaziergang, hab ich mich für frische Luft entschieden. An der Müritz-Promenade kam ein Hund auf mich zu gerannt mit lautem Gekläff – Mensch, das ist ja Fritzi … da kann doch Carmen auch nicht weit sein! So ein schöner Weihnachts-Zufall!

Jetzt noch Maronen-Suppe und Salad Rote-Bete-Bergkäse! Morgen kommt dann noch die Füllung auf die Förstertorte und saure Sahne und geriebener Emmentaler an das Arme-Schwein-Gericht …

Heute ist Dienstag, der 24. Dezember

Terra incognita – unbekanntes Land. Incognita – da ist fast mein Name drin enthalten. Damit will ich nicht sagen, dass ich unbekanntes Gebiet bin, sondern dass ich es betreten habe, seit meiner besonderen Begegnung vor vielen Jahren. Alle, die mir kluge, gut gemeinte Rat-Schläge geben, befinden sich außerhalb davon – vor der Demarkationslinie.

Terra incognita (lat. „unbekanntes Land“) ist ein (historischer) Begriff für Landmassen oder Gebiete, die seinerzeit noch nicht kartografiert oder beschrieben waren. Die Bezeichnung findet sich auf alten See- oder Landkarten jener Regionen, die noch unerforscht oder teilweise nur vermutetes Land waren.

Ja, unerforschtes Gebiet, vermutetes Land  …

Frohe und friedliche Weihnachten, Maik ♥

Heute ist Montag, der 23. Dezember

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben. Charles Dickens

Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte … Ich werde meine Geschichte in meinem Herzen ehren und versuchen, sie das ganze Leben hindurch aufzuheben.

Das Tagesthema heute heißt Abwasch

Vorher hab ich bei Amaz noch die Blaue und die Rote Eule, Lenormand-Karten, bestellt. Blau mit Skat-Karten-Entsprechungen drauf und Rot mit Beschriftung.

20:20 Hier oben trifft sich Gott und die Welt – im wahrsten Sinne. Ich wollt mich grad an den Abwasch machen, klingeling, da kam Christine mit den beiden Kinderchen, die ich lange nicht gesehen hatte. Frankie hatte den Rock an, den ich ihr zum Geburtstag geschenkt hatte, und meinen Liebling Bjarne hab ich auch so lange nicht gesehen. Er hat mir einen schönen Tannenzweig mitgebracht, der liegt jetzt auf dem Tisch auf der Terrasse bei meinem Merlin-Arrangement und vervollständigt das weihnachtliche Ambiente, als wenn er dort gewachsen ist und dahin gehört. Das war ein schöner Überraschungsbesuch, aber der Vormittag war dann auch gelaufen …

Anschließend kurzer Einkauf, der nur eine Viertelstunde dauern würde, sich aber locker auf 1 Stunde ausdehnt, weil ich andauernd jemanden treffe und hier ein Schnack und da ein Schnack … Dann hat Silvi angerufen, um Weihnachtswünsche zu übermitteln und um 3 wollte ich schon bei Sigi und Wolfgang sein, weil ihr Sohn Manuel mit Polina und Töchterchen Leona, 4, da ist. Das macht Spaß – Papa spricht deutsch mit ihr, Mama, aus Moskau gebürtig, russisch. Also Manuel – mit dem hab ich auch eine Seelenverwandtschaft. Das liegt in den Augen und den Blicken … Freundschaftlich, aber trotzdem mit einer bestimmten Komponente. Er könnte mein Sohn sein …

Heute ist Sonntag, der 22. Dezember

Sonntag halb 9 – Nebelmarkt und Glockenläuten. Gestern war meine Schwester erst zum Kaffee hier und dann waren wir bei ihr in der TAO-Schule zum Konzert von 18 – 19:30 Uhr. Das war ein kleiner harmonischer Kreis. Die Sängerin und Gitarristin hat eine begnadete Stimme. Am Tag zuvor hat sie vor den Aikidoka-Kindern und Jugendlichen gesungen. Es war mucksmäuschenstill, hat meine Schwester gesagt. Sie ist spirituelle Klangtherapeutin. Das war ein besonderes Erlebnis. Aus der TAO-Schule soll eine alternative ganzheitliche Lebens-Schule werden – das ist die Vision meiner Schwester, die im Entstehen ist. Hinterher gab es Tee: Chinesischer Liebestraum, der den ganzen Raum mit seinem Duft erfüllt hat, und schöne Gespräche unter Gleichgesinnten, die alle auf ihre Weise dazu beitragen, die Welt zu einem noch schöneren Ort zu machen.

