Heute ist Freitag, der 18. Januar

Ich bin schon schön mit der Vorbereitung des Empfangs meines ersten Enkelchens beschäftigt und kümmer mich um den Kinderwagen, den ich beisteuern möchte. Die Mama hat eine App, in der sie in bildhaften Vergleichen auch wöchentlich sieht, wie groß das Früchtchen ist. Papa natürlich auch. Jetzt mit 12 Wochen wie ein Rosenkohl-Röschen, vorher wie eine Kumquat – wenn es erstmal Kiwi-Größe hat, oder zur Kartoffel geworden ist …

Gestern war der Auftakt zu unserer DVD-Winter-Serenade bei Sigi und Wolfgang mit der 1. Folge der 1. Staffel der Highland-Saga-Verfilmung – Outlander. Weil Aniko Urlaub hat, war sie auch dabei mit Floydi, unserem Hofhund natürlich, der nicht fehlen darf. Erst Familienmittagstisch, dann Filmvorführung. Leider bekommt man nicht viel davon mit, weil alle ständig am Quasseln sind. Heute geht’s weiter …

Das ist einmal die Videothek unten, bei Christine nebenan ist meine Bibliothek. Ich hatte nichts mehr zum Lesen und sie hat mir 6 schöne Schmöker von Carlos Ruiz Zafón gegeben. Das sind viele hundert Seiten Lesevergnügen, damit komm ich gut über den Winter. Betreutes Wohnen …

Manuel hat gefragt, ob er kommen kann und ich hab nochmal Ja gesagt. Das bedeutet Einschränkung und Kompromisse. Ich hab keinen Raum mehr für Besuche über Nacht bzw. brauch ihn für mich. Wenn ich nachts wach werde, koch ich mir einen Kaffee und dann – Blogschreiben oder meine Youtube-Channels gucken. Das kann ich nicht, wenn er hier schläft …

 

 

 

Heute ist Donnerstag, der 17. Januar

Ich bin bestimmt für Vieles zu begeistern – aber Magic of the Dance war das nicht. Es kam nichts rüber. Sehr schlechte Akustik – sowohl Musik als auch gesprochene Szenen vom Band – erst in Englisch, nicht zu verstehen – dann in Deutsch, nicht zu verstehen. Ich wollte schon gehen in der Pause, hab aber gedacht, vielleicht wird es ja noch … Wurde es auch – noch schlechter! Mit dummen, langatmigen Zuschauereinlagen. Was am Abtörnendsten war, war die weibliche Hauptfigur der irischen Prinzessin. Sie hat getanzt – aber ohne Leidenschaft und Körperausdruck – kein Feuer im Blut! Sie wirkte wie eine Parodie. Auch der Rest: Sicher gute Tanzleistungen – kam aber alles nicht zur Geltung – No Magic of the Dance …

Heute ist Mittwoch, der 16. Januar

Gestern hab ich für meine Schwester Passagen aus dem I GING für ihre Chronik „20 Jahre TAO-Institut“ abgeschrieben, weil ich schneller tippen kann als sie.

„Das I GING, das „Buch der Wandlungen“ ist das älteste Buch Chinas – und zugleich eines der aktuellsten. Seine Lebensweisheit berührt viele Menschen, gerade auch im Westen. Das Faszinierende an diesem Buch: Es gibt Antworten auf die entscheidende Frage: Was soll ich tun? Als Orakel befragt (mittels Schafgarbenstängel oder Münzen) zeigt es Wege des Handelns auf. Dabei sagt das I GING keine fest determinierte Zukunft voraus, sondern zeigt dem Fragenden bildhaft die Richtung, eben den Wandel.“ (Klappentext)

Die Textpassagen waren aus den Themen: Das Erregende, Die Fülle, Das Stillehalten/Der Berg, Die Dauer, Der Wanderer, Der Besitz von Großem, Vor der Vollendung. Das zu schreiben bzw. zu lesen, war interessant für mich. Besonders aktuell: Wann ist es Zeit für Stillehalten und wann ist es Zeit für Weitergehen? Wie kommt das Herz zur Ruhe? Das sind insgesamt über 7 Din A 4 Seiten geworden. Dass ich blind 10-Finger-System schreiben kann, gehört mit zum Nützlichsten, was ich gelernt habe im Leben.

Ich komm mir manchmal vor, wie bei eon.edis angestellt. Lightwork – nur nicht Lichtwoche – Lichtjahre. Der Zweifel ist zur Zeit mein treuester Begleiter. Die haben Alle die Nase gestrichen voll. Das seh ich an den Kommentaren zu den Youtube-Videos. Da bin ich keine Ausnahme.

Heute ist Dienstag, der 15. Januar

Diese Woche ist noch Winterschlaf. Termine hab ich erst nächste Woche – Frisör, Massage, Fußpflege, Tantchen treffen. Einzige Ausnahme – morgen Abend die Vorstellung von feet on fire. Hoffentlich verschlaf ich sie nicht …

Grad hab ich meine Chatverläufe in Whatsapp gelöscht, da ist Ulla mit Jürgen von ihrer Mittelmehrkreuzfahrt zurück, zu der sie sich für eine Woche abgemeldet hat. Sie ist mit Abstand mein Hauptlieferant. Gestern hat es fast mein Smartphone gesprengt – über 70 Fotos von der Reise und dann noch die üblichen Bildchen und Musikvideos bis zu 5 Minuten Länge. Wenn ich mal was besonders Schönes davon weiterleite, schreien alle gleich: Hilfe, mein Speicherplatz …

Zur Erklärung: Ulla ist die Frau des Vaters meiner Tochter.

Heute ist Montag, der 14. Januar

Neuer Montags-Gelassenheitsspruch:

Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da. Franz Kafka

Was war vor einem Jahr? Ich hab mal geguckt. Da hat er mir geschrieben: Ich denke noch oft an dich. Dann hat er nach Hindernissen gesucht …

Immer noch heulender Sturm, gepaart mit Regen. Ich verbring viel Zeit in innerer Versenkung. Da sind keine Fragen, da ist die Antwort.

Der neue Nachbar ist nicht erschienen auf der Bildfläche. Und ich weiß, warum. Er würde morgen anfangen zu arbeiten – alles dunkel gegenüber.

Am Montag ist wieder ein Blutmond, ein Vollmond mit einer totalen Mondfinsterinis, wie im Juli letztes Jahr. Da kam die Hiobsbotschaft, das Damokles-Schwert …

 

Heute ist Sonntag, der 13. Januar

Mir kommen komische Gedanken. Ich sehe, worauf es hinaus läuft, und denke: Erst die, die nach mir gekommen sind und kommen, können ernten, was ich gesät und gepflegt und gehütet habe wie einen Schatz. Michael und Tamina und die Frucht ihrer Liebe – da erfüllt es sich, was ich begonnen habe. So, als wenn man einen Baum pflanzt, und erst die nächste Generation kann die Früchte ernten.

Für Tamina hab ich als Weihnachtsgeschenk-Anhänger den schönsten Aprikosen-Achat im Einklang-Laden ausgesucht. Er leuchtet wie die Nachmittagssonne Ende Juli, wenn das Kindchen geboren werden soll, und es sieht aus, als ob ein kleines Ultraschallbild darauf ist. Den „Beipackzettel“ – schützt während der Schwangerschaft vor Beschwerden, hilft bei der Geburt und bewahrt das werdende Kind vor Behinderungen – hab ich einfach weggelassen und sage dafür: Der ist für gute Laune in der Schwangerschaft … Mein Albert-Einstein-Sohn hält nämlich nichts von solchen Sachen …

Das Geschenk heute war, dass die beiden hier waren. Sie sind sogar bis zum Abendbrot geblieben. Darauf war ich nicht eingestellt und wir haben was vom Chini-Mann geholt. Was mir als Erstes aufgefallen ist, Michael hatte wieder sein Smartphone in der Hand, wo er sonst nur die Hände an ihr hatte – und sie an ihm. Er hat gegooglet – Was machst du da?, hat sie gefragt. Ich such ein Rennrad – Du brauchst einen Kinderwagen, kein Rennrad! Gestern war er mit seinen Freunden unterwegs und sie hat gesagt: Das war das erste Mal, dass ich alleine einschlafen musste. Oh, hab ich gedacht, oh, oh, oh … Mein Sohn ist ein anhänglicher Familienmensch und bestimmt kein freiheitsliebender Schütze – aber, Mädchen, hab ich gedacht – erdrück ihn nicht.