Heute ist Sonnabend, der 21. Dezember

Einen schönen Liszpel-Akszent hab ich jetszt mit dem Proviszorium im Mund. Mit dem Zahn hab ich mich schon angefreundet, fühlt sich an wie mein eigener. Nur die Platte, an der er dranhängt, klebt wie ein Dauerlutscher am Gaumen, wie bei einem künstlichen Gebiss. Das möcht ich manchmal ausspucken. Zuerst hab ich mir immer noch mit der Hand an den Mund gefasst und erklärend gesagt: Ich hab’n Zahnersatz … Aber weil das Wort 3 Z- und S-Laute hat, hab ich es sein gelassen. Jetzt macht mir das fast sogar Spaß – meine neue Mundart.

Gestern hab ich alles eingepackt – die Wichtelgeschenke. Dafür hab ich fast den ganzen Tag gebraucht. Das hat Spaß gemacht und wird bestimmt lustig – anders als die ewig gleiche Geschenke-Überhäufung. Ich hab trotzdem für alle was Schönes gefunden – also kein Schrott-Wichteln. Tamina hab ich geschrieben: Jonti soll auch würfeln – ihr könnt ja schon mal mit ihm üben … Machen wir, Lach-Smiley!

Sie hat neulich auf WhatsApp angefragt, was das für eine Kaffeesorte ist, die ich Michael immer mitbringe – aus Tete a Tee & Cafe, der Müritzer Kaffeerösterei hier am Kietz, wird auch in EDK verkauft. Ihren Eltern schmeckt der auch sehr gut und sie wollen ihnen 2 Packungen davon online bestellen. 100 % Braszil-Arabica

Vorher hatte ich ihre Nummer gar nicht und hab immer nur mit meinem Sohn kommuniziert. Das ist jetzt eine Annäherung Schwiegermutter-Schwiegertochter …

Heute ist Freitag, der 20. Dezember

Mein Wohnzimmer sieht aus wie die Weihnachtsmann-Zentrale in Himmelpfort mit all den Geschenken, die ich schon bekommen habe und noch einpacken will.

Gestern Nachmittag war Haus- und Hof-Bescherung mit Aniko und mir bei Sigi und Wolfgang unten. Vormittags war ich noch die restlichen Geschenke besorgen, dann wollte unsere Chefin einen Tag vorfristig schon die Stundenaufstellung für den Monat. Als ich grad dabei war, kam meine liebe Kollegin Anja auf einen Kaffee. Sie war in Alanya zum Haare scheren und im Body-Toaster Altstadt-Center. Das hat dann länger gedauert, weil sie mir noch ihr Leid geklagt hat, mit ihrem Vater – mit Verlesen des gesamten E-Mail-Verkehrs dazu Das ist eine längere und andere Geschichte.

Auf die Schnelle ist mir doch dabei ein Tag untergegangen, was mir gleich komisch vorkam, so dass ich heute früh nochmal die korrigierte Fassung hinterher geschickt habe. Die Geschenke für die Nachmittags-Bescherung hatte ich auch noch nicht eingepackt, als sie kam, ich wollte sie aber nicht abwürgen, weil ich gemerkt habe, wie die Sache ihr zu schaffen macht.

Bescherung: Du bekommst was Nützliches, hatte Sigi mir prophezeit, was du gebrauchen kannst. Na, was das wohl sein mag? Was brauch ich denn? Doch wohl keine Handtücher?, hab ich beim Befühlen des Pakets gehofft. Es war eine schöne altrosa-farbene Kuscheldecke. Schön bis auf den Zusatz: Ich hab gedacht, du brauchst mal was Ordentliches! Das zielte auf meine schöne blaue, leichte, aber wärmende Wolldecke von Ikea ab – die übrigens auch eine Geschichte hat. Unsere Meinungen über was Ordentliches driften auseinander – was Material, Qualität und Preis angeht. Aber die von ihr ist auch ganz gemütlich und kommt ins Schlafzimmer …