Heute ist Sonnabend, der 12. Januar

Es tauen die Pole von Männlich und Weiblich und verschmelzen zu Einem in mir, mit ausgewogenen Anteilen.

Gestern auf dem Weg nach Rostock kam mir zum ersten Mal OPA MAIK im Lkw entgegen. Das war’n Kulturschock. Oh, Gott … Das schöne Leben vergeht und mit ihm die These von Dualseelen-Herzen. Prüfung, Prüfung, immer wieder Prüfung – ich will keinen Doktortitel oder einen Nobelpreis, ich will einfach im Einklang mit der Wahrheit meines Herzens leben, ohne immer wieder auf die Probe gestellt zu werden. Wie oft soll ich das noch beteuern?

Ich träum davon, dass ich zu früh arbeiten gehe, obwohl ich noch krank bin.

Sabinchen ist überraschend her gekommen. Wir treffen uns heute.

Das Geschenk heute ist auch von ihr: Eine Herz-Kerze plus Glücksschweinchen

 

 

 

 

 

Heute ist Freitag, der 11. Januar

Wenn ich jetzt HRO ansteuere, ist es nicht mehr so, wie es immer war. An den Orten, zu denen ich Bilder mit ihm im Kopf habe, ist er nicht mehr. Ich weiß, er lebt und wohnt und arbeitet da irgendwo, doch ich hab keine Vorstellung davon, seh die Umgebung nicht, und es sind keine Erinnerungen damit verknüpft. Es ist anonym, er  ist anonym. Wie nie gewesen …

Die tiefsten Abgründe deute ich hier nur an – die untergegangene Sonne ist nicht die am Himmel. Immer, wenn Manuel fragt, was ich mache, sage ich: „Ausruhen“ – Es war so lange, so anstrengend, so kräftezehrend … Er will nächstes Wochenende kommen. Er sagt, er braucht dringend Erholung.

Die Geschenke heute waren die nachträglichen Weihnachtsgeschenke von Martina und meins an sie. Ich hab mich sehr gefreut, und sie sich auch, denk ich. 19:00 Uhr – Mein Kirchturm hat mich wieder – und ich ihn.

Heute ist Donnerstag, der 10. Janaur

Freude, wo bist du? Sommertage, wo seid ihr? Obwohl es so ein fantastischer Sommer war, ist seine Wärme jetzt verbraucht. Wenn ich auf dem Weg zu Guti-Gutshaus bin, habe ich unterwegs Blicke auf die Müritz und sage laut: Oh, meine Müritz, mein heiliges Meer – wie schön du bist! Das sind herrliche Naturbilder. Ich war noch nie so viel Schwimmen, wie im vergangenen Sommer. Das fehlt mir jetzt. Die Bewegung, das Wasser und die Sonne.

Ich könnte es natürlich auch überdacht tun. Hotel Amsee hat ein Spa und das Kurzentrum auch – sogar mit Warener Sole, deshalb Kurzentrum – und mit Außenbecken. Aber das ist nicht dasselbe! Also träume ich von den lebensspendenden Tagen …

Das Geschenk heute ist von Christa: Ein Glücks-Klee-Topf, in den man Klee einpflanzen und bewässern muss, damit er zum Glücks-Klee wird. Und Mon Cheri mit „Gute Besserung!“ Die Piemont-Kirschen hab ich gleich geschluckt …

Heute ist Mittwoch, der 9. Januar

Schwarze Kristalle, Frost-Beeren, Eis-Rosen – sind die Bilder, die ich sehe. Winterstürme die Töne, die ich höre. Kerzenflammen spiegeln die untergegangene Sonne.

Jenseits von Karten-Readings und Matrix-Coaches bei mir sein und bleiben, ist das, was ich tun kann. Ich hab beim Aufräumen noch einen Spruch gefunden:

„Wär ich ein Feuer, würde ich brennen. Wär ich ein Holzfäller, würde ich Holz schlagen. Doch ich bin Herz – und so liebe ich.“

Heute kommt die Putz-Fee und Sonntag Michael mit Tamina. Gestern kam eine Einladung zum Tanzabend auf dem Lande. Ich hab geantwortet: „Ich komm erst mit der Märzsonne wieder raus.“ Solange bleibe ich mittig auf meinem Marktplatz und dreh mich um meine eigene Achse